All the Beauty and the Bloodshed

All the Beauty and the Bloodshed

Beschreibung

Den Dokumentarfilm „All the Beauty and the Bloodshed“ kann man in zwei Teile aufsplitten.

Zum einen werden Leben und Werdegang von Nan Goldin porträtiert. Die gebürtige Amerikanerin avancierte aus dem „No Wave“-Untergrund von New York zu einer der bedeutendsten bisexuellen Fotografinnen des späten 20. Jahrhunderts, die u. a. LGBT-Subkulturen, Liebe, Sexualität, Drogen und Gewalt zu ihren Hauptthemen zählt und dabei auch intime Einblicke in ihr eigenes Leben gibt.

Selbstsprechend wurde auch der Film mit etlichen Fotografien von ihr bestückt – die Künstlerin selbst meldet sich darin ebenfalls zu Wort und erzählt mitunter über ihre dysfunktionale Vorstadterziehung, den Suizid ihrer Schwester sowie den Kampf ihrer Gemeinde gegen AIDS in den 1980er-Jahren.

Auf der anderen Seite erzählt „All the Beauty and the Bloodshed“ vom Untergang der US-amerikanischen Pharmadynastie Sackler und des Unternehmens Purdue Pharma. Sie wurden v. a. dadurch bekannt, mit dem Medikament Oxycontin (Anm. ist auf Basis des Opioids/Schmerzmittels Oxycodon hergestellt und soll den Opiat-Entzug unterstützen) für die tödliche Opioidkrise in den Vereinigten Staaten mitverantwortlich zu sein.

Nachdem Nan Goldin ihre eigene, wegen des Gebrauchs des verschreibungspflichtiges Medikaments Oxycontin entstandene, Opioidabhängigkeit überwunden hatte, gründete sie die Interessensgruppe „P.A.I.N“ (Prescription Addiction Intervention Now) und setzte sich mit öffentlichen Protesten aktiv gegen die Sacklers zur Wehr.

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TV-Media Bewertung

Unter der Regie der Oscar-prämierten Filmemacherin Laura Poitras (Anm. ihr Werk „Citizenfour“ über den US-amerikanischen Whistleblower Edward Snowden wurde 2015 mit einem Academy Awardy in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet) verwebt der Dokumentarfilm „All the Beauty and the Bloodshed“ Nan Goldins Vergangenheit und Gegenwart.

Die Doku porträtiert nicht nur den beruflichen Werdegang Goldins als Fotografin, sondern zeigt auch auf bewegende Weise, wie sie sich seit Jahren gegen die Pharmafamilie Sackler und deren Mitverantwortung für die Opioid-Krise engagiert.

„All the Beauty and the Bloodshed“ wurde bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig im Jahr 2022 uraufgeführt und mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.