Black Widow

Beschreibung

Ein Prolog führt uns zunächst weit zurück in Natasha Romanovs Kindheit und Jugend (hier gespielt von Ever Anderson). Nachdem sie bereits als Baby in die Fänge des KGB geriet, wird sie Teil des sogenannten „Red Room“-Programms, verbringt als Mitglied einer Tarnfamilie, bestehend aus der jüngeren Schwester Yelena (Violet McGraw), der Black-Widow-Agentin und „Mutter“ Melina (Rachel Weisz) sowie „Papa“ Alexei Shostakov alias Red Guardian (David Harbour), eine Art sowjetisches Pendant zu Captain America, ein paar unbeschwerte Jahre in einem US-Kaff. Die glückliche, wenn auch falsche Familienidylle endet, als Shostakovs Tarnung auffliegt und die Fake-Familie fliehen muss. Zurück in der Heimat, werden die Mädchen ins „Black Widow“-Programm des fiesen Dreykov (Ray Winstone) gesteckt und zu Profikillerinnen ausgebildet.

Ein Zeitsprung führt uns zu einem Punkt nach den Ereignissen des Marvel-Films „The First Avenger: Civil War“ (2016), nachdem Steve Rogers alias Captain America, Natasha (nun von Hauptdarstellerin Scarlett Johansson verkörpert) und Co als international gesuchte Verbrecher untertauchen mussten. Gleich zu Beginn versucht eine Spezialeinheit unter der Leitung von Thaddeus „Thunderbolt“ Ross (William Hurt), das vermeintliche Romanov-Versteck zu stürmen. Doch die mit allen geheimdienstlichen Wassern gewaschene Black Widow ist ihren Häschern wieder einmal zwei Schritte voraus – und zieht sich in ihr Versteck, einen im norwegischen Wald abgestellten Wohnwagen, zurück.

Ein Päckchen, das eine mysteriöse rote Substanz in Reagenzgläsern enthält, lässt sie aber nicht zur Ruhe kommen. Als sie in die nächste Stadt fährt, wird sie von einem maskierten Kämpfer, dem Taskmaster, der es offenbar auf die Reagenzgläser abgesehen hat, attackiert. Ihrem Gegner, der bei der intensiven Konfrontation auf einer Brücke zahlreiche Moves diverser Avenger perfekt kopiert, kaum gewachsen, kann Natasha mitsamt den Gläsern nur knapp entkommen.

Ein Hinweis führt sie zu einem Unterschlupf in Budapest, wo sie Ziehschwester Yelena (Florence Pugh) trifft. Wie Natasha wurde auch die einst einer Hirnwäsche unterzogen. Yelena klärt Natasha darüber auf, dass die Substanz die willenlosen Black Widows von der chemischen Gedankenkontrolle befreit, weshalb Dreykov, der totgeglaubte Chef des „Red Room“-Programms, die Substanz vernichten will. Um den Mistkerl aufzuhalten, bitten Natasha und Yelena just Alexei und Melina um Hilfe …

Jetzt ansehen

Rezension: Unsere Kritik zum Film

Nach dem an Bombast kaum zu überbietenden Marvel-Spektakeln „Avengers: Infinity War“ (2018) und „Avengers: Endgame“ (2019) läutete „Black Widow“, das ersehnte Soloabenteuer Natasha Romanovs, Phase vier des Marvel Cinematic Universe (MCU) ein.

Regisseurin Cate Shortland (u. a. „Somersault – Wie Parfum in der Luft“, „Berlin Syndrom“) schenkt uns mit dem Marvel-Film „Black Widow“ ein im Vergleich zu den zuvor erwähnten Streifen ein fast schon intimes Porträt der Avenger-Heldin. Black Widow erinnert am ehesten noch an ein cooles Abenteuer von Geheimagent James Bond, in dem sich kleine, feine und überraschend emotionale Charakter-Momente mit einer Reihe rauer und famos realisierter Actionszenen abwechseln.

In eher zurückgenommener Performance offenbart Scarlett Johansson in ihrer Abschiedsvorstellung als Black Widow (Anm. offiziell segnete sie bereits 2019 im Zuge der Ereignisse von „Avengers: Endgame“ das Zeitlich) einige neue Facetten, zudem machen die Darsteller ihrer Ziehfamilie – allen voran Florence Pugh, David Harbour und Rachel Weisz – echt Spaß. Jede Wette, dass wir einige dieser Figuren in Zukunft noch einmal sehen werden. Gute alte Action-Schule!

Bedingt durch die Coronapandemie (COVID-19) wurde die Veröffentlichung von „Black Widow“ mehrmals verschoben – der Film lief schließlich, mit mehr als einem Jahr Verspätung (!), am 8. Juli 2021 in den österreichischen Kinos an.

Trotz des holprigen Kinostarts, spielte der MCU-Ableger „Black Widow“ weltweit rund 380 Millionen US-Dollar ein – und brillierte im Anschluss auch beim Streamingdienst Disney+.