Netflix rüstet sich zum Kampf gegen Disney

Netflix rüstet sich zum Kampf gegen Disney

Um den baldigen Verlust der Disney-Programme abzufedern, investiert Netflix nun auch massiv in Kinder- und Familien-Content.

Mit knapp 140 Millionen Abonnenten ist Netflix weltweit der Marktführer im Video-on-Demand-Bereich, doch die Konkurrenz schläft nicht. Ende 2019 wird der hart umkämpfte Streaming-Markt um zwei weitere Konkurrenten reicher: Neben dem neuen Dienst von Warner geht nämlich auch der Unterhaltungsriese Walt Disney mit seinem eigenen Dienst Disney+ (also Disney Plus) an den Start. Damit bekommt Netflix dann nicht nur zusätzliche Rivalen, sondern wird seinen Kunden wohl schon bald zahlreiche attraktive und bisher lizenzierte Inhalte nicht mehr anbieten können. Titel namhafter Marken wie Disney Animation, Pixar, Marvel und Star Wars wird’s auf Netflix künftig also nicht mehr geben. Kunden, die Animationshits wie Die Eiskönigin, Ralph reichts oder Die Monster Uni sehen wollen, müssen künftig Disney+ abonnieren.

Mehr Content für Familien

Analysten sind indes überzeugt, dass der Verlust der Marken aus Disneys Filmuniversum Netflix hart treffen dürfte. Umfragen zufolge konsumieren knapp 60 Prozent der Netflix-Kunden, das sind immerhin rund 83 Millionen Haushalte weltweit, regelmäßig Kinder- und Familien-Content. Um eine große Abwanderung besonders bei Kunden, die familienorientiere Inhalte wünschen, zu verhindern, wird Netflix weiterhin massiv mit originären Inhalten punkten müssen. Im vergangenen Oktober präsentierte der Streaming-Gigant daher seine Bemühungen, um den Verlust der beliebten Disney-Programme abzufedern – und kündigte dabei gleich mehrere Filme und Serien namhafter Animationskünstler an. So wird etwa Oscarpreisträger Guillermo del Toro (Shape of Water) sein langgehegtes Traumprojekt realisieren – eine im faschistischen Italien angesiedelte Stop-Motion-Adaption von Pinocchio. Und Ex-Pixar-Veteran Glen Keane dreht das Fantasyabenteuer Over the Moon. Weitere angekündigte Projekte: My Father’s Dragon von Nora Twomey (Brendan und das Geheimnis von Kells), The Willoughbys von Kris Pearn (Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2) und Maya and the Three von Jorge Gutierrez (Book of Life) – die mexikanische Antwort auf Der Herr der Ringe.

Ende November gelang Netflix schließlich der Mega-Deal, der seine Ambitionen im Bereich der Familienunterhaltung unterstreicht. Dabei einigte sich der Streamingdienst mit der Familie des verstorbenen Kinderbuch-Autors Roald Dahl (1916–1990) unter anderem auf Adaptionen von Charlie und die Schokoladenfabrik, Matilda und Sophiechen und der Riese (auf Englisch: The BFG). Produziert werden sollen demnach animierte Event-Serien, die auf den Büchern des Kultautors basieren. 2019 dürfte jedenfalls schon die Prequel-Serie der Puppen-Fantasy Der dunkle Kristall (1982) an den Start gehen.

Mega-Deal mit Paramount

Dass Netflix neben Serien nun vermehrt auch in Filme investiert, ist nicht neu. Mit Paul Greengrass’ 22 July und The Ballad of Buster Scruggs der Coen-Brüder feierte man zuletzt erst große Erfolge – und Alfonso Cuarons Roma gilt derzeit gar als einer der Oscar-Favoriten schlechthin. Nachdem das Traditionsstudio Paramount, das u. a. für Filmreihen wie Transformers, Mission: Impossible und Star Trek verantwortlich zeichnet, mit The Cloverfield Paradox und Auslöschung schon zwei Filme, die eigentlich fürs Kino produziert wurden, an Netflix verkaufte, haben beide Firmen einen Deal über mehrere Filme abgeschlossen. Damit produziert Paramount fortan nicht mehr nur fürs Kino, sondern fungiert auch als Tech-Konzern-Zulieferer. Eine ähnliche Partnerschaft wurde kürzlich auch zwischen Apple und dem Mini-Studio A24 (Moonlight) angekündigt.

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