Für immer ein Teil von dir – Reminders of Him

Für immer ein Teil von dir – Reminders of Him

Beschreibung

Nach fünf Jahren Haft kehrt Kenna Rowan (Maika Monroe) in ihre Heimatstadt Laramie zurück – angetrieben von einem Motiv: Sie will ihre kleine Tochter Zoe wiedersehen. Das Kind wurde ihr abgenommen, nachdem Kenna es im Gefängnis zur Welt brachte. Verurteilt wurde die junge Frau, weil sie angetrunken einen Unfall verschuldet hatte, bei dem ihre Lebensliebe Scotty (Rudy Pankow) starb. Während Kenna im Gefängnis saß, wuchs ihre Tochter ohne sie auf – und nun versucht die Heimkehrerin, sich vorsichtig dem Mädchen wieder anzunähern. Doch das gestaltet sich schwieriger als erhofft. Die Vergangenheit ist hier noch immer präsent, viele Menschen haben ihr Urteil über Kenna einzementiert. Für sie bleibt Kenna jene Frau, die durch einen tragischen Fehler ein Leben zerstört hat. Die größte Hürde sind dabei die Eltern ihres toten Freundes – Grace (Lauren Graham) und Patrick Landry (Bradley Whitford). Sie haben Zoe in den vergangenen Jahren großgezogen und sind fest entschlossen, sie vor der Frau zu schützen, die sie für den Tod ihres Sohnes verantwortlich machen. Kenna merkt schnell, dass sie in der Stadt kaum eine Chance kriegt, sich zu erklären. Misstrauische Blicke begleiten sie auf Schritt und Tritt, und selbst kleine Annäherungsversuche werden sofort abgeblockt. Trotzdem bleibt sie. Sie nimmt einfache Jobs an, mietet sich ein bescheidenes Zimmer samt namenloser Katze und versucht, sich langsam wieder ein Leben aufzubauen – in der Hoffnung, dass sich irgendwann eine Tür öffnet. Unerwartete Unterstützung findet Kenna ausgerechnet bei Ledger Ward (Tyriq Withers), dem einst besten Freund von Scotty. Ledger betreibt eine kleine Bar in der Stadt und ist den Landrys eine unverzichtbare und loyale Stütze, auch bei Zoe, geworden. Entsprechend distanziert steht er anfangs Kenna gegenüber. Doch mit jeder Begegnung wird ihm klarer, dass hinter der verurteilten jungen Frau mehr steckt als die Geschichte, die alle über sie erzählen. Zwischen Kenna und Ledger entwickelt sich nach und nach eine vorsichtige Nähe – eine Verbindung, die für beide ebenso tröstlich wie kompliziert ist. Denn jede Annäherung bringt Ledger in eine schwierige Lage. Je mehr Zeit er mit Kenna verbringt, desto stärker gerät er in Konflikt mit den Menschen, denen seine Loyalität eigentlich gehört: der Familie seines verstorbenen Freundes. Während Kenna verzweifelt darum kämpft, zumindest eine kleine Rolle im Leben ihrer Tochter spielen zu dürfen, verschärft sich die Situation zunehmend. Alte Wunden reißen wieder auf, und die Frage nach Schuld und Vergebung steht plötzlich für alle Beteiligten im Raum. Kann ein Mensch nach einem tragischen Fehler wirklich neu anfangen – oder bleibt die Vergangenheit für immer ein Teil von ihm?

Rezension: Unsere Kritik zum Film

„Für immer ein Teil von dir – Reminders of Him“ basiert auf dem gleichnamigen Bestseller der US-Autorin Colleen Hoover und wühlt sich durch die Themen Verantwortung, zweite Chancen und den schwierigen Weg zurück ins sogenannte normale Leben. Dass am Ende nicht mehr als bestenfalls Mittelmaß herauskommt, hat mehrere Ursachen. Zum einen schlägt Regisseurin Vanessa Caswill von Anfang an ein sehr gemächliches Tempo an. Zudem verheddert sie sich gern in zwar netten, aber für die Story nicht maßgeblichen Details – und in den schönen Bildern von „Stranger Things“-Kameramann Tim Ives. Eine Stunde lang plätschert alles dahin, die Figuren reden darüber, wie es ihnen geht, aber man fühlt es nicht.

Dazu kommt eine vielleicht nicht ganz glückliche Wahl der Schauspielerinnen und Schauspieler. An Hauptdarstellerin Maika Monroe erinnern sich Auskenner vielleicht aus dem Horrorfilm „Longlegs“, wo sie allerdings als gequälte Ermittlerin völlig anders aussah und großartig agierte. In „Für immer ein Teil von Dir“ wirkt sie hingegen wie eine Raubkopie der frühen Keira Knightley, bloß in Cowboystiefeln und nicht wirklich überzeugend.

Auch ihr männlicher Gegenpart Tyriq Withers als Ledger nutzt hier seine Chance nicht, aus dem Schwimmbecken der braven, aber unbekannten Nebendarsteller herauszuklettern und in den Star-Pool zu springen – dazu entwickeln beide weder das nötige eigene Charisma noch die entscheidende Chemie miteinander, und gerade davon lebt diese Art von Liebesgeschichte. Starnamen finden sich, wenn überhaupt, erst in der zweiten Reihe. Scottys Vater wird von Routinier Bradley Whitford („Get Out“; „The Diplomat“) gespielt, die kämpferische Mama von der unverwüstlichen „Gilmore Girls“-Ikone Lauren Graham.

Gelegentlich fühlt man sich an Rosamunde Pilcher erinnert, bloß in der Prärie statt in Cornwall. Erst gegen Ende bäumt sich der Spannungsbogen kurz auf, löst sich aber viel zu rasch und glatt wieder auf.

Fazit: Gut gemeint und hübsche Bilder, aber ohne echte Emotionen und glaubwürdige Chemie zwischen den Hauptdarstellern funktioniert so eine Story nur bedingt.

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