Unfamiliar

Unfamiliar

Beschreibung

Vor sechzehn Jahren waren Meret (Susanne Wolff, Sisi & Ich) für einen Einsatz in Belarus. Was dort passiert ist, holt sie nun ausgerechnet am Geburtstag ihrer Teenie-Tochter wieder ein. Das Ehepaar war früher für den BND tätig und betreibt heute ein Safe House in Berlin. Dort versorgen sie verletzte Agenten und alle, die anonym Hilfe brauchen. Mitten beim Geburtstagessen erhält Simon einen Anruf, ein angeschossener Söldner benötigt ihre Dienste. Es ist der Anfang eines Katz-und-Maus-Spiels, in dem das Paar mit den weitreichenden Entscheidungen in seiner Vergangenheit konfrontiert wird und es mit russischen Agenten, Ex-Kollegen und dem heutigen Team des BND (u.a. Laurence Rupp) zutun kriegt. Die beiden drohen das wichtigste in ihrem Leben zu verlieren: Kind und Ehe.

Trailer
Unfamiliar – Trailer© YouTube
TV-Media Bewertung

Die familiären Dynamiken fungieren als Tür in die Welt der Spionage voller internationaler Verschwörungen, geheimer Deals, Auftragskiller und wechselnder Allianzen. Im Kern geht es um eine Partnerschaft, die durch eine Lüge erschüttert wird. Die sechsteilige deutsche Netflix-Produktion kann sich durchaus mit europäischen Prestigeserien messen und setzt auf Ernsthaftigkeit. Die Figuren wandeln mit gefasster Miene durch ein düster inszeniertes Berlin. Meistens bei Nacht, niemals in der Sonne. Die Kampfszenen sind wuchtig umgesetzt und gehen an die Nieren, obwohl hier nie das Blut spritzt. Die erschaffene Parallelwelt ist glaubwürdig, das Familiengefüge nachvollziehbar, und doch bleibt "Unfamiliar" am Ende blass. Das zentrale Mysterium erschließt sich schnell, zu viele Nebenfiguren verkomplizieren den Spionageplot. Routiniert, aber selten packend.

Darsteller und Crew