Beschreibung
2019 kam ein kleiner, aber feiner Horrorfilm vom Genrespezialisten Alexandre Aja in die Kinos: „Crawl“. Darin muss eine Frau ihren Vater retten, nachdem sich dessen Haus wegen eines Hurrikans langsam mit Wasser – und Alligatoren! – füllt. Der Film wurde durchwegs positiv aufgenommen und lukrierte immerhin 91 Mio. Dollar.
„Thrash“ wird sich aufgrund der auf der Hand liegenden Ähnlichkeiten wohl unweigerlich an „Crawl“ messen lassen müssen. Im US-Movie des Norwegers Tommy Wirkola gibt es ebenfalls einen Hurrikan, der für Überschwemmungen sorgt. Nur sind es dieses Mal Haie, die Jagd auf die Menschen machen. Da wären etwa die hochschwangere Lisa Fields (Phoebe Dynevor), die für sich und ihr Baby ums Überleben kämpft. Ebenfalls mit den Haien zu tun bekommen es Meeresforscher Dale Edwards (Djimon Hounsou) und dessen Nichte Dakota (Whitney Peak), die unter Platzangst leidet, sowie die drei Pflegekinder Dee (Alyla Browne), Ron (Stacy Clausen) und Will (Dante Ubaldi).
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Rezension: Unsere Kritik zum Film
Seit Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ von 1975 haben sich Horrorfilm mit Haien als eigenes Horror-Subgenre etabliert. Seither vergeht kaum ein Sommer, in dem kein neuer Hai-Horrorreißer à la „The Shallows“ (2016), „47 Meters Down“ (2019) sowie Action-Reihen wie „Meg“(2018) erscheint. Und weil es immer wieder Erfolge wie zuletzt „Im Wasser der Seine“ (2024) gibt, der auf Netflix über 100 Millionen Mal abgerufen wurde, ist auch klar: Hai-Horrorfilme werden nicht wegschwimmen.
Vorfreude auf „Thrash“ weckt auf jeden Fall Regisseur Tommy Wirkola. Zwar hat der Norweger in seiner Karriere nicht immer abgeliefert, aber sein vorletztes Werk „Violent Night“ (2022) war ein kleiner, fieser, brutaler und unterhaltsamer (Weihnachts-)Spaß, der heuer im Dezember fortgesetzt werden soll. Wenn „Thrash“ ähnlich ironisch-blutig wird, dann stehen die Zeichen gut. Auf der anderen Seite hatte „Thrash“, damals noch unter dem Namen „Beneath the Storm“, 2025 einen Kinostart. Der Film wurde dann aber ein Jahr verschoben und in „Shiver“ umbenannt, bevor Streamingriese Netflix die Rechte von Sony erwarb.
Fazit: Ein handwerklich sauber inszenierter Hai-Schocker, bei dem Genre-Fans durchaus auf ihre Kosten kommen dürften. Wem das noch nicht ausreicht: Actionspezialist Renny Harlin („Stirb langsam 2“) beschert uns heuer mit „Deep Water“ einen weiteren Hai-Horrorthriller!
