Backrooms

Beschreibung

Die Geschichte dreht sich um Clark (Ejiofor, "12 Years a Slave"), der in seinem Möbelgeschäft einen versteckten Eingang in die Backrooms, einen endlosen Komplex aus Räumen, der scheinbar außerhalb unserer Realität existiert, findet und beginnt, das Labyrinth zu erforschen. Als der einsame Alkoholiker seiner Therapeutin Mary (Reinsve, "Sentimental Value") davon erzählt, glaubt sie ihm nicht. Doch als Clark mehrere Termine versäumt, beginnt Mary nach ihm zu suchen und landet ebenfalls in den Backrooms, wo Monströses lauert.

Rezension: Unsere Kritik zum Film

Über weite Strecken des Films folgen wir den Figuren auf ihren Wegen durch den unheimlichen Ort. Der Film lebt weniger von der konkreten Handlung als von dem erzeugten Gefühl, dass es von hier kein Entkommen gibt. Die dynamische Kamera offenbart in agilen Schwenks ständig neue Winkel, das Sounddesign und die Musik verstärken die stets spürbare Unruhe. Anders als viele Horrorhits der letzten Jahre ("Longlegs", "Weapons") ist "Backrooms" nicht daran interessiert, eine eindeutige Erklärung für die unheimlichen Vorfälle zu liefern. Vielmehr bietet er uns viele verschiedene Anknüpfungspunkte, durch die der Film lange nachwirkt. Das Wandern durch die gelben Räume voller verfremdeter Gegenstände erinnert nicht zufällig an das fluide Umherwabern zwischen unendlich vielen digitalen Möglichkeiten. Oder haben wir es, ganz im Stile von David Lynch, mit einem Streifzug durch das Unbewusste zu tun, und falls ja, durch wessen? "Backrooms" ist ein Film über verdrängte Erinnerungen und die düsteren Winkel unserer Psyche, wird aber gleichzeitig auch als Metapher auf die Flut an unheimlich wirkendem AI-Content lesbar. Das Internet und das Unterbewusstsein sind eben beides mysteriöse Orte, in denen Düsteres lauert. Dabei setzt der erst 20-jährige Regisseur Kane Parsons aber nur selten auf klassische Schreckmomente, verzichtet oft minutenlang auf Dialoge und priorisiert die Atmosphäre. Im Vergleich zur absolut stilsicheren Inszenierung wirkt die Aufarbeitung der Traumata der Figuren etwas ungelenk, auf vage Kindheitserinnerungen und zu viel zwischenmenschliches Drama hätte man verzichten können. Denn wenn Parsons ganz die Bilder wirken lässt, ist "Backrooms" am effektivsten.

Kinoprogramm

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