Beef
Beschreibung

Staffel 1: Nein, mit Rindfleisch hat diese schwarzhumorige Serie nichts zu tun. Mit dem Wort „Beef“ im Titel ist vielmehr der US-Slangausdruck für Streit gemeint. Hier gibt es zehn halbstündige Folgen lang Wickel der vergnüglichsten Art, einen mit Hinterfotzigkeit zelebrierten Zwist zweier Sturköpfe.

Alles beginnt mit einer alltäglichen Konfliktsituation im Straßenverkehr, die – angeheizt durch das Zeigen des Stinkefingers – schnell in eine Verfolgungsjagd quer durch Los Angeles ausartet. Handwerker-Karren vs. schicker weißer SUV. Und das ist erst der Auftakt zu einem irren Kleinkrieg zwischen zwei Menschen, die gerade viel um die Ohren haben und sich in ihrem Unglück suhlen. Auf der einen Seite haben wir Danny Cho (Steven Yeun), einen erfolglosen Kleinunternehmer mit schwachem Ego, auf der anderen Seite Amy Lau (Ali Wong), die gestresste Inhaberin eines noblen Pflanzengeschäfts, die von ihrem Ehemann und dessen Tipps zur Entspannung (etwa das Führen eines „Dankbarkeitstagebuchs“) hochgradig genervt ist. Im jeweils anderen haben die Streithanseln den perfekten Sündenbock für alles Negative gefunden …

Staffel 2: Die zweite Staffel der Hitserie spielt in einem schicken Country Club – und bietet erneut hinterfotzig zelebrierte Streitigkeiten unter Sturschädeln In der ersten Staffel von „Beef“ (der Titel bezieht sich auf den US-amerikanischen Ausdruck für Streit) artete eine an sich alltägliche Konfliktsituation im Straßenverkehr – angeheizt durch das Zeigen des Stinkefingers – in einen irrwitzigen Kleinkrieg unter zwei sturen Streithanseln aus: ein höchst vergnüglicher Spaß, der Einblicke in tiefe menschliche Abgründe gab und mit acht Emmys und drei Golden Globes belohnt wurde. In der Fortsetzung darf man sich auf weitere eskalierende Auseinandersetzungen gefasst machen. Allerdings mit völlig neuen Charakteren und dem Fokus auf Generations- und Pärchenstreitigkeiten sowie Machtstrukturen und Arbeitsplatz-Dynamiken. Jung gegen Alt, Arm gegen Reich, jeder gegen jeden.

Schauplatz des Geschehens ist ein elitärer Country Club für Promis und Gutbetuchte. Im Zentrum stehen zwei unterschiedliche Paare, die dort beschäftigt sind. Josh (Oscar Isaac) und seine Frau Lindsay (Carey Mulligan) leiten den Schuppen, Ashley (Cailee Spaeny) und ihr Verlobter Austin (Charles Melton) arbeiten dort in prekären Jobs. Erstere sind Millennials und führen eine nur mehr nach außen glückliche Ehe, Zweitere gehören zur Generation Z und versichern sich bei jeder Gelegenheit, wie sehr sie einander lieben. Die Story hebt an, als Ashley und Austin per Zufall einen ausufernden Streit zwischen ihren Bossen Josh und Lindsay mitbekommen – und mit dem Handy aufnehmen. Es folgt ein mit ausgeklügelten Schachzügen, Intrigen und Erpressungsversuchen gespickter Kleinkrieg zwischen den Paaren, die untereinander auch um die Gunst von Chairwoman Park, der milliardenschweren neuen Eigentümerin des Country Clubs, buhlen. Die Situation spitzt sich immer weiter zu, mit ständig wechselnden Etappensiegen, unerwarteten Allianzen und höchst ungewissem Ausgang …

TV-Media Bewertung

Staffel 1: Steven Yeun kennt man aus „The Walking Dead“ und wegen seiner Oscarnominierung 2021 für „Minari - Wo wir Wurzeln schlagen“. Und Ali Wong erhielt für ihr Stand-up-Special „Don Wong“ eine Emmy-Nominierung. Ausgedacht hat sich das alles kein Österreicher, wie man wegen der nuancierten Boshaftigkeiten vielleicht annehmen könnte, sondern der Koreaner Lee Sung Jin. Fazit: Genüßlich zelebrierter Kleinkrieg zwischen sturen Streithanseln!

Staffel 2: Wie schon in Staffel 1 hat der in Seoul geborene und abwechselnd in Südkorea und den USA aufgewachsene Serienschöpfer Lee Sung Jin auch diesmal wieder zahlreiche Reminiszenzen an seine alte Heimat eingebaut. Was sich auch im Cast widerspiegelt: Austin-Darsteller Charles Melton ist Halbkoreaner, Chairwoman Park wird von Youn Yuh-jung (Oscar 2021 für „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“) gespielt, deren Ehemann Dr. Kim von „Parasite“-Star Song Kang-ho. Auch K-Pop-Fans dürfen sich freuen: Der bekannte Rapper BM von der Band KARD gibt sein Schauspieldebüt als umtriebiger Tennislehrer Woosh. Den Hauptunterschied zu Staffel 1 skizzierte Lee Sung Jin so: „Diesmal sollte das Feeling mehr in Richtung passiv-aggressiv gehen, es dreht sich mehr um die Unterdrückung von Wut am Arbeitsplatz.“

Das großartig gespielte, tiefschwarze Psychodrama erzählt Substantielles über Generationen-, Beziehungs- und Klassenkonflikte – und unterhält dabei prächtig.

Darsteller und Crew

Episoden

1
Episode 1
Episode 1

2022
Wo läuft's?
2
Episode 2
Episode 2

2022
Wo läuft's?
3
Episode 3
Episode 3

2022
Wo läuft's?
4
Episode 4
Episode 4

2022
Wo läuft's?
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Episode 5
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2022
Wo läuft's?
6
Episode 6
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Wo läuft's?
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Episode 7
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Wo läuft's?
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Episode 8
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Wo läuft's?
9
Episode 9
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2022
Wo läuft's?
10
Episode 10
Episode 10

2022
Wo läuft's?