Joker: Diese 17 Klassiker inspirierten den Anti-Superheldenfilm

Todd Phillips ließ sich für seinen Joker-Film mit Joaquin Phoenix von etlichen Filmklassikern inspirieren

Todd Phillips ließ sich für seinen Joker-Film mit Joaquin Phoenix von etlichen Filmklassikern inspirieren

In seiner Joker-Verfilmung lässt Regisseur Todd Phillips Joaquin Phoenix langsam dem Wahnsinn verfallen. Seine brutal umstrittene Antithese zu den beliebten Blockbuster-Helden ist dabei zwar ein Ausnahmewerk im Vergleich zu den gängigen Comic-Produktionen, schaut jedoch bei einigen Klassikern ab – und der älteste in unserer Liste hat sich schon vor über 100 Jahren mit der Thematik auseinandergesetzt.

Wer beim Namen „Joker“ sofort an Batman denkt, liegt goldrichtig. Auch Todd Phillips, der als Regisseur der tabulosen Hangover-Trilogie berühmt geworden ist, geht in seinem gleichnamigen Film auf den womöglich schillerndsten, vielseitigsten, tragischsten und tiefgründigsten Bösewicht der Comicwelt ein. Wer sich bei seinem Werk allerdings Popcornkino der Marke Marvel erwartet, wird enttäuscht: Die brutal umstrittene Antithese zu Iron Man und Co ist vielmehr das Psychogramm eines armen Hundes, der langsam, aber sicher dem Wahnsinn verfällt.

Lieber gut abgeschaut als schlecht selbst gemacht

Wie der Regisseur selbst zugibt, haben ihn dabei einige Klassiker inspiriert. Wir haben noch einige Perlen mehr entdeckt, die man sich vor oder nach dem Joker-Kinobesuch getrost zu Gemüte führen kann, wenn man Parallelen zu Story, Figurenzeichnung, Soundtrack, Ausstattung und Kulisse ziehen möchte. Viel Spaß!

Platz 17: Ein Mann sieht rot (1974)

Regie: Michael Winner

Originaltitel: Death Wish

IMDb-Bewertung: 6,4/10

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Architekt Paul Kersey (Charles Bronson) versinkt in Trauer und Machtlosigkeit, als seine Famillie von jungen Kriminellen überfallen wird. Dabei stirbt seine Frau, und die Tochter landet nach einer brutalen Vergewaltigung in der Nervenklinik. Angesichts der Hilflosigkeit der Polizei bei der Aufklärung des Falles wächst bei dem eingefleischten Pazifisten Kersey nun der Wunsch nach Rache. Schließlich gibt er sein friedliches Dasein auf und patroulliert mit einer Waffe durch New Yorks Straßen … Als Selbstjustiz-Thriller vieldiskutiert, als Actioner ordentlich.

Ein Mann sieht rot gibt’s hier *


Platz 16: A Beautiful Day (2017)

Regie: Lynne Ramsay

Originaltitel: You Were Never Really Here

IMDb-Bewertung: 6,8/10

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Joe (Joaquin Phoenix) ist ein kaputter Typ: Eine furchtbare Kindheit sowie Einsätze im Krieg und fürs FBI haben Spuren an Körper und Seele hinterlassen, mehrmals am Tag ist er nahe daran, sich selbst das Leben zu nehmen. Dass er sein trauriges Gesicht hinter einem grauen Vollbart versteckt, verwundert nicht. Die wenigen Momente von Normalität und Freude erlebt er nur, wenn er sich um seine betagte Mutter kümmert. Sein Job ist ebenfalls nicht dazu geeignet, einen fröhlicheren Menschen aus ihm zu machen: Er bringt vermisste bzw. verschleppte Mädchen zurück und ist dabei in seinen Methoden nicht zimperlich. Was auch der Grund für seinen nächsten Auftrag ist: Als sich der Senator Albert Votto (Alex Manette) bei ihm mit der Bitte meldet, seine Tochter Nina (Ekaterina Samsonov) zu finden, rückt Joe aus und schlittert in ein Netz von Kinderprostitution – gegen das er brutal vorgeht … Die Bilder, die Regisseurin Lynne Ramsay für den Seelenzustand ihres Protagonisten und das hässliche New York findet, sind verstörend, aber auch stark. Ein Film, der extrem an die Nieren geht.

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Platz 15: The Master (2012)

Regie: Paul Thomas Anderson

Originaltitel: The Master

IMDb-Bewertung: 7,2/10

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Vom Einsatz im Zweiten Weltkrieg traumatisiert, fällt es dem Ex-Marinesoldaten Freddie (Joaquin Phoenix) schwer, im zivilen Leben Fuß zu fassen. Er trinkt, neigt zu Gewaltausbrüchen und verliert seine Jobs – bis er auf den charismatischen Lancaster Dodd (Philip Seymour Hoffman) trifft: Der Intellektuelle, der sich selbst als Autor, Doktor, Nuklearphysiker und Philosoph vorstellt, baut mit seiner Frau Peggy (Amy Adams) gerade die neue Glaubensgemeinschaft The Cause (deutsch: Der Ursprung) auf und behauptet, mittels Hypnose seelische und körperliche Krankheiten heilen zu können. Der labile Freddie avanciert zum Versuchsobjekt und zur rechten Hand des Meisters und geht mit Gewalt gegen Kritiker vor. Doch dann kommen ihm Zweifel an der Lehre seines Idols … Zwar recht langatmiges, aber formal brillantes und großartig gespieltes Charakterdrama. Fun-Fact: Eine irre Fan-Theorie besagt, dass The Master und A Beautiful Day (siehe Platz 16) die Quasi-Vorgeschichte zu Joker bilden. Natürlich ein Blödsinn, aber wenn man sie im Detail betrachtet, hat die Annahme schon etwas für sich ;-)

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Platz 14: Hexenkessel (1973)

Regie: Martin Scorsese

Originaltitel: Mean Streets

IMDb-Bewertung: 7,3/10

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Der Film, der Martin Scorseses Durchbruch bedeutete, spielt im New Yorker Stadtteil Little Italy, wo der Regisseur selbst seine Kindheit verbrachