Senderporträt: ServusTV – Alle Infos zum TV-Sender!

Mehr zum Thema: Fernsehen in Österreich

Senderporträt: ServusTV – Alle Infos zum TV-Sender!

In unserem Themenschwerpunkt „Fernsehen in Österreich“ widmen wir den wichtigsten und beliebtesten Sendern des Landes ein Porträt. Darin erfahren Sie von historischen Meilensteinen, erhalten technische Informationen zum Empfang des jeweiligen TV-Anbieters (z. B. via Satellit oder Kabel), bekommen Einblicke in die Gestaltung des Programms und finden die wichtigsten Zusatzleistungen (z. B. Mediatheken und Streaming-Angebote) auf einen Blick. In diesem Artikel stellen wir Ihnen ServusTV vor:

Zum gewünschten Inhalt springen:

  1. Hardfacts
  2. Geschichte
  3. Programm
  4. Moderatoren & Moderatorinnen
  5. Empfangsmöglichkeiten
  6. Praktische Links zum Programmangebot
  7. Auftritt in den sozialen Medien

Hardfacts: Die wichtigsten Infos zu ServusTV auf einen Blick!

  • Sendestart: 17. September 1995 (als Salzburg TV) / ab 1. Oktober 2009 (als ServusTV) / seit 1. Jänner 2011 auch in Deutschland
  • Programmtyp: Vollprogramm (vormals Spartenprogramm)
  • Senderstruktur: Privatsender
  • Empfang: Satellit, Kabel, Antenne, Internet/Stream
  • Sitz: Wals-Siezenheim (Salzburg, Österreich)
  • Eigentümer: Red Bull Media House GmbH
  • Geschäftsführer:in: Dietrich Mateschitz, Dietmar Otti, Christopher Reindl, Marcus Weber (seit der Übernahme der Red Bull GmbH) / davor: Ferdinand Wegscheider, Christian Jörgner
  • Intendant:in/Senderchef:in: Ferdinand Wegscheider (seit 2016)

Geschichtliches zu ServusTV

Die Geschichte von ServusTV geht auf den TV-Sender Salzburg TV zurück. Anfang der 1990er-Jahre entschieden sich zwei ehemalige ORF-Redakteure (Ferdinand Wegscheider und Christian Jörgner) und deren gemeinsame Filmproduktionsfirma UNI PRO dazu, einen Privatsender aus der Taufe zu heben. Am 17. September 1995 wurde der Traum verwirklicht und Salzburg TV ging über das Kabelnetz der damaligen SAFE AG (heute Salzburg AG) auf Sendung. Zum Sendestart konnten 15.000 Haushalte im Pinzgau erreicht werden.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der ORF bereits jahrzehntelang eine Monopolstellung, private Sender hatten es schwer – zumal für diese auch noch keine Gesetze existierten. Deswegen sorgte Salzburg TV am 25. Oktober 2000 für Aufsehen, als der Sender seinen terrestrischen Betrieb aufnahm und somit in Salzburg auch via Antenne empfangbar gemacht wurde. Eben weil es keine gesetzliche Grundlage für privates terrestrisches Fernsehen gab, war Salzburg TV zu diesem Zeitpunkt genau genommen ein illegaler Piratensender – und wurde fünf Tage nach seinem Start von Beamten der Funküberwachung abgedreht. Aus Protest trat Geschäftsführer Wegscheider zwei Wochen lang am Alten Markt in der Salzburger Altstadt in Hungerstreik.

Mit dem Privatfernsehgesetz trat am 1. August 2001 eine gesetzliche Grundlage für privates terrestrisches Fernsehen in Kraft, das ein bundesweites und drei regionale Fernsehprogramme (in Wien, Linz und Salzburg) zuließ – eine offizielle „Antennenlizenz“ gab’s für Salzburg TV schließlich im Jahr 2002, wirklich empfangbar war der Sender dann ab Dezember desselben Jahres.

Weil dem Sender 2004 die Insolvenz drohte, übernahmen die Wirtschaftskammer Salzburg (48 Prozent), der Raiffeisenverband Salzburg (37 Prozent) und das Bankhaus Spängler (10 Prozent) einen 95-Prozent-Anteil am Sender – am 1. Jänner 2007 verkaufte jenes Konsortium seine Anteile um einen symbolischen Euro an die Red Bull GmbH (unter der Geschäftsführung von Dietrich Mateschitz). Ferdinand Wegscheider und Christian Jörgner behielten zunächst ihre Anteile von 4 beziehungsweise 1 Prozent, verkauften diese später jedoch ebenfalls und stiegen Ende März 2008 aus dem Sender aus. Wegscheider kehrte 2014 als Ressortleiter für Information und Aktuelles zurück, seit 2016 ist er Intendant des Senders und moderiert sogar eine eigene Sendung (Der Wegscheider).

