Beschreibung
Die Show "To Catch a Predator" war und ist in den USA ein popkulturelles Phänomen, sagt hierzulande aber wohl den wenigsten etwas. In "Primetime" spielt Robert Pattinson Chris Hansen, den Investigativjournalisten und Moderator der Show, der Mitte der 2000er vor laufender (versteckter) Kamera pädophile Männer überführte. Dafür nutzte er vermeintlich minderjährige ‚Lockvögel‘, konfrontierte die Täter anschließend und ließ sie von der Polizei abführen.
Trailer
Rezension: Unsere Kritik zum Film
Der junge Regisseur Lance Oppenheim hat sich im Doku-Genre einen Namen gemacht und legt hier die düstere Charakterstudie eines Mannes vor, der für die Quote zu allem bereit ist. Gekonnt spielt er mit der Videoästhetik und fängt die Welt des Reality-TV in dreckigen, körnigen Bildern ein. "Primetime" interessiert sich weniger für die medienpolitischen Ursachen und Folgen der Show und bleibt stattdessen ganz bei den Figuren, was dank des grandiosen Ensembles auch vollkommen aufgeht. Nicht nur Pattinson brilliert als schmieriger TV-Host, auch Merrit Wever und Skyler Gisondo bringen sich hier für die Award-Season in Stellung. Stark!
