Die unendliche Geschichte - Remastered | Wer kennt sie nicht, die legendären Figuren der "Unendlichen Geschichte": den Glücksdrachen Fuchur, die uralte Morla, die Rennschnecke, den Steinbeißer und die anderen wunderlichen Gestalten? Sie al..

Wer kennt sie nicht, die legendären Figuren der "Unendlichen Geschichte": den Glücksdrachen Fuchur, die uralte Morla, die Rennschnecke, den Steinbeißer und die anderen wunderlichen Gestalten? Sie alle versammeln sich im magischen Reich Phantásien, das Star-Produzent Bernd Eichinger für knapp 60 Millionen Mark in den Münchner Bavaria Studios erstehen ließ. Und die deutsche Filmwirtschaft stand Kopf: In einer Zeit, in der man für einen deutschen Film allerhöchstens mal zehn Millionen Mark springen ließ, produzierte der seinerzeit 34-jährige Eichinger für besagte 60 Millionen Mark den damals mit Abstand teuersten und aufwendigsten deutschen Film. Der nicht nur für teutonische Verhältnisse ungeheure Aufwand, der dabei getrieben wurde, zahlte sich aber aus: Das Publikum liebte den Film und die internationalen Kinokassen klingelten wie das Geschmeide der Herrscherin von Phantásien. Eichingers Risikobereitschaft hat sich also gelohnt - herausgekommen ist dabei mitreißendes Family Entertainment, das sich hinter Hollywood-Produktionen nicht zu verstecken braucht; ein Fantasy-Spektakel mit liebenswert-skurrilen Figuren, das durchaus in der Tradition der europäischen Mythen- und Märchenwelt steht, voller mystisch-allegorischer Symbolik steckt und dennoch höchst unterhaltsam ist. Eichinger konnte für alle Bereiche der Produktion internationale Könner ihres Fachs anheuern, besonders bei den Spezialeffekten - und natürlich der Regie: Nachdem Regisseur Wolfgang Petersen bereits mit seinem "Boot" wenige Jahre zuvor internationalen Ruhm erntete, ebnete ihm sein erster englischsprachiger Film den Weg nach Hollywood. Nach der "Unendlichen Geschichte" folgten internationale Box-Office-Hits wie "In the Line of Fire", "Outbreak" und "Air Force One". Michael Ende, seines Zeichens Starautor und Meister des neudeutschen Kunstmärchens, war mit der "Gigantomanie" der Verfilmung nicht einverstanden und zog seinen Namen von der Produktion zurück. Dennoch gab es 1990 einen zweiten Teil der "Unendlichen Geschichte" unter der Regie des schottischen Regisseurs George Miller (nicht zu verwechseln mit dem "Mad Max"-Regisseur) sowie einen dritten Teil 1994, der allerdings mit Endes Geschichte nichts mehr zu tun hatte und lediglich auf den bekannten Charakteren basierte.
Regie
Wolfgang Petersen
Darsteller
Barret Oliver, Gerald McRaney, Chris Eastman, Darryl Cooksey, Nicholas Gilbert, Thomas Hill, Deep Roy, Tilo Prückner, Moses Gunn, Noah Hathaway, Sydney Bromley, Patricia Hayes, Tami Stronach