Beschreibung
Das Hochzeitskleid bleibt nicht lange weiß. Während ihr Verlobter Lord Tewkesbury (Louis Partridge) bereits vor dem Altar auf sie wartet, wird die Jungdetektivin Enola Holmes (Millie Bobby Brown) in ihrer Kutsche am Weg zur Hochzeitslocation von Dr. Watson aufgehalten. Da sie ihn nicht gleich erkennt, will sie sich wehren und stürzt bei einem Kampfversuch in den Dreck. Schade um das Kleid, aber das wahre Problem liegt woanders. Watson (Himesh Patel) erklärt Enola, dass ihr Bruder, der berüchtigte Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Henry Cavill), entführt wurde.
Ohne zu zögern, wirft sie ihre Hochzeitspläne über Bord und beginnt mit der Suche nach Hinweisen zum mysteriösen Schicksal ihres Bruders. Ihr Verlobter ist denkbar wenig erfreut darüber, vor versammelter Gesellschaft und Familie stehen gelassen zu werden. Für Enola beginnt unterdessen ein rasantes Abenteuer auf Malta. Auf der idyllischen Mittelmeerinsel trifft sie nicht nur auf ihre eigenwillige Mutter Eudoria (Helena Bonham Carter), sondern kriegt es auch mit Sherlocks Erzfeindin Moriarty (Sharon Duncan-Brewster) zu tun …
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Rezension: Unsere Kritik zum Film
Die beiden bisherigen Filme der an ein jugendlicheres Publikum gerichteten Sherlock-Holmes-Variation waren auf Netflix äußerst erfolgreich und bescherten Millie Bobby Brown ihre sicherlich beste Rolle seit „Stranger Things“. Wie schon Teil 2, basiert „Enola Holmes 3“ nicht auf einem konkreten Band der gleichnamigen Buchreihe von Nancy Springer, sondern entwirft eine neue Geschichte, die erstmals nicht im viktorianischen London spielt.
Die verworrene Mysterygeschichte verwebt Drehbuchautor Jack Thorne erneut mit überraschend politischen Themen, diesmal rund um die Kolonialgeschichte des Britischen Königreichs. Nicht dabei in Teil 3 ist der Regisseur Harry Bradbeer, statt ihm übernimmt Philip Barantini, der vergangenes Jahr mit der in beeindruckenden Plansequenzen gedrehten – und ebenfalls von Thorne geschriebenen – Miniserie „Adolescence“ für Furore sorgte. Von seinen dort gezeigten inszenatorischen Fähigkeiten ist in „Enola Holmes 3“ aber leider wenig zu sehen, der Film ist solide und konventionell heruntergefilmte Mainstream-Unterhaltung. Für Auflockerung sorgen die tollen, aber zu seltenen Momente, in denen Enola die vierte Wand durchbricht und direkt zum Publikum spricht.
