Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden

Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden

Beschreibung

Die neueste Staffel der Anthologieserie dreht sich um Lizzie Borden, die im 19. Jahrhundert in einem strikten viktorianischen Haushalt mit ihrem Vater Andrew (Charlie Hunnam) und dessen zweiter Frau Abby (Rebecca Hall) lebt. Nur das Dienstmädchen Bridget (Vicky Krieps) gibt Lizzie Halt, zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine intensive Beziehung. Welche Waffe sich wohl am besten für den Elternmord eignen würde? Wie schon in der letzten "Monster"-Staffel, die mit Ed Geins Einfluss auf die Filmgeschichte spielte, wird nun Lizzie Bordens Schicksal mit zwei weiblichen ‚Monstern‘ verknüpft. Vicky Krieps tritt in einer Doppelrolle auch als Elizabeth Báthory auf, die ungarische ‚Blutgräfin‘ aus dem 16. Jh. wird gerne mit dem Vampirismus in Verbindung gebracht. Sarah Paulson spielt in einer dritten Zeitebene die Prostituierte Aileen Wuornos, die 1990 sieben Männer ermordete.

Trailer
Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden – Trailer© YouTube
TV-Media Bewertung

Ob Lizzie wirklich die Täterin war, interessiert die Serienschöpfer Ryan Murphy und Ian Brennan weniger. Genüsslich werfen sie historische Fakten über Bord, um die gewohnt überstilisierte, äußerst blutige Geschichte einer Frau zu erzählen, die von den sie einengenden Umständen zu Gewalt getrieben wird. Als Inspiration dient vielmehr ein makaberer Kinderreim über Borden, der den brutalen Axt-Doppelmord landesweit bekannt machte. Wenn man über die auf alle Staffeln zutreffenden Kritikpunkte (Überstilisierung, Gewaltverherrlichung, Verklärung der 'Monster') und die teils absurde und reißerische Umdeutung der historischen Ereignisse hinwegsehen kann, bekommt man hier eine gewohnt packende und ultrabrutale Miniserie mit einigen famosen Schauspielleistungen, allen voran von Rebecca Hall und Vicky Krieps.