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Kommissar Rex-Neuauflage: Ferdinand Seebacher im Gespräch

Für Ferdinand Seebacher ist das Comeback von Kommissar Rex eine Reise zurück in die eigene Kindheit. Der 36-Jährige, der in der Serie den nerdigen Inspektor Felix Burger spielt, gehört zu jener Generation, die mit dem TV-Klassiker aufgewachsen ist. Als Kind durfte er die späteren Folgen sehen, er hatte sogar einen Stoff-Rex zuhause. Umso größer war die Überraschung, als plötzlich die Anfrage für die Neuauflage kam. Zwischen Nostalgie und Respekt vor dem Kultformat bewegt sich Seebacher heute in einer Rolle, die er bewusst neu interpretiert – als Teil eines „Kommissar Rex 2.0“, das an Bekanntes anknüpft, aber seinen eigenen Ton finden will. TV-MEDIA traf Seebacher anlässlich der Kommissar Rex-Neuauflage zum Interview.

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Carina Dieringer
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TV-MEDIA: Kommissar Rex startete 1994, sie sind 1989 geboren. Sie sind damit aufgewachsen?

Seebacher: Definitiv. Ich hab als Kind ab und zu schauen dürfen, also die späteren Folgen. Ich hatte sogar einen Stoffrex zu Hause und war ein richtiger Fan. Als ich die Anfrage bekommen habe, konnte ich das gar nicht glauben. Es gab davor schon Gerüchte in der Branche, dass es eine Neuauflage geben soll. Und dann kam die Anfrage und ich war so: Wow. Es gibt heute noch Momente, wo ich mir denke, das gibt es nicht, ich kann nicht glauben, dass ich Teil davon bin. Es ist atemberaubend. Es sind Kindheitserinnerungen für mich, Nostalgie und da jetzt selbst dabei sein zu dürfen, ist ziemlich aufregend. 

TV-MEDIA: Haben Sie sich mit den alten Folgen nochmal auseinandergesetzt?

Seebacher: Nein, das habe ich bewusst nicht gemacht. Ich habe das Gefühl, man läuft dadurch in Gefahr, zu kopieren. Das wollte ich nicht. Es ist eine Neuauflage, keine Kopie. Ich habe noch Erinnerungen an damals und diese reichen, um das anzulegen. Ich habe anfangs hin und her überlegt, ob ich es machen soll und habe mich dann dagegen entschieden. Ich würde nicht wollen, dass jemand sagt, das ist abgeschaut. Ich glaube, man wird es wiedererkennen, trotzdem ist es Kommissar Rex 2.0 und nicht 1.4. 

TV-MEDIA: Wie haben Sie sich für die Rolle als Kommissar vorbereitet?  

Seebacher: Ich habe eine Freundin, die im Landeskriminalamt ist. Die Thematik habe ich immer schon spannend gefunden. Es war mir nicht ganz fremd. Aber Dinge wie Waffenhandling musste ich natürlich lernen. Da habe ich mich dann auch sehr intensiv damit beschäftigt, weil ich fände es sehr peinlich, wenn Polizisten die Serie schauen und sich denken, Oh Gott, wie haltet der denn die Waffe. Darum wollte ich da eine Selbstverständlichkeit kriegen und habe viel trainiert, auch mit Coaches, damit das nicht patschert ausschaut.

TV-MEDIA: Wie ist Felix Burger?

Seebacher: Der Felix ist ein bisschen nerdig und kontrollfreakig, ein Monk. Das finde ich spannend, weil privat bin ich schon eher ein Bauch-Mensch. Das war ziemlich interessant, mich in seinen Charakter reinzufühlen und ihn zu kreieren. Auch ein klein wenig mit dem Geist der alten Figur im Hinterkopf. Jede Figur ist ein Mensch, der Sorgen, Ängste, Wünsche und Probleme hat. Eine Rolle ist nur so spannend, wie ich sie unterfüttere. Dieses Private zeichnet den Felix aus, das schwingt immer mit. Egal, ob man aktiv erlebt, was diese Figur privat durchmacht, es schwingt im Hintergrund immer mit. Darum ist in meinen Augen die emotionale, private, zwischenmenschliche Ebene für diese Rolle mindestens genauso wichtig wie die berufliche. Das macht die Rolle ganz.

TV-MEDIA: Wie ist Rex?

Seebacher: Ich bin mit Hunden aufgewachsen, tatsächlich sogar mit Schäferhunden. Darum ist mir diese Thematik nicht fremd. Ich liebe Hunde und bei den Dreharbeiten musste ich mich regelrecht bremsen. Rex ist irrsinnig fokussiert, genauso wie wir bei der Arbeit. Deswegen durften wir ihn natürlich nicht ablenken. Da musste ich mein Hundeherz sehr zurückschrauben, dass ich nicht gleich losgestartet bin und ihn geknuddelt habe.

TV-MEDIA: Wenn Rex sprechen könnte, was würde er sagen? 

Seebacher: Her mit der Wurstsemmel.

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