Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit

Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit

Beschreibung

Eigentlich sollte es ein Tag wie jeder andere werden für Wettermoderatorin Margaret (Emily Blunt), die gar nicht so heimlich davon träumt, die viel seriöseren News zu moderieren, anstatt bei gutem Wetter noch bessere Laune am Schirm zu verkünden. Doch als sich ein roter Vogel in das Loft verirrt, wo sie mit ihrem Lebensgefährten Jackson (Wyatt Russell) lebt, beginnt eine Veränderung in ihr: Plötzlich spricht sie russisch oder koreanisch, ohne es zu merken. Sie kann auch in andere Menschen eintauchen und deren Leben analysieren und verstehen – sogar die geheimsten Gedanken! Und als sie dann, noch ziemlich verwirrt, das Wetter ansagen will, bringt sie vor laufender Kamera kein Wort mehr heraus; statt dessen gibt sie unverständliche Klicklaute von sich, ehe sie zusammenbricht. Dieser Vorfall, der natürlich live übertragen wurde, weckt sofort das Interesse von Noah Scanlon (Colin Firth). Der ist der Chef einer seltsamen Organisation namens WARDEX, die eng mit ausgesuchten Partnern in der Regierung zusammenarbeitet. Scanlon und seine paramilitärische Truppe jagen bereits den Aktivisten und Cyber-Experten Daniel (Josh O’Connor), der quasi ihr Archiv digital geklaut hat – und das hat es in sich. Es beinhaltet die Beweise und streng geheimen Akten über alle tatsächlichen Vorfälle und Begegnungen mit außerirdischen Lebensformen. Unter dem Deckmantel, die Menschheit vor den Konsequenzen der Erkenntnis zu schützen, nicht allein im All zu sein, verbirgt WARDEX alle Fakten. Tatsächlich geht es um Nutzung von Technologie. Und nun ist auch Margaret im Visier von Scanlon und seinen Häschern. Denn irgendwie scheint ihr Schicksal mit dem von Daniel verknüpft zu sein, obwohl die beiden einander nicht kennen.

Rezension: Unsere Kritik zum Film

Eine alte Filmemacherweisheit sagt: Wenn die Leute die letzten zehn Minuten eines Films mögen, dann mögen sie den ganzen Film. So wie umgekehrt ein mieses Ende einen zuvor als gut empfundenen Film schlechter in Erinnerung bleiben lässt. In diesem Sinn haben Steven Spielberg, sein alter Kameraspezi Janusz Kaminski und Komponist John Williams viel richtig gemacht. Denn der letzt Akt von "Disclosure Day" ist zwar dick aufgetragen, aber spannend und emotional, entlässt das Publikum mit einem guten Gefühl. Dass der zweistündige Weg in dieses Finale etwas durchwachsener ist, markiert die Kehrseite des Sci-Fi-Dramas. Da gibt es zwar auch spannende Momente und hochemotionale Augenblicke, aber insgesamt läuft die Erzählung nicht rund. Die ersten zehn Minuten sind trotz etwas Action eher laumwarm, ehe sich die Story erfängt. Und dazwischen hängt es immer wieder durch, wird viel zu viel gequatscht und der Erklärbär von der Kette gelassen anstatt gezeigt. Emily Blunt, das muss man sagen, liefert eine großartige Performance. Allerdings könnte man auch (Achtung, subjektiv!) den Eindruck haben, dass ihr Co-Star Josh O’Connor farblos ist wie eine alte Schwarzweißaufnahme, und Colin Firth als Gegenspieler eine, sagen wir es freundlich, Fehlbesetzung de luxe. Trotzdem: Am Ende geht man mit einem guten Gefühl aus dem Kino.

Kinoprogramm

Keine Vorstellungen im gewählten Zeitraum.