Staffel 1: Die Geschichte der Videospielverfilmung „Fallout“ setzt in einem alternativen, retrofuturistischen Amerika des Jahres 2077 ein. Genauer gesagt, bei einer Kindergeburtstagsparty im sonnigen Los Angeles. Ausstattung, Kostüme und Fahrzeuge erinnern an die 50er- und 60er-Jahre. Die sommerliche Idylle endet jäh, als in und um L. A. in rascher Folge vier Atombomben einschlagen.
Die eigentliche Handlung startet erst 219 Jahre später, und zwar im Bunker 33. Wie wir erfahren, fanden einst einige zehntausend Menschen Zuflucht in strahlungsgeschützten Bunkern – genannt Vaults. Lucy MacLean (Ella Purnell) ist eine von ihnen. Sie sehnt sich nach einem Partner, also wird eine Ehe mit einem jungen Mann aus einem benachbarten Bunker arrangiert.
Als man die Versiegelung zum Vault 32 öffnet, machen die Nachbarn bei genauerem Hinsehen einen leicht verwahrlosten Eindruck, erwähnen kurz Probleme mit einer Ernte. Doch Lucy hat nur Augen für ihren Bräutigam, mit dem sie sich unmittelbar nach der Heirat in ihre privaten Gemächer zurückzieht.
Rasch muss die junge Braut aber feststellen, dass etwas nicht stimmt. Ihr Ehemann und alle Besucher aus dem Nachbarbunker entpuppen sich als Bewohner von der verseuchten Oberfläche. Jetzt bricht die Hölle los. Als die Eindringlinge ihren Vater entführen, beschließt Lucy, den Bunker zu verlassen, um ihn zu retten …
Staffel 2: Willkommen zurück in der postapokalyptischen Welt mehr als 200 Jahre nach einem verheerenden atomaren Weltkrieg! Die erste Staffel der Videospieladaption von „Westworld“-Erfinder Jonathan Nolan bot einen bildgewaltigen und unterhaltsamen Mix aus ziemlich brutalem Splatter und schwarzem Humor, der bei Publikum und Kritik hervorragend ankam und – bei 17 Nominierungen – mit zwei Emmys ausgezeichnet wurde, u. a. für den furiosen Soundtrack. In den neuen acht Folgen gibt es nicht nur ein Wiedersehen mit zentralen Figuren wie Lucy (Ella Purnell), dem nasenlosen Ghul (Walton Goggins) und Maximus (Aaron Moten), erstmals taucht auch die gefährlichste Kreatur des Ödlands auf: die ikonische Todeskralle (im Original: Deathclaw) ...
Staffel 1: Basierend auf der hocherfolgreichen Videospielreihe „Fallout“, in der der Retro-Charme der 50er-Jahre auf ein postapokalyptisches Szenario trifft, präsentiert Amazon Prime Video eine aufwendige Serienadaption in acht Teilen von „Westworld“-Macher Jonathan Nolan – Christopher Nolans („Oppenheimer“) kleinem Bruder, der u. a. für meisterliche Drehbücher wie „Memento“ (2000), „The Dark Knight“ (2008) und „Interstellar“ (2014) verantwortlich zeichnete. Im Cast der Serie sind hauptsächlich Jungstars zu finden, klingende Namen wie Walton Goggins und Kyle MacLachlan stechen hervor.
Fazit: Heute ist die Angst vor dem Klimawandel groß, in den 50ern und 60ern fürchteten die Menschen am meisten, dass es im Kalten Krieg zur nuklearen Katastrophe kommen könnte. Diese Gefahr drückte auch kreativen Ventilen immer wieder ihren Stempel auf. Ein solches ist das Videogame Fallout, das, eingebettet in einer 50er-Jahre-Ästhetik, in einer postapokalyptischen Welt spielt, in der im Jahr 2077 ein Atomkrieg die Welt zerstört hat. Optisch und mit dem musikalischen Sound der 50er bereits eine Wucht, gelingt der Serie die Gratwanderung zwischen tragisch und guter Unterhaltung ohne Vorwissen.
Staffel 2: Die in einer postapokalyptischen Welt mehr als 200 Jahre nach einer nuklearen Katastrophe angesiedelte Videospielverfilmung begeistert auch in der zweiten Staffel mit der gewohnt bildgewaltigen, zwischen Zeitebenen, Figuren und Storylines elegant hin- und herhüpfenden Mischung aus absurdem Witz und blutiger Action. Lucy und der Ghul begeben sich auf der Suche nach Lucys Vater quer durchs Ödland nach New Vegas ... Fies ist, dass es nach dem Start nur eine neue Folge pro Woche gibt!








