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Maximilian Brückner als Hauptkommissar in der Rex-Neuauflage
Für Maximilian Brückner ist die Rolle des neuen Kommissars an der Seite von Rex eine Hommage an eine Figur, die ihn schon lange begleitet. Der Schauspieler kannte die Kultserie aus seiner eigenen Jugend, Rex war für ihn damals ein Held, ein Superheld. Heute steht er selbst im Zentrum der Neuauflage und bildet gemeinsam mit dem berühmtesten Polizeihund des Landes ein ungewöhnliches Ermittlerduo. Dabei geht es Brückner weniger um einen Vergleich mit früheren Darstellern als um eine neue Dynamik: zwei eigenwillige Charaktere, die auf Augenhöhe zusammenarbeiten, manchmal widersprüchlich, oft humorvoll, aber immer als Team. TV-MEDIA traf Maximilian Brückner zum Interview.

TV-MEDIA: Sie treten als Hauptkommissar in große Fußstapfen.
Maximilian Brückner: Ich kenne Tobias Moretti, wir sind sogar in derselben Schauspielagentur und natürlich habe auch ich damals die Serie gesehen. Tobias und ich sind sehr unterschiedlich, deswegen sind unsere Figuren schon mal ganz unterschiedlich. Rex war immer schon mein Held, mein Superheld.
TV-MEDIA: Wie war das Kennenlernen mit Rex?
Maximilian Brückner: Beim Casting hat das Kennenlernen mit dem Hund nicht funktioniert. Da wollte er nicht einmal ein Foto mit mir machen und ich dachte: Jetzt mach halt das Foto mit mir, das gibt es doch nicht. Da ist man richtig beleidigt. Mist, ich soll jetzt mit dem Hund spielen und der will einfach kein Foto mit mir machen. Und dann wurde mir gesagt, sie wollen aber, dass ich spiele. Und dann habe ich gesagt, okay. Wir haben ganz fantastische Tiertrainerinnen von der Filmtier-Ranch, die das großartig machen, die wohnen am Chiemsee, nicht weit weg von mir. Ich war dann zwei-, dreimal dort, damit sich der Hund an mich gewöhnt, dass er einfach keine Angst hat und weiß, dass von mir keine Gefahr ausgeht. Es geht ja nichts über Leckerlis und das hat super funktioniert. Aber es ist schon anstrengend, weil du vorher in die Szene rein musst und gleichzeitig den Hund irgendwie bespielen musst. Du musst in einem Kopf schon in der Rolle sein und im anderen den Hund führen. Das war schon eine Herausforderung.
TV-MEDIA: Es ist aber augenscheinlich gelungen.
Maximilian Brückner: Im Grunde sind Rex und ich zwei Junggesellen. Mir war extrem wichtig, dass ich nicht spiele: Ich bin Mensch und du Hund, sondern dass wir zwei sind. Ich rede ganz normal mit ihm oder schimpfe ihn, wenn er mir auf den Sack geht, oder er mich. Es war mir wichtig, dass das ein gemeinsames Spiel auf einer Ebene ist. Von außen ist das bestimmt teilweise komisch und skurril, wenn ich mit dem Hund spreche. Aber ich wollte einfach nicht diesen Unterschied, sondern ich wollte, dass sie gleich sind.
TV-MEDIA: Was macht euch beide aus?
Maximilian Brückner: Ich mag den Humor zwischen mir und dem Hund und würde das gerne noch ein bisschen ausbauen, dass man sieht, wie zwei gute Freunde miteinander umgehen. Das ist total wichtig. Und auch, dass wir nicht immer einer Meinung sind und trotzdem miteinander ermitteln. Das mag ich. Es sind zwei Junggesellen, die eigen sind auf ihre Art. Wenn man diese Typisierung noch stärker hinbekommt, finde ich das super. Und du hast halt ein freies Radikal, das zwar trainiert ist, aber du hast einen Hund, der immer ein bisschen anders reagiert.
TV-MEDIA: Waren das mehrere Hunde?
Maximilian Brückner: Es ist wie bei Schauspielern: Es gibt einen Hauptdarsteller und dann einen Stuntman für gewisse Sachen. Man kann einen Hund nicht alles machen lassen. Man muss aufpassen, dass man ihn nicht verdirbt. Wenn man da einmal was falsch macht, dann kommt der Hund nicht mehr ans Set und macht das nicht mehr. Deswegen muss man sehr vorsichtig sein.
TV-MEDIA: Was hast du von Rex gelernt?
Maximilian Brückner: Dass er es immer anders macht und seinen eigenen Kopf hat. Das finde ich super.
Foto: (c) ORF/Roman Zach-Kiesling

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