Nachdem ein Relaunch mehrmals verschoben werden musste, ging Salzburg TV unter Red-Bull-Führung schließlich am 1. Oktober 2009 als 24-Stunden-Spartenprogramm und unter dem neuen Namen ServusTV auf Sendung. Programminhalte waren u. a. Magazine, Reportagen bzw. Berichte über Veranstaltungen, Kino, Sport, Reisen und Kulinarik, aber auch Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung. Erst im April 2013 wurde das Programm von der KommAustria als Vollprogramm lizenziert. In Deutschland galt ServusTV zu diesem Zeitpunkt nach wie vor als Spartenprogramm und wurde schließlich 2015 als Vollprogramm anerkannt.

Am 3. Mai 2016 gab die Red Bull Media House GmbH bekannt, den Sendebetrieb aus wirtschaftlichen Gründen einstellen zu wollen – am 31. Juli 2016 wurde bestätigt, den Betrieb in Deutschland und der Schweiz zum Jahresende einzustellen. Am 18. Oktober 2016 gab ServusTV bekannt, den Sendebetrieb in Deutschland und auch in der Schweiz 2017 doch fortführen zu wollen.


Programmgestaltung von ServusTV

Auf der offiziellen Website von ServusTV wird das Programm des Senders in sieben Kategorien unterteilt: Aktuelles (Nachrichten, Magazine), Sport, Natur, Volkskultur, Unterhaltung, Wissen und Kultur. Mit der Miniserie Eine Couch für alle (2010), der TV-Serie Trakehnerblut (2017) sowie der Krimiserie Meiberger – Im Kopf des Täters (seit 2018) hat ServusTV auch eigenproduzierte Serien im Angebot.

Dass die Sport-Sparte für den Sender von größter Wichtigkeit ist, zeigen Partnerschaften und Deals für Übertragungsrechte: Seit 2010 ist ServusTV Programmpartner der Österreichischen Eishockey-Liga (ICE) – dazu war es von 2013 bis 2016 auch Partner der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Die Rechte für die Übertragung der Formel 1 konnte sich ServusTV – in Partnerschaft mit dem ORF – von 2021 bis 2023 sichern. Und beim Fußball sieht’s so aus: Der Sender überträgt mittwochs exklusiv im österreichischen Free-TV ein Spiel der Champions League, hat zudem den First Pick vor dem ORF bei Europa League und Conference League, kann sich also aussuchen, welches Match er zeigt (der ORF hat hier nur die Zweitwahl). Ein großer Coup gelang auch mit dem Erwerb der Rechte für die EM-Endrunden 2024 und 2028. Beide Europameisterschaften werden damit erstmals auf ServusTV zu sehen sein.

Bekannte Eigenproduktionen von ServusTV (klicken Sie auf den Titel, um mehr zu erfahren)*:

*Reihung in alphabetischer Reihenfolge


Moderatoren & Moderatorinnen von ServusTV

Zu den bekanntesten Moderatoren und Moderatorinnen von ServusTV zählen*:

  • Christian Baier (Sport und Talk aus dem Hangar-7)
  • Matthias Berger (Servus Sport aktuell)
  • Robert Bittig (Servus Nachrichten)
  • Christian Brugger (Sport und Talk aus dem Hangar-7)
  • Conny Bürgler (Heimatleuchten, Hoagascht)
  • Richard Deutinger (Heimatleuchten, Hoagascht)
  • Michael Fleischhacker (Talk im Hangar-7)
  • Bertl Göttl (Bertls Reisebegegnungen, Hoagascht)
  • Andreas Gröbl (Sport und Talk aus dem Hangar-7)
  • Gernot Grömer (P.M. Wissen)
  • Rafael Kotschy (Servus Nachrichten)
  • Alexander Lechner (Servus Nachrichten)
  • Claudia Maxones (Servus am Abend)
  • Philipp McAllister (Servus am Abend)
  • Andreas Moravec (Quizmaster)
  • Christian Nehiba (Sport und Talk aus dem Hangar-7)
  • Birgit Nössing (Sport und Talk aus dem Hangar-7)
  • Nicole Oberlechner (Servus Sport aktuell)
  • Christina Ömmer (Hoagascht)
  • Diana Ortner (Servus Nachrichten)
  • Hans Martin Paar (Servus Nachrichten)
  • Caroline Pospischil (Servus Nachrichten)
  • Katrin Prähauser (Servus Nachrichten)
  • Viktoria Raz (Servus am Abend)
  • David Rohde (Servus Nachrichten)
  • Jochen Sattler (Servus Nachrichten)
  • Ferdinand Wegscheider (Der Wegscheider)

*Reihung in alphabetischer Reihenfolge der Nachnamen


Wie kann man ServusTV empfangen?

