Beschreibung
Tom Cruise spielt Digger Rockwell, einen exzentrischen Milliardär, der sein Vermögen mit fossilen Brennstoffen verdient hat und zu den mächtigsten Menschen der Welt zählt. Blöd nur, dass er durch seine ungebremste Gier nach mehr Gewinn eine Naturkatastrophe verursacht hat, die die Welt ins Chaos stürzt. Die Polkappen schmelzen, die Meeresspiegel steigen, und die ausgelöste Kettenreaktion könnte die Apokalypse auslösen. Der US-Präsident (John Goodman) beauftragt nun ausgerechnet Digger, das von ihm angerichtete Debakel wieder auszubügeln. Der will nun unbedingt der Welt beweisen, dass er der Retter der Menschheit sein kann.
Trailer
Rezension: Unsere Kritik zum Film
"Digger" ist eine schwarze Komödie in der Tradition von Stanley Kubricks Satire-Meisterwerk "Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben", inszeniert von Alejandro González Iñárritu ("Birdman", "The Revenant"). Der mehrfache Oscarpreisträger wendet sich in "Digger" erstmals dem Genre der Komödie zu, hat aber noch mehr im Sinn, als der Trailer verrät. Denn "Digger"ist nicht nur eine gekonnt überstilisierte Satire über die Klimakatastrophe und unverantwortliche Oligarchen und Politiker (ja, alles Männer), sondern interessiert sich gleichzeitig für die Rolle der Kunst in Krisenzeiten und die Art und Weise, wie wir durch Geschichten einer zunehmend absurden Welt Sinn verleihen. Trotz des Hollywoodstars in der Titelrolle geht es Iñárritu eben alles andere als konventionell an. Der von Emmanuel Lubezki ("Gravity") im derzeit wieder vermehrt genutzten 35mm-Filmformat VistaVision gedrehte Streifen kreiert eine künstlich wirkende, überhöhte Welt voller eigenwilliger Designideen und abgedrehter Figuren. An der Seite von Cruise sind u. a. die heuer im Kino omnipräsente Sandra Hüller ("Rose"), Jesse Plemons ("Bugonia") und Riz Ahmed ("Sound of Metal") zu sehen. Ein endlos faszinierender Film, der kontrovers diskutiert und von der internationalen Kritik zerrissen wird. Wir können uns dem nicht anschließen, "Digger" muss man gesehen haben!
