Am hellsten Tag, in schwärzester Nacht, entgeht kein Unrecht meiner Wacht! – Das schwören alle Green Lanterns, eine Art Weltraumpolizei, die ihre Macht aus grünen Ringen zieht, sobald sie in den intergalaktischen Green Lantern Corps, der von uralten, mächtigen Wesen, den Guardians of the Universe, geleitet wird, berufen werden. Der Sektor 2814 ist es, in dem die Erde ihre Runden zieht, stets am Rande des Epizentrums der galaktischen Konflikte. Dass eines Tages ein Mensch, nämlich der Testflugpilot Hal Jordan (Chandler) von einem grünen Ring zum Wächter dieses Sektors berufen wurde, überraschte unter den Green Lanterns viele. Vor allem, weil Menschen nicht als geeignete Kandidaten für den Job gesehen wurden.
Noch bizarrer wird es aber, als der junge, unerschrockene John Stewart (Pierre) auftaucht. Normalerweise sucht der Ring seinen eigenen Nachfolger, wenn sein Träger verstirbt. John hingegen wurde von den Guardians als ein Nachfolger für Hal ausgesucht. Dieser muss John anno 2016 nun zur Green Lantern ausbilden. Von dem strahlenden Helden, den der kleine John noch 1995 im Fernsehen gesehen hatte, ist nicht mehr viel übrig. Hal ist ein Zyniker geworden, der seine Pflichten noch wahrnimmt, aber selbst gerne mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Der Anzug? Kein Interesse! Das eher schleppende Training der beiden wird jäh unterbrochen, als ein altes Hologramm Hals auftaucht, das ihn warnt: „Es gibt Hagel in Nebraska.“ Sofort düst der Superheld ins verschlafene Nest Rushville ab, John im Schlepptau. Dort ist es auf einem Football-Feld zu einer Schießerei gekommen. Aber ,Hagel‘ bedeutet, es sind nicht irgendwelche Opfer und Täter. Vielmehr sind unter den Toten und Verdächtigen Aliens, die sich auf der Erde niedergelassen haben
Besser als das plumpe Ryan-Reynolds-Abenteuer von 2011 ist "Lanterns" allemal. Aber wer wilde Superhelden-Action erwartet, wird über weite Strecken enttäuscht sein. Die Showrunner Chris Mundy, Damon Lindelof und Tom King werfen hier Mystery, Thriller, Western und ein wenig Übernatürliches in einen Mixer, der auch noch auf Sparflamme rotiert. Man kann nur hoffen, dass die Serie im Falle einer zweiten Staffel mehr Momentum und Pepp gewinnt.