So empfangen Sie ServusTV via SATELLIT:

Fernsehempfang via Satellit

Fernsehempfang via Satellit

Seit 1. März 2016 erfolgt die Ausstrahlung von ServusTV via Satellit (ASTRA 19,2°Ost) verschlüsselt und ist mittels ORF Digital-, SKY-, HD Austria- oder SimpliTV SAT HD-Modul empfang- und entschlüsselbar. Für einen manuellen Suchlauf verwenden Sie folgende Daten:

ServusTV HD Satellitenempfang

  • ASTRA Digital 19,2° Ost
  • Modulation: DVB-S2
  • Transponder: 7
  • Empfangsfrequenz: 11.302 MHz
  • Symbolrate: 22.000 MS
  • FEC: 2/3
  • Polarisation: Horizontal (H)

ServusTV SD Satellitenempfang

  • ASTRA Digital 19,2° Ost
  • Modulation: DVB-S2
  • Transponder: 115
  • Empfangsfrequenz: 12.663 MHz
  • Symbolrate: 22.000 MS
  • FEC: 5/6
  • Polarisation: Horizontal (H)

So empfangen Sie ServusTV via KABEL:

Fernsehempfang via Kabel (im Bild zu sehen: Koaxialkabel)

Fernsehempfang via Kabel (im Bild zu sehen: Koaxialkabel)

ServusTV ist in Österreich in so gut wie jedem digitalen Kabelnetz empfangbar und kann mit jedem handelsüblichen digitalen TV-Gerät oder Kabel-TV Receiver empfangen werden.

So empfangen Sie ServusTV via ANTENNE bzw. GEMEINSCHAFTSANTENNE (GA-Anlage):

Fernsehempfang via Antenne

Fernsehempfang via Antenne

ServusTV kann österreichweit über Antenne empfangen werden. Zum Empfang wird ein Receiver (z. B. simpliTV-Box) oder ein CI+-Modul (z. B. simpliTV-Modul) für Fernseher mit DVB-T2-Tuner benötigt. Bei den meisten terrestrischen Empfangsgeräten sollte ServusTV automatisch in der Senderliste aufscheinen. Wenn Sie über eine Mehrteilnehmer-Anlage empfangen (z. B. GA-Anlage), führen Sie einen Sendersuchlauf durch und reihen Sie ServusTV zu Ihren gewünschten Programmplätzen. Falls Sie das Programm von ServusTV trotz Suchlauf nicht finden können, so kann dies der betreuende Kommunikationselektroniker oder Anlagentechniker einstellen – wenden Sie sich hierfür an Ihre zuständige Hausverwaltung. Hier geht’s zur Website von simpliTV für Anliegen zum Antennenanschluss.

So empfangen Sie ServusTV via INTERNET:

Fernsehempfang via Internet

Fernsehempfang via Internet

Über die offizielle Website von ServusTV, zahlreiche Apps für Smartphones und Smart-TVs oder z. B. die Streaming-Apps von ServusTV – verfügbar für Smartphones, Tablets und gängige Smart-TVs sowie HbbTV-fähige Empfangsgeräte („Red Button“). Dort können Sie das Programm von ServusTV live streamen, zusätzliche Sport-Events empfangen, verpasste Sendungen nachsehen und eine erweiterte Mediathek verwenden. Einen Überblick zu den ServusTV-Apps finden Sie hier:

Beim Empfang über IPTV (Internet Protocol Television) muss ein Vertrag bei einem Anbieter (Provider) abgeschlossen werden. ServusTV ist u. a. in den Paketen von A1 Xplore TV, Magenta TV und Drei TV zu finden.


Praktische Links zum Programmangebot von ServusTV

Die wichtigsten Anlaufstellen für Sendungsinformationen, Live-Streams und Mediatheken von ServusTV finden Sie hier:


ServusTV in den sozialen Medien

Hier gelangen Sie zu den Social-Media-Kanälen von ServusTV:

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