Das Ende der Sterne

Beschreibung

Die Stadt ist wie ausgestorben. Pflanzen und Tiere haben sich bereits langsam ihren Lebensraum zurückerobert. Hig (Jacob Elordi) und sein Hund Jasper fliegen in einer Cessna über Denver, eine Metropole, in der vor Jahren knapp drei Millionen Menschen gewohnt haben. Hig war einmal Mechaniker. Jetzt ist er Überlebender. Überlebender einer Pandemie, die die meisten Menschen dahingerafft hat. Hig landet in der Stadt. Er und Jasper steigen auf ein Golfcart um und sammeln Vorräte und Medizin. Hig besucht sein altes Haus. Die Erinnerungen an seine schwangere Frau Melissa quälen ihn. Es wird schnell klar: Sie und das Kind sind tot. Hig fährt zurück zum Flugzeug und fliegt „heim“. Er lebt in einem verlassenen Flugzeughangar etwas außerhalb der Stadt. Dort leistet ihm neben Jasper auch Bangley (Josh Brolin) Gesellschaft. Bangley ist ein ehemaliger Marine, der sich für die Sicherheit und Verteidigung des Flugplatzes ver- antwortlich fühlt. Das bedeutet in seinen Augen: Zuerst schießen, dann fragen. Von seinem Hochstand aus erledigt er regelmäßig „Kakerlaken“, wie er sie nennt: Andere Menschen, die ihm und Hig potenziell gefährlich werden können oder Vorräte klauen wollen. Hig hat sich mit Bangleys Art abgefunden, begeistert ist er nicht. Außerdem will er mehr, weg von dem Flugplatz und eventuell Gleichgesinnte aufsuchen. Ein Funkspruch, den er regelmäßig beim Fliegen aufliest, lässt ihn hoffen. Hig beschließt, dem nachzugehen, Bangleys Intervention bleibt erfolglos. Als er bei seinem Flug auf einem Feld notlanden muss, trifft er kurz darauf Cima (Margaret Qualley) und ihren Vater Pops (Guy Pearce). Die beiden sind vorerst zurückhaltend ihm gegenüber, doch langsam gewinnt Hig ihr Vertrauen …

Rezension: Unsere Kritik zum Film

Die Trailer zu dem Film waren wenig berauschend. Umso mehr überrascht es, wie gut Ridley Scotts neuer Film funktioniert. Der 88-Jährige hat es einfach noch drauf. Dass er sich dabei auf ein solides Grundmaterial verlassen konnte, hat womöglich geholfen. „Das Ende der Sterne“ ist die Verfilmung von Peter Hellers Roman „Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“ aus dem Jahr 2012. Scott inszenierte hier einen zu Beginn durchaus melancholischen Film, der sich aber nie zu schwer anfühlt und am Ende ein ganz klares Plädoyer für die Menschlichkeit und den Zusammenhalt ist. Es geht um Hoffnung, Liebe und Freundschaft. Aber es ist auch nicht alles harmonisch. Es gibt in Higs Welt diese Gefahren, die in einer Postapokalypse, in der Vorräte knapp sind und jeder ums Überleben kämpft, tragend werden. Hier bietet der Film auch nervenaufreibende Sequenzen, die im gelungenen Kontrast zu den träumerischen (toller Score!) Szenen stehen, in denen Hig in der Cessna über Colorados Natur fliegt.


Seit Corona treffen Pandemie-Filme auch einen anderen Nerv. Dass ein Virus die Menschheit ausrotten kann, ist keine Spukgeschichte mehr. Das Szenario in „Das Ende der Sterne“ scheint nicht nur wie bloße Fiktion. Dadurch holen einen der Film und die Entscheidungen, die die Figuren treffen, noch einmal auf einer tieferen Ebene ab, einer „Was würde ich tun?“-Ebene. Das ist einerseits eine große Stärke des Films, andererseits auch die größte Schwäche. Denn Hig ist kein Jedermann, sondern kann (fast) alles, was der Film von ihm verlangt. Jagen, Angeln, Schießen, Fliegen, Reparieren, nichts ist ihm zu schwer. Es fehlt die eine oder andere Schwäche. Jacob Elordi macht jedoch das Beste daraus und trägt den Film dank seiner Präsenz mit Leichtigkeit. Auch der Rest der Darstellerriege überzeugt. Und dass der Film „nur“ knapp 118 Minuten geht, ist fast verschenkt, 30 Minuten mehr hätten uns auch nicht gestört.

Kinoprogramm

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