Beschreibung
Mit nur zwei Filmen seit 2022 hat sich der amerikanische Regisseur Zach Cregger in die Hollywood-A-Liga inszeniert. Nach dem überraschenden Horrorhit „Barbarian“ (2022) und dem ambitionierten „Weapons“ (2025), die beide mit Erzählstruktur, Zeitebenen und mehreren parallel verlaufenden Handlungssträngen spielen, schlägt der 45-Jährige mit seinem „Resident Evil“-Reboot einen deutlich geradlinigeren Weg ein. Aber eins nach dem anderen. Creggers „Resident Evil“ ist nicht die erste Verfilmung der seit Jahrzehnten erfolgreichen Gamereihe. Vielmehr markiert der Streifen nach „Resident Evil: Welcome to Raccoon City“ (2021) mit Kaya Scodelario den zweiten Rebootversuch innerhalb von fünf Jahren.
Was für den Neustart spricht? Regisseur Zach Cregger verspricht eine packende, wirklich gruselige Neuinterpretation der „Resident Evil“-Filmreihe. Dabei erzählt der Streifen eine völlig neue Geschichte. Creggers junger Protagonist Bryan (Austin Abrams) ist ein medizinischer Kurier, der gleich zu Beginn des Films den Auftrag erhält, eine Kühlbox mit einem menschlichen Organ von Krankenhaus A im Flachland zu Krankenhaus B in den Bergen Raccoon Citys, Colorado, zu transportieren. Auf seinem Weg muss er sich durch tückisches, verschneites Gelände kämpfen und zahllosen Menschen entkommen, die mit einem Virus infiziert wurden, das sich offenbar rasend schnell unter der Bevölkerung ausgebreitet und Hunderte von Menschen innert kürzester Zeit in monströse, abartig mutierte Kreaturen verwandelt hat. So findet sich Bryan unvermittelt in einem actiongeladenen, pausenlosen Kampf ums Überleben wieder, während in einer ebenso schicksalhaften wie grauenerregenden Nacht um ihn herum das totale Chaos ausbricht …
Trailer
Rezension: Unsere Kritik zum Film
Dass Cregger, selbst ein leidenschaftlicher Fan der Spiele („Ich habe sie immer und immer wieder gespielt“) es meisterhaft versteht, alltägliche Situationen in Albträume zu verwandeln, hat er schon in „Barbarian“ und „Weapons“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit seiner charakteristischen Präzision beim Aufbau seiner Filmwelten und seinem ausgeprägten Gespür fürs Horrorgenre avancierte er neben Filmemachern wie Jordan Peele („Get Out“, „Us“, „Nope“), Ari Aster („Hereditary“, „Midsommar“), Robert Eggers („The Witch“, „Nosferatu“) und zuletzt auch Osgood Perkins („Longlegs“, „The Monkey„) zu einer der aufregendsten Stimmen des modernen Horrorkinos. Als solche will er nun auch der „Resident Evil“-Neuinterpretation seinen ganz persönlichen Stempel aufdrücken. Dazu Cregger: „Die Spiele sind ein großartiger Maßstab für Survival-Horror. Mit dieser Geschichte zelebriere ich all das, was ich an ihnen liebe. Sie könnte sich irgendwo am Rande der Handlung eines der Spiele abspielen.“
Dass Cregger der richtige Mann für einen weiteren Rebootversuch war, beschloß Robert Kulzer, der die Horror-Franchise bereits seit fast 30 Jahren als Produzent begleitet, schon während ihrer ersten Begegnung: „Barbarian war gerade erschienen, und in Hollywood sprach jeder über Zach. Er wollte dieses Erlebnis rekreieren, das er und eine Generation von Gamern hatten, als sie in den Sog von „Resident Evil“ gerieten und sich genauso dem Untergang geweiht fühlten wie die Figuren im Spiel. Die Dunkelheit und Klaustrophobie dieser Welt sowie die Unausweichlichkeit der sich entfaltenden schrecklichen Ereignisse treffen dabei auf einen Spieler, dem es an Erfahrung, Vorbereitung und der Bewaffnung fehlt, um sich diesen Schrecken zu stellen.“
In der Folge präsentierte ihm Zach Cregger die Idee eines Films, der praktisch in Echtzeit abläuft: ein Mann, eine Mission, ein Ziel – und mit jedem Schritt geht die Welt um ihn herum etwas mehr den Bach runter. „Zach wollte einen echten Höllenritt erschaffen, ein immersives Erlebnis“, ergänzt Kulzer. „Er wollte das Publikum von der ersten Minute an bei der Hand nehmen – und bis zur 90. Minute nicht mehr loslassen. Zach hat all das eingelöst – und noch mehr!“
Dem können wir uns nur anschließen. „Resident Evil“ bietet exzellent inszeniertes Horrorkino – ein Genre-Hit, der nicht nur Fans der Spiele zu empfehlen ist. Im Gegenteil. Zach Creggers Werk erweist sich ganz nebenbei auch als eine der bisher besten Gameadaptionen. Chapeau!
