Eiserne Wildnis – Heart of the Beast

Eiserne Wildnis – Heart of the Beast

Beschreibung

James Belmont (Brad Pitt) ist ein aus dem aktiven Dienst ausgeschiedener Veteran der US-Special Forces; sein einziger Freund ist der von zig Einsätzen gezeichnete Militärhund Odin. Der hat nach vielen Nahkämpfen Kieferteile aus Titan, vorne eine Beinprothese und unzählige Narben. Immerhin hat James jeden, der Odin verletzt hat, eigenhändig erschossen. Es ist also nicht das einfachste Duo, das sich da mit James’ altem Wasserflugzeug in die atemberaubend schöne Wildnis von Alaska aufmacht, um hier ein paar Tage ohne menschliche Begegnungen zu angeln, zu zelten und zu chillen – auch, damit das nicht mehr ganz einwandfrei pumpende Herz von James zur Ruhe kommen kann. Doch als die beiden weit abseits der Ziviliation abstürzen und nur haarscharf überleben, braucht es einen Plan. Mehr als 60 Meilen sind es zur nächsten Siedlung, zwischen ihnen jede Menge herausfordernde und auch gefährliche Natur. Ein Gewalttrip, den man nur im Team schaffen kann …

Trailer

Eiserne Wildnis – Heart of the Beast – Trailer© YouTube

Rezension: Unsere Kritik zum Film

Eine alte Schauspielerweisheit besagt: Vermeide Rollen neben Kindern und Hunden – gegen die wirst du beim Publikum immer abstinken. Brad Pitt scheint die Ausnahme zu sein. Schon 2019 bewies er mit Pitbull Brandy in Quentin Tarantinos „Once Upon A Time in Hollywood“, wie gut die Chemie zwischen Mensch und Hund funktionieren kann. Unter Regisseur David Ayer setzt er nun noch einen drauf.

Ayer, der mit Pitt bereits die WK-II-Kriegsaction „Fury – Herz aus Stahl“ drehte, holt seinen Star diesmal von der Front in einen Ruhestand, in dem der Krieg im Inneren weitergeht. Vom ersten Moment an ist die tiefe Verbindung zwischen Pitt und dem dreibeinigen Militärhund Odin spürbar. Beide sind vom Einsatz gezeichnet, körperlich wie seelisch. Ayer und seine Autoren erzählen sie als harte Sonderlinge, geben ihnen aber überraschend viel Tiefe. James Belmont betrachtet seine Umgebung zwar bevorzugt durch das Zielfernrohr seines Gewehrs – allerdings nicht zum Jagen, sondern um Vögel zu beobachten und zu zeichnen. Spätestens wenn Herr und Hund nachts von ihren Einsätzen im Mittleren Osten eingeholt werden, hat einen das Duo emotional gepackt.

Auf dieser Grundlage entwickelt Ayer eineinhalb Stunden empathische Hochspannung. Ganz fantastisch sind die Bilder: Neuseeland doubelt Alaska eindrucksvoll, die raue Landschaft wird beinahe selbst zur Hauptfigur. Die Geschichte bleibt simpel, funktioniert aber dank des starken Tempos: ruhig genug, um sich zu fragen, wie man selbst reagieren würde, und zugleich rasant genug, um kleinere Logiklöcher zu übersehen.

Erfreulich ist auch, wie konsequent der Film über Bilder und Handlungen erzählt, statt alles mit Dialogen zu erklären. Und „Eiserne Wildnis – Heart of the Beast“ fühlt sich weitgehend erfreulich echt an: nass, kalt, gefährlich und zugleich wunderschön, statt nach digitaler Bluescreen-Welt auszusehen. Glaubt man den Making-of-Berichten, waren die Dreharbeiten entsprechend fordernd. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: So geht packendes Abenteuerkino!

Kinoprogramm

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