Beschreibung
Schäfer George (Hugh Jackman) lebt mit seinen Schafen etwas außerhalb des kleinen Ortes Denbrook in England. Er kümmert sich rührend um seine Herde. Jedes Schaf hat einen Namen, Geld macht er mit dem Verkauf ihrer Wolle. Jeden Abend liest er seinen Schafen Kriminalromane vor. Die Tiere, die miteinander, aber nicht mit den Menschen sprechen können, lieben es mitzurätseln, wer der Täter oder die Täterin gewesen sein könnte. Vor allem Lily, das schlauste Schaf der Herde, hat meistens die richtige Antwort parat. Doch bald werden ihre Fähigkeiten, Verbrechen aufzuklären, auf die Probe gestellt. Denn der von seiner Herde geliebte George liegt eines Morgens tot vor seinem Wohnwagen. Tim Derry (Nicholas Braun), der überforderte und einzige Polizist der Stadt, geht von einem Herzinfarkt aus, doch Reporter Elliot Matthews (Nicholas Galitzine) ist rasch überzeugt, dass es Mord war. Elliot ist in der Stadt, um über ein lokales Festival zu berichten, sieht in dem Fall um George aber eine große Aufdeckerstory. Nach einem anfänglichen Schock ist auch Lily bereit, sich des Falls anzunehmen. Gemeinsam mit dem verfressenen Mopple (Chris O'Dowd) beginnt sie ihre Ermittlungen.
Rezension: Unsere Kritik zum Film
Der Krimiaspekt ist nicht das, was "Glennkill" ausmacht. Der Fall ist nicht sonderlich kreativ, und geübte Seher könnten die Lösung bald parat haben. Das macht an sich aber nichts. Der "Wohlfühlkrimi" lebt von den liebenswerten Figuren (Menschen wie Schafe), dem niedlichen Humor und den starken Botschaften, die er verbreitet. In der Originalfassung ist die Sprecherleistung durch die Bank stark. Julia Louis-Dreyfus (Seinfeld) und Chris O'Dowd (The IT Crowd) harmonieren toll, und Bryan Cranston (Breaking Bad) als Einzelgänger-Schaf Sebastian hat eine einnehmende sprachliche Präsenz. Bei den menschlichen Darstellern funktioniert Hugh Jackman als hantiger Schäfer mit goldenem Herz - trotz überschaubarer Leinwandzeit - gut. Daneben ist Nicholas Braun ein absolutes Highlight. Viele der Lacher gehen auf sein Konto, und er ist - neben den Schafen - das Herzstück des Films. Ein anderer emotionaler Anker ist das zuckersüße Winterlamm, das von der Herde verstoßen wird, weil es nicht im Frühling zur Welt gekommen ist. Hier wird auch eine der Botschaften klar, die der Film gekonnt einwebt: Es ist egal, wann oder wo man geboren wird. Außerdem ist Hinsehen und Erinnern, auch wenn es weh tut, ein zentrales Thema. All das macht "Glennkill" zu einer netten Unterhaltung für die ganze Familie, obwohl vereinzelte Szenen etwas gruselig für die ganz Kleinen sein könnten.
