Monkey Man

Beschreibung

Kid (Dev Patel) bekommt regelmäßig bei Untergrund-Kämpfen auf die Fresse. In seiner Affenmaske lässt er sich durch den Boxring des schmierigen Wettkampforganisators Tiger (Sharlto Copley – immer gern gesehen!) prügeln. Die Kämpfe sind jedoch manipuliert.

Kid verliert – für Geld – mit Absicht. Geld, das er braucht, um eine Waffe zu kaufen. Denn Kid ist getrieben von Rache. Sein Heimatdorf im Wald wurde unter einem lächerlichen Vorwand „geräumt“, zahlreiche Menschen, auch seine Mutter, wurden getötet, die Häuser abgefackelt.

Der widerliche Polizeichef Rana (Sikandar Kher) leitete diese Operation im Auftrag des religiösen Führers Baba Shakti (Makarand Deshpande). Kid will sie bluten sehen …

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Rezension: Unsere Kritik zum Film

„John Wick“ in Mumbai – so wird „Monkey Man“ teilweise beworben. Die Parallelen sind da, jedoch wird der Vergleich keinem von beiden Streifen gerecht. Schauspieler Dev Patel inszeniert mit seinem Regiedebüt einen Actionstreifen, der nicht nur mit ganz starken Kampf- und Verfolgungsszenen (und einem Top-Soundtrack) begeistert, sondern auch als eindringliche Abrechnung mit der indischen Politik und Gesellschaft fungiert.

Deshalb gibt es durchaus Sequenzen, wo das Tempo merklich herausgenommen wird. Für manche womöglich etwas zu viel, doch damit gibt Patel seinem Protagonisten Tiefe und Antrieb. Wenn der dann die Bösen mit Messern und bloßen Fäusten niedermetzelt, dann hat das eine persönliche Note. Man spürt Hass, Wut, Trauer.

Dabei macht Patel auch eine richtig gute (durchtrainierte) Figur. Der Brite mit indischen Wurzeln hat sich vom süßen „Slumdog Millionär“ (2008) zum unerbittlichen „Monkey Man“ (2024) entwickelt. Und wenn die Welt irgendwann bereit ist für einen nicht-weißen James Bond: Dev Patel ist es jetzt schon!