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700 Filme, die an Feiertagen nicht im Fernsehen gezeigt werden dürfen!

Wussten Sie, dass es eine FSK-Liste mit 700 Filmen gibt, die an stillen Feiertagen (also z. B. am Karfreitag) nicht im Fernsehen gezeigt werden dürfen? Den simplen Grund verdanken Filmseher übrigens der Kirche: Der „ernste Charakter“ der Feiertage soll eingehalten werden! Wir listen die skurrilsten Werke dieser Liste auf.

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Bernhard Steiner
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Die übernatürliche Kultkomödie „Ghostbusters – Die Geisterjäger“ (1984) ist einer der 700 Filme, die an (christlichen) Feiertagen nicht im Fernsehen gezeigt werden dürfen!

© YouTube (Screenshot aus Trailer zu „Ghostbusters – Die Geisterjäger“ / Columbia Pictures / Columbia-Delphi Productions / Black Rhino)

Der Karfreitag gilt für Christen als der strengste Fasttag des Jahres: Fleisch steht an diesem Tag ausnahmsweise nicht auf der Speisekarte, Fisch hingegen ist kein Problem. Fasten müssen allerdings auch Cineasten, denn es existiert eine Liste mit „verbotenen Filmen“, die an stillen Feiertagen (z. B. Aschermittwoch, Karfreitag, Allerheiligen und Heiligabend) nicht im Fernsehen gezeigt werden dürfen.

Was bedeutet FSK?

Die Abkürzung „FSK“ steht für „Freiwillige Selbstkontrolle“.

Herausgegeben wird besagter Index verbotener Feiertagsfilme von der GmbH „Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft“. Das sind jene Menschen, die Altersfreigaben für Filme bestimmen und mit weißen (ab 0 Jahren), gelben (ab 6 Jahren), grünen (ab 12 Jahren), blauen (ab 16 Jahren) oder roten (ab 18 Jahren) Stickern oftmals die Hüllen von DVDs und Blu-rays verschandeln.

Dass solche Altersfreigaben wichtig sind, steht natürlich außer Frage, bei manchen Filmen (aber auch Videospielen) lässt sich allerdings darüber diskutieren, ob zu hohe (oder teils auch viel zu niedrige) Einstufungen tatsächlich gerechtfertigt sind.

In Österreich greifen übrigens andere Regeln als in Deutschland – so werden beispielsweise Videospiele in Österreich nach wie vor ungeschnitten verkauft (es darf Blut spritzen und stellenweise werden auch Gliedmaße abgetrennt), wohingegen Deutschland bei brutalen „Ab 18“-Titeln radikal zur Schere greift – die bunten Aufkleber werden aber auch hierzulande auf die Verpackungen geklatscht.

Heidi und der Terminator gelten als unchristlich

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Bereits erwähnte Liste beinhaltet zu einem Großteil Filme, die gegen den „ernsten Charakter“ der Feiertage verstoßen.

Dass man zu Weihnachten nicht unbedingt eine Splatterorgie à la „Saw“ (2004) im öffentlichen Fernsehen ausstrahlt, liegt wohl auf der Hand.

Es befinden sich allerdings auch skurrile Schmankerl unter den Werken: Der Zeichentrickfilm „Heidi in den Bergen“ (1975) wäre solch eines. Arnold Schwarzeneggers „Terminator“ (1984) ist ebenso unchristlich wie Bruce Lees „Der Unbesiegte“ (1981) – generell wird in der Liste viel Action aus den 60ern, 70ern und 80ern aufgezählt.

Bud Spencer und Terence Hill haben ebenfalls Prügelverbot

Ebenfalls verboten: alle „Police Acadamy“-Filme (bis auf den fünften Ableger), „Ghostbusters – Die Geisterjäger“ (1984), „Gremlins 2 – Die Rückkehr der kleinen Monster“ (1990), „Aliens – Die Rückkehr“ (1986) sowie die Teile 3, 6 und 7 von „Eis am Stiel“.

Politischen und satirischen Filmen steht die FSK ebenfalls kritisch gegenüber. So dürfen weder „Das Leben des Brian“ (1979) noch „Farm der Tiere“ (1945) gezeigt werden.

Auch Bud Spencer und Terence Hill haben es nicht am klerikalen Filter vorbeigeschafft: „Banana Joe“ (1982), „Vier Fäuste für ein Halleluja“ (1971) und „Zwei vom Affen gebissen“ (1969) stehen auf der umfangreichen Wanted-Liste.

Wer die Filme daheim im DVD-Regal stehen hat, kann den Silberling hingegen freilich unbekümmert einlegen und die Filme jederzeit genießen ;-)

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ÜBER DEN AUTOR

Bernhard Steiner

Bernhard Steiner

Portal-Manager von TV-MEDIA, der mit seinem Faible für Film und Kino die größte Entertainment-Website Österreichs in Schuss hält. Liebt es, am Wochenende mit dem Millennium Falcon durch Mittelerde zu düsen und beim Pizzaessen mit den Teenage Mutant Ninja Turtles über Animes zu schwadronieren.