Beschreibung
Mark Kimball (Ben Affleck) steckt mitten im Wahlkampf für das Amt des Bürgermeisters von Los Angeles, als er und seine Frau Abigail (Kerry Washington, „Scandal“) den Albtraum aller Eltern erleben: Ihr Sohn Denny wurde gekidnappt! Wie weit müssen und werden die beiden in ihrer Verzweiflung gehen, um das Leben ihres Kindes zu retten? Wie gehen sie mit der Lösegeldforderung um? Werden sie die Polizei involvieren? Die mysteriöse Dayle („Akte X“- und „The Crown“-Star Gillian Anderson) rät den Eltern in dieser angespannten Situation zur schonungslosen Offenheit voreinander: „Jedes Geheimnis, dass Sie voreinander haben, sollte auf den Tisch!“ Ben Affleck selbst erklärte, ein zentraler Punkt seines Films sei das zerbrechliche Gleichgewicht in einer glücklichen Ehe – „was es wirklich bedeutet, sich an jemanden zu binden“.
Trailer
Rezension: Unsere Kritik zum Film
Für seinen zuweilen recht hölzernen Schauspielstil pfeifen ihm mit schöner Regelmäßigkeit Goldene Himbeeren um die Ohren. Für seine Schreib- („Good Will Hunting“) und Regiekünste („Gone, Baby, Gone“, „Argo“) dagegen wird Ben Affleck fast ebenso verlässlich mit Lob und Auszeichnungen überhäuft. Für den am 9. Oktober 2026 auf Netflix startenden Thriller „Animals“ war er in Personalunion nicht nur als (Co-)Drehbuchautor, Regisseur und Produzent tätig, sondern schlüpfte zusätzlich auch in die Hauptrolle. Letzteres allerdings notgedrungen nur deshalb, weil das Projekt verschoben werden musste und Afflecks ursprünglich als Hauptdarsteller vorgesehener enger Freund Matt Damon wegen der Dreharbeiten zu Christopher Nolans „Die Odyssee“ plötzlich nicht mehr verfügbar war.
Im heurigen März verkaufte Ben Affleck die von ihm gegründete KI-Firma InterPositive für 587 Mio. $ an Netflix. In Animals wurde, ließ er jüngst wissen, stark auf den Einsatz von KI gesetzt. Wobei es darum gegangen sei, „eine glaubwürdige Realität zu erschaffen“. Der Film sei trotzdem „sehr menschlich“ und ein gutes Beispiel, wie sich die Technologie verantwortungsvoll einsetzen lasse. Mag sein, das Resultat ist dennoch unterwältigend. "Animals" ist ein mittelprächtiger Thriller mit einigen Wendungen und Überraschungen, man hätte sich aber vor allem von Affleck als Regisseur mehr erhofft.
