Alien: Earth

Alien: Earth

Beschreibung

Ein legendärer Sci-Fi-Klassiker, der neu fürs Fernsehen konzipiert wird und sich mit der ethisch aufgeladenen Frage nach künstlicher Intelligenz, den Grenzen zwischen Roboter und Mensch und dem dünnen Band dazwischen auseinandersetzt? Eigentlich hatten wir das ja schon bei der Serie „Picard“, für die Patrick Stewart erneut als „Star Trek“-Kapitän ins Kostüm schlüpfte. Aber auch Noah Hawley – jener Mann, der bewies, dass man einen Coen-Brüder-Film wie Fargo erfolgreich in Serie bringen kann – interessiert sich für die künstlich geschaffenen Wesen und ihre Lebenswelten. Allein: Er verpackt das Ganze in das Universum der „Alien“-Filme. „Alien: Earth“ ist, so erzählt er im Gespräch mit TV-MEDIA, eine Reflexion über Natur und Technologie: „Ich ziehe Kinder in einer Welt groß, in der sich die Natur und vielleicht irgendwann die von uns geschaffene Technologie gegen uns zu wenden beginnt. Genau darum geht es für mich in Alien. Die Menschheit ist gefangen zwischen der KI-Zukunft und den Monstern der Vergangenheit.“ Ausdrucksmittel dieser Balance zwischen humanoid und künstlich ist Wendy (Sydney Chandler). Einst ein menschliches, todkrankes Kind namens Marcy, wurde ihr Bewusstsein in einen synthetischen, erwachsenen Körper verpflanzt. Mastermind der Operation ist der superreiche Milliardär Boy Kavalier (Samuel Blenkin). Seine Firma Prodigy Corporation ist einer der zahlreichen Superkonzerne, die die Erde und die Kolonien beherrschen. In der „Alien“-Welt von Noah Hawley ist der (fiese) Konzern Weyland-Yutani nur einer von vielen globalen Playern, und der anonyme, ausbeuterische Konzern ein Ding der Vergangenheit. Boy Kavalier ist das Gesicht seiner Marke, was nicht von ungefähr an die modernen superreichen „Tech-Boys“ aus Silicon Valley erinnert. „In unserer heutigen Zeit haben unsere Konzerne Gesichter,“ so Hawley. „Hätte ich also die 1970er-Version des Kapitalismus umgesetzt, hätte sich das für die Welt, in der wir heute leben, nicht richtig angefühlt.“ So wie Kavalier der ewig jugendliche CEO ist, so ist auch der Name Wendy für den ersten Hybriden kein Zufall.

Ihr folgen alsbald Slightly, Tootles, Smee, Curly und Nibs. Nun wird klar: Man hat es hier mit einer ganzen Schar an „Peter-Pan“-Figuren zu tun. Kinder, die nicht erwachsen werden (können). Als moderne Interpretation wird die Pan-Figur gern einmal düster gedeutet: Jener skrupellose Bub, der Kinder entführt, sie für seine Spielchen einspannt und nicht die echten Menschen dahinter sieht. So schickt auch Boy Kavalier, der ewig junge, verspielte Pan, seine teure, hochmoderne Hybridentruppe unter der Leitung des Androiden Kirsh (Timothy Olyphant) einfach mal so zu einer gefährlichen Einsturzstelle in New Siam. Ein Schiff der Weyland-Yutani-Truppe ist auf ein Hochhaus abgestürzt. Die „verlorenen Jungs“ sollen bei der Rettungsaktion helfen und nach wertvollen Gütern suchen. Wendy trifft dort auf ihren menschlichen Bruder Joe (Alex Lawther), einen Sanitäter, den sie nie ganz vergessen konnte. Aber sie stoßen auch auf das Alien, das Boy Kavalier, gierig wie er ist, sofort zwecks Recherche auf seine Insel Nimmerland zurückbeordert …

TV-Media Bewertung

Bis es dann richtig plastisch blutig und actionreich wird, dauert es eine Weile. Durch die Serialisierung der Geschichte dienen die ersten Folgen vor allem der Charakteretablierung, was nicht ohne Längen vor sich geht. Doch Noah Hawley versteht es, die alten Filme zu ehren – und dabei etwas völlig Neues zu schaffen. Braucht ein bisschen, dann spannend und richtig gut!

Darsteller und Crew

Episoden

1
Episode 1
Episode 1

2024
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