Fehlende Finanzmittel: Kaum neue Sendungen im ORF?

Die Vier Frauen haben 2017 nicht mehr viel zu lachen: 16 neue Folgen bleiben im Regal

Die Vier Frauen haben 2017 nicht mehr viel zu lachen: 16 neue Folgen bleiben im Regal

Budgetverhandlungen: Geldsorgen des ORF führen zu Sparmaßnahmen im Programm. Fertig produzierte Serienstaffeln wie ‚Vorstadtweiber‘ werden daher nicht ausgestrahlt.

Wie jeden Frühsommer stehen im ORF die internen Verhandlungen über den sogenannten Leistungsplan, sprich das Programm fürs Folgejahr (also 2018) an. Und heuer sieht's wegen der notorisch klammen Finanzlage besonders trist aus: Rund 400 Mio. Euro schwer sollen derzeit die Programmpläne der verantwortlichen Direktorin Kathrin Zechner sein (inklusive der von ihr eigentlich nicht mehr verantworteten TV-Information), 330 Mio. Euro niedrig sei aber - so Insider - das Zielbudget.

20 Folgen ‚CopStories‘ gäbe es, doch die Cops sind aus Spargründen dienstfreigestellt

Teure Küniglberg-Renovierung und Sparprogramm

Die Differenz von 70 Mio.: zum einen noch notwendige Einsparungen (30 Millionen), zum anderen nicht finanzierbare Sendeideen. Hintergrund der Misere trotz Gebührenerhöhung im April: die teure Renovierung des ORF-Zentrums am Küniglberg, das fehlende Geld aus dem Verkauf des Funkhauses und ein von der Politik verordnetes Sparprogramm (300 Millionen in fünf Jahren).

Wann kommt die dritte Staffel ‚Vorstadtweiber‘? Fertig ist sie, doch für die Ausstrahlung fehlt das Geld

Die Folge: Der ORF kann deutlich weniger Serien, Filme & Shows beauftragen, als er eigentlich für den Programmerfolg (besonders von ORF eins!) bräuchte. Die engen Grenzen, in denen der mit fast einer Milliarde Budget ausgestattete öffentlich-rechtliche Sender agieren kann, werden sich freilich schon im Herbstprogramm zeigen.

‚Vorstadtweiber‘, ‚CopStories‘ & Co sind fertig produziert, werden aber nicht ausgestrahlt

Weil heuer fast alle Abspielbudgets aufgebraucht sind (u. a. für ‚Sacher‘, ‚Maximilian‘ oder ‚Schnell ermittelt‘), bleiben längst produzierte Formate weiter im Regal. Darunter die dritte Staffel ‚Vorstadtweiber‘, 20 Folgen ‚CopStories‘, 16 Folgen der ‚Vier Frauen und ein Todesfall‘ oder die neue Reihe ‚Fokus Mord‘. Plus: Auch für ein Show-Event im Herbst, geplant ist ein Quiz, sieht's derzeit eher schlecht aus.

Hintergrund: Wenn die Folgen schon fertig sind, was kostet es da noch, sie abzuspielen?

Im ORF-Programmbudget (das jetzt gerade für 2018 zwischen Finanz- und Programmabteilung verhandelt wird) gibt es einen speziellen Posten namens „Abspiel-Budget“. Wenn Serien und Filme gedreht werden, werden die Produzenten zwar gleich bezahlt, im ORF-Budget scheinen die Kosten dieser Produktionen aber erst auf, wenn sie tatsächlich am Programm stehen. Wenn das Abspiel-Budget zu klein ist (etwa aus Spargründen, siehe Artikel), müssen die Serien eben auf die Ausstrahlung warten. Das Abspiel-Budget für 2017 ist bereits derart belastet, dass weniger neue Serien starten können. Das betrifft z. B. die „Vorstadtweiber”, die von 2017 auf 2018 verschoben wurden. Andere Serien wie „CopStories“ sind seit Jahren abgedreht und warten seitdem auf ihre Ausstrahlung.

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