Big Little Lies: Nicole Kidman spricht über Dreharbeiten und blaue Flecken

Hollywood-Star Nicole Kidman spielt in Big Little Lies eine misshandelte Hausfrau

Hollywood-Star Nicole Kidman spielt in Big Little Lies eine misshandelte Hausfrau

Big Litte Lies ist eine Dramedy mit großen und kleinen Lügen. Zum Start der Hochglanzserie auf ORF und VOX spricht Nicole Kidman über ihre Rolle.

Sie sind reich, sie sind schön - und sie sind heuchlerisch. Eine hysterischfrustrierte Alpha-Mama (Reese Witherspoon), eine misshandelte Hausfrau (Nicole Kidman) und eine alleinstehende Normalo-Mutter (Shailene Woodley) leben mit ihren Familien ein nach außen hin perfektes Leben an der Küste. Beladen mit dunklen Geheimnissen machen die drei Freundinnen die Grundschule ihrer Kinder zum Kriegsschauplatz und "duellieren" sich mit anderen Müttern. Hat das zu einem tragischen Todesfall beigetragen?

Big Little Lies

Die Geschichte von Freundschaft und Feindschaft, von Frauen und Männern, von Schein und Sein schlug ein: ‚Big Little Lies‘, nach der Romanvorlage ‚Tausend kleine Lügen‘ der Aussie-Autorin Liane Moriarty, holte vier Golden Globes (Kidman als beste Hauptdarstellerin, ihr TV-Mann Alexander Skarsgård als bester Nebendarsteller) und acht Emmys.


Big Little Lies holte bereits vier Golden Globes, nun gibt eine Fortsetzung mit Meryl Streep

Ein Jahr nach der US-TV-Premiere kommt die Hochglanz-Miniserie, deren Episoden-Budget deutlich unter dem von superteuren Produktionen à la Westworld (mit zehn Millionen Dollar oder mehr pro Folge) liegt, erstmals ins Free-TV. ORF eins zeigt den Siebenteiler ab 31. Mai, VOX schon ab 30.

An Nachschub, ursprünglich nicht geplant, wird übrigens schon fleißig gearbeitet und von weiteren Hochkarätern unterstützt: von Meryl Streep als Schwiegermutter und Oscar-Regisseurin Andrea Arnold, sie löst Regisseur Jean-Marc Vallée (Dallas Buyers Club), nunmehr Executive Producer, ab. Staffel zwei soll 2019 ins US-Fernsehen kommen, zuvor aber müssen Nicole Kidman und Kollegen noch das Austro-Publikum begeistern. Im Interview macht Kidman den ersten Schritt.

„Je älter ich werde, desto emotionaler werde ich“ – Interview mit Nicole Kidman

TV-MEDIA: Sie sind Produzentin (ebenso wie Witherspoon, Anm.) und Hauptdarstellerin der Serie - was hat Sie von Big Little Lies überzeugt?
Nicole Kidman: Bruna Papandrea, die mit Reese Witherspoon eine Produktionsfirma gegründet hat und eine gute Freundin von mir ist, hat den Roman gelesen und mich direkt angerufen: "Das ist es! Die Serie müssen wir produzieren." Sie hat mir dann Liane Moriartys Buch zugeschickt, ich habe es gelesen und gedacht: "Okay, das will ich machen!" Für mich war es wirklich aufregend, ich habe mich in Australien mit ihr getroffen und zu ihr gesagt: "Du musst uns die Serie machen lassen." Und sie war total locker und hat geantwortet: "Okay, solange du Celeste spielst."

TV-MEDIA: Was hat Sie an der Geschichte gereizt?
Nicole Kidman: Die Tonalität von Big Little Lies ist ungewöhnlich. Die Geschichte ist traurig, tiefgründig, aktuell und gleichzeitig lustig. Es ist richtig schwierig, genau diese Stimmungen zu treffen.

In Cannes hat Big Little Lies zwar nicht abgeräumt, trotzdem war es für Nicole Kidman wohl ein schönes Erlebnis

TV-MEDIA: Hatten Sie Bedenken, mit Celeste eine so intensive Rolle zu übernehmen?
Nicole Kidman: Die Rolle war wirklich sehr intensiv und emotional für mich - und sie ist es immer noch. Ich musste mich so gut vorbereiten, und es ging mir wirklich nahe. Viele der Szenen waren sehr körperlich, am Ende hatte ich tatsächlich Verletzungen. Mein Mann Keith hat mich gefragt, was an diesem Set los ist, weil ich ständig mit blauen Flecken nach Hause gekommen bin. Aber genauso arbeite ich - ich möchte die Dinge spüren. Je älter ich werde, desto emotionaler und sensibler werde ich ...

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