Peaky Blinders: The Immortal Man

Peaky Blinders: The Immortal Man

Beschreibung

Vier Jahre nach dem Ende der Serie, die es seit 2013 auf sechs Staffeln brachte, erzählt Schöpfer Steven Knight, was aus Gangstercapo Tommy Shelby (Cillian Murphy) geworden ist. Der hat sich in seinen ehemaligen Landsitz verkrochen. Wir schreiben das Jahr 1940, England ist mitten im Zweiten Weltkrieg. Seine Schwester Ada (Sophie Rundle) ignoriert er, zu den Söhnen hat er keinen Kontakt. Seine Peaky Blinders existieren nicht mehr. Bruder Johnny (Joe Cole) und Tante Polly (Helen McCrory) sind schon lange tot, Bruder Finn (Harry Kirton) verstoßen, und auch Bruder Arthur inzwischen verstorben, (wobei die Abwesenheit der Gesundheit von Darsteller Paul Anderson geschuldet ist). Tommy will, heimgesucht von Geistern seiner Vergangenheit, ein Buch schreiben, die Zeit als Gangster, später Politiker und Faschistenbekämpfer sowie das Trauma des Ersten Weltkriegs hinter sich lassen.

Doch das Schicksal hat nicht vorgesehen, „dass er mit diesen Geistern lebt“, wie es Kaulo (Rebecca Ferguson), die Anführerin eines Irish Traveller-Clans, erklärt. Sie ist die Zwillingsschwester seiner einstigen Liebhaberin Zelda, mit der er seinen Erstgeborenen Duke gezeugt hatte. Der wird nun von Barry Keoghan verkörpert und hat die titelgebenden „Peaky Blinders“ neu auferstehen lassen. Noch brutaler führt er deren Geschäfte. Dort, wo Tommy sich gegen die Faschisten auflehnte, will er mit dem Hitler-getreuen Londoner John Beckett (Tim Roth) Geschäfte machen. Dieser will Großbritanniens Wirtschaft mit gefälschtem Geld zusammenbrechen lassen. Kaulo kann Tommy überreden, zurückzukommen, um seinen Sohn zu retten. Erst dann, erklärt sie ihm, könne seine gepeinigte Seele wirklich Ruhe finden …

Rezension: Unsere Kritik zum Film

So darf man sich noch ein letztes Mal daran erfreuen, wie Tommy in der Stadt aufräumt – und die Worte „Im Auftrag der Peaky Blinders“ fallen. Bisweilen schmerzt die Abwesenheit bekannter Gesichter, doch Showrunner Steven Knight schließt auf poetische Weise den Kreis. Tommy reitet noch einmal auf dem Pferd durch die Stadt, Nick Cave brummt den Titelsong „Red Right Hand“, Waffen werden auf Booten geschmuggelt, und im explosiven Finale geht’s für Tommy wie einst im Krieg durch einstürzende Tunnel zum Feind. Mit der Vergangenheit Frieden zu schließen, ist hier das Leitmotiv. Als Fan ist es nun leider auch an der Zeit, abzuschließen und den „Peaky Blinders“ Lebewohl zu sagen. Aber man kann ja immer wieder von vorne beginnen!