The Mandalorian and Grogu

The Mandalorian and Grogu

Beschreibung

Obwohl beide nicht gerade viele Worte verlieren, musste man den stets verhüllten Kopfgeldjäger Din Djarin und seinen Schützling Grogu über die seit 2019 erschienenen drei Staffeln von "The Mandalorian" einfach ins Herz schließen. Die Dynamik zwischen dem kontrolliert auftretenden, sich strikt an die sektenähnlichen Regeln der Mandalorianer haltenden Einzelgänger und seinem kleinen grünen Begleiter, von Fans passenderweise Baby Yoda genannt, war herzerwärmend und etwas völlig Neues im "Star Wars"-Kosmos. Das erste Filmabenteuer schließt an die drei Staffeln der Serie an und spielt einige Jahre nach "Episode VI" und dem Fall des Galaktischen Imperiums. Din Djarin (Pedro Pascal) und sein machtsensitiver Schüler Grogu arbeiten nun für die Neue Republik und schalten gegen Bezahlung imperiale Warlords quer durch die Galaxis aus. Der Film ist wie eine typische Folge strukturiert: Der Kopfgeldjäger und sein kleiner Begleiter bekommen einen Auftrag. Für die Offizierin Colonel Ward (Sigourney Weaver) sollen sie Rotta the Hutt, den Sohn des berüchtigten verstorbenen Gangsters Jabba, befreien, um im Gegenzug Informationen über einen von der Republik gesuchten Kriegsherren zu erhalten. Klingt simpel, ist es aber natürlich nicht. Wechselnde Allianzen, unklare Motive und düstere Machenschaften gestalten die Mission komplizierter als gedacht.

Rezension: Unsere Kritik zum Film

Das erste Langfilmabenteuer beginnt stark. In einer ausgedehnten Eröffnungssequenz sollen unsere Helden einen Anhänger des gefallenen Imperiums ausfindig machen. Regisseur Favreau reduziert die Dialoge und lässt die Bilder sprechen, die Sets wirken imposanter und die Actionszenen aufwendiger. Nicht erst als die längst ikonische Titelmelodie von Oscarpreisträger Ludwig Göransson ("Oppenheimer") das erste Mal im Kino ertönt, macht der Film klar: Diese Geschichte gehört nicht auf einen Fernseher, sondern auf die große Leinwand. Zumindest die ersten 15 Minuten, denn sobald die tatsächliche Handlung beginnt, geht es bergab. Durch die flache, uninspirierte Story fühlt sich "The Mandalorian and Grogu" an wie eine künstlich in die Länge gezogene Folge der Originalserie. Viel Vorwissen ist zumindest nicht nötig, der Film vermeidet es bewusst, inhaltlich konkret an die Serie anzusetzen. Gleichzeitig übertreiben es Drehbuchautor Dave Filoni und Favreau mit den Verweisen auf andere "Star Wars"-Geschichten. Zahlreiche Figuren aus den Animationsserien "The Clone Wars" und "Rebels" haben einen Auftritt. Jüngeren Fans dürfte das gefallen, Liebhaber der Originalfilme wird der ungelenke Fanservice eher irritiert zurücklassen. Schmunzeln kann man dafür über allerlei skurrile Details. So ist Rotta kein dicker Wurm, der nur auf der Couch liegt wie sein Vater, sondern ein muskelbepackter Gladiator, der ganz der Gen Z entsprechend an seinem familiären Erbe krankt. Gesprochen wird der stets traurig wirkende Kämpfer im Original von "The Bear"-Star Jeremy Allen White. Doch damit nicht genug, niemand Geringerer als Regielegende Martin Scrosese, einer der schärfsten Kritiker des homogenen Blockbusterkinos, leiht einer kleinen Nebenfigur, einem witzigen vierarmigen Standlbetreiber, seine Stimme. Das Herzstück des Films bildet wie gehabt die innige Beziehung zwischen Mando und Grogu, die hier zu gleichwertigen Hauptfiguren ausgestaltet werden. Ihre kleinen, für die Handlung nebensächlichen Interaktionen sind mitreißender als das Weltraumabenteuer um sie herum.

Kinoprogramm

Keine Vorstellungen im gewählten Zeitraum.