Beschreibung
Sie habe früh gelernt unabhängig zu sein, erklärt Krankenschwester Maya (Qualley) Charlie (Basso). Die Familie ist nicht im Bild, Feiertage wie Thanksgiving werden mit dem besten Freund Jason (Schwarzenegger) gefeiert. Doch ganz so einsam möchte Maya nicht mehr sein. Die Bekanntschaft mit Charlie über eine Second-Hand-Plattform beginnt sich zu einer echten Beziehung zu entwickeln. Es dauert nicht lange, und die beiden geben sich das Jawort. Kinder bekommen, um die Welt reisen – so viele Möglichkeiten eröffnen sich dem Paar. Natürlich kommt alles ganz anders, immerhin sind wir nach einem sehr detaillierten Kennenlern- und Romanze-Zusammenschnitt erst bei der Hälfte des Films angekommen. Wo andere ins Happy End schlittern, wird Maya nochmals der Boden unter den Füßen weggezogen. Die Ehe läuft, aber 2020 läuft nicht gut. Ob das wohl ein Ding wird, fragt Jason, als er einen Covid-19-Bericht im Fernsehen sieht. Ehe man sich versieht, schiebt Maya auch schon lange, nervenaufreibende Stunden im Krankenhaus. Charlie weicht in den wenigen Stunden daheim nicht von ihrer Seite. Doch was der Film bereits mit sehr viel Nachdruck etabliert hat: Der junge Mann ist Asthmatiker. Keine gute Idee, dass die beiden so viel Zeit miteinander verbringen. Die Tragödie lässt nicht lange auf sich warten …
Trailer
Rezension: Unsere Kritik zum Film
Wie geht also eine junge, traumatisierte, sich schuldig fühlende Frau mit Hyperunabhängigkeit und nur wenigen gesunden Verbindungen im Leben damit um? Sie bricht überstürzt ihre Zelte ab und setzt sich nach Europa ab, wo sie ihre Tage trinkend, essend, mit Gelegenheitssex und Online-Therapie verbringt. In Portugal lernt sie Felix kennen, der sie überredet nach England zu kommen. Doch kann sie wirklich einen Neuanfang wagen? Der Weg zur Selbstfindung ist für Maya gepflastert mit Postkartenansichten, Touri-Feeling und großen emotionalen Ansprachen. Man könnte dem Film den Kitsch vergeben. Woran es aber hapert, sind die Tempoprobleme des Skripts, das in manchen Momenten zu lange in der Situation verweilt, in anderen hastig in der Zeit voraushüpft. So kommt keine emotionale Schwere und keine Sympathie mit der Protagonistin auf, es bleiben nur sehenswerte Momente.
