Dune: Part Two

Beschreibung

Was ist bisher passiert? Ein kurzer Rückblick auf den ersten Teil „Dune“ (2021): Durch das reiche (und einzige) Vorkommen der bewusstseinserweiternden Droge Spice, die u. a. für die interstellare Raumfahrt benötigt wird, bekommt die hochstehende Familie des jungen Paul Atreides (Timothée Chalamet) den Wüstenplaneten Arrakis zur Ausbeutung und Kontrolle überantwortet.

Hier lebt das Volk der Fremen, das sich gegen die Regentschaft von außen wehrt. Durch eine gewaltsame Intrige des fiesen Baron Vladimir Harkonnen (Stellan Skarsgård), dessen Familie den Planeten jahrzehntelang selbst beherrschte und der den vom Imperator angeordneten Machtwechsel ablehnt, steht am Ende das Haus Atreides vor dem Untergang: Pauls Vater Leto (Oscar Isaac) ist tot, Paul muss mit seiner Mutter (Rebecca Ferguson), die zur mächtigen Bene-Gesserit-Schwesternschaft gehört, in die Wüste zu den Fremen fliehen, zu Stilgar (Javier Bardem) und Chani (Zendaya). Letztere erschien Paul in vom Spice verstärkten, wiederholten Visionen.

An diesem Punkt setzt, abgestimmt in Tempo, Stimmung und Intensität, nun „Dune: Part Two“ (2024) an. Paul und Mutter Jessica haben sich bei den versteckt lebenden Wüstenvolk der Fremen eingelebt und helfen diesen, Angriffe und Besatzung der Harkonnen abzuwehren. Anfangs so erfolgreich, dass sich Baron Vladimir dazu entschließt, eine besondere Karte zu spielen.

Er schickt seinen sadistischen und sehr kampfstarken Neffen Feyd-Rautha (Austin Butler) nach Arrakis, um den Kampf endgültig zu seinen Gunsten zu drehen. Der heranreifende Paul ist inzwischen in der inneren moralischen Zwickmühle.

Einerseits spürt er eine immer stärkere Liebe zu Chani und entsprechende Loyalität zu ihrem Volk. Auf der anderen Seite ist der junge Atreides für viele Fremen der in alten Prophezeiungen angekündete Befreier und Erlöser, der einst die Fremdherrschaft abschütteln und das Wasser zurückbringen wird auf den Wüstenplaneten, was Paul nicht akzeptieren will.

Aber wieder hat er immer stärkere Visionen. In einem großen Befreiungskrieg sieht er sich an der Spitze der Fremen stehen. Doch er will neben Chani vor allem eines: Rache für den Tod seines Vaters und mit den Harkonnen endgültig abrechnen. Ein Ziel, das auch die dunklen Seiten Pauls stimuliert …

Rezension: Unsere Kritik zum Film

Regisseur Denis Villeneuve („Blade Runner 2049“) ist das Kunststück gelungen, Teil 2 seiner „Wüstenplanet“-Buchverfilmung ebenso episch und prall gefüllt mit (von der legendären literarischen Vorlage Frank Herberts vorgegebenen) schillernden Charakteren anzurichten wie Teil 1 („Dune“ aus dem Jahr 2021).

Wichtig war dem Kanadier dabei, das Erstlingswerk und „Dune: Part Two“ nicht als Original und Sequel zu sehen, sondern als zwei gleichberechtigte Spielhälften seiner Adaption von Herberts erstem, über 800 Seiten starken Roman aus dem Jahr 1965.

Hier ist ein visuell überwältigendes Meisterwerk entstanden mit einem Jahrhundertcast sowie das Kunststück gelungen, Tiefgang und radikale Action so zu vermählen, dass drei Stunden Laufzeit ruckzuck vergehen.

Es kommt nicht oft vor, dass man nach fast drei Stunden Film aus einem Kino taumelt und der erste Gedanke ist: Das muss erst mal sacken, ehe man darüber etwas schreiben kann. „Dune: Part Two“ ist so eine seltene Ausnahme; tatsächlich hat es in diesem Fall fast einen Tag gedauert, ehe der zweite Teil von Denis Villeneuves Opus Magnum visuell, in seinem Narrativ und all seinen Nebenwirkungen richtig einzuordnen ist.

Hatte „Dune“ (2021) durch die Coronapandemie (COVID-19) weltweit „nur“ rund 400 Millionen US-Dollar eingespielt, sollte „Dune: Part Two“ an den globalen Kinokassen nun locker die magische Milliardenmarke knacken!

Fazit: Das Werk ist überwältigend im besten Sinn des Wortes. Seit David Leans „Lawrence von Arabien“ (1962) hat die Wüste im Kino nicht mehr so gelebt und ewige Bilder geliefert. Hier ist es aber tatsächlich noch mehr, denn der ebenfalls überwältigende Sound und vor allem die Musik von Hans Zimmer setzen nochmal gewaltig eins drauf. Erzählung und Figuren sind überdicht, auch wenn man manchmal das Gefühl haben könnte, die Emotion kommt zu kurz. Aber das macht nichts: ein gigantisches Erlebnis, auf alle Fälle im Kino ansehen!

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