Ready or Not 2

Beschreibung

Der zweite Teil setzt an das letzte Bild des Originals "Ready or Not - Auf die Plätze, fertig, tot" an, in dem die junge Braut Grace in das bizzare Teufelsritual ihrer neuen Schwiegerfamilie verwickelt wurde und in einem brutalen Spiel um ihr Leben kämpfen musste. Grace sitzt nun auf der Teppe vor dem Le Domas-Anwesen, die Rettung kommt und bringt sie ins Krankenhaus. Dort taucht ihre entfremdete Schwester Faith (Kathryn Newton) auf, die immer noch als Graces Notfallkontakt angegeben ist. Die beiden haben sich seit Jahren nicht gesehen, die emotionalen Wunden sind tief. Bevor Grace ihr noch die wilden Ereignisse der vergangenen Nacht vollständig erklären kann, taucht ein mit vielen Messern bewaffneter Mann auf, der es auf Grace abgesehen hat. Denn ihr Überleben hat eine Klausel im Vertrag zwischen den fünf rivalisierenden Familien des Hohen Rates, denen auch die Le Domas vor ihrem gemeinsamem Ableben angehörten, aktiviert. In einer neuen Runde jagen die verbliebenen vier Familien nun Grace, als Gewinn wartet der Vorsitz der mächtigen Satanisten-Gruppe, die in Wahrheit die Welt regiert. Also muss sich Grace gemeinsam mit ihrer Schwester abermals gegen die blutrünstigen Reichen behaupten.

Rezension: Unsere Kritik zum Film

Neu als Jäger im Cast sind u. a. Sarah Michelle Gellar ("Buffy") und Shawn Hatosy "(The Pitt") als machthungriges Geschwisterduo und Regisseur David Cronenberg als ihr Vater sowie Elijah Wood ("Der Herr der Ringe") als Anwalt und verschmitzter Regelerklärer. Ähnlich wie die "John Wick"-Reihe erweitert Teil 2 die Welt um eine leicht überfrachtet wirkende Hintergrundgeschichte mit vielen Regeln und Figuren. Wer wen wann töten darf, ohne das heilige Abkommen des Hohen Rates zu verletzen, muss wieder und wieder erklärt werden, die simple Plotkonstruktion des Originals wirkt dagegen erfrischend reduziert. Anstatt um das Überleben einer sympathischen Figur, die sich von der ahnungslosen Braut zur geschickten Kämpferin wandelt, geht es im künstlich aufgeblasenen Sequel schließlich um nichts weniger als die Herrschaft über die gesamte Welt. Das ist dann alles doch ein bisschen übertrieben, auch wenn es mit einem Augenzwinkern daherkommt. Das als Radio Silence bekannte Regieduo Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett, das dank des Erfolgs von "Ready or Not" die "Scream"-Neuauflage (2022) sowie das Sequel "Scream V"I (2023) umsetzen durfte, hat sichtlich Spaß daran, in das Universum des ersten Teils zurückzukehren und sich einige flotte Actionszenen und kreative Kills (Waschmaschine!) einfallen zu lassen. Wenn Grace erneut in ihr blutverschmiertes Hochzeitskleid schlüpft, erinnert das an eine Superheldin, die das erste Mal ihr Kostüm anzieht. Doch trotz der vielen neuen Figuren und der ausgestalteten Mythologie fehlt der große Überraschungsmoment des ersten Teils – das Resultat ist mehr blutige Actionkomödie als satirischer Horrorfilm. Jeder Aspekt an "Ready or Not 2" ist zu erwartbar, von den spärlich gesäten Plottwists bis zu den zu Popsongs geschnittenen Kampfszenen. Das kennt man alles schon. Für Abwechslung sorgt die Schwesterndynamik zwischen der abermals beherzt aufspielenden, großartigen Samara Weaving als moderner Scream Queen und der coolen Kathryn Newton ("Freaky"), aus der der Film am Ende aber abseits kleiner Sticheleien und flacher Traumaverarbeitung zu wenig herausholt. Eine Fortsetzung, die zwar nichts falsch macht – aber am Ende dennoch etwas enttäuschend ist.

Kinoprogramm

Keine Vorstellungen im gewählten Zeitraum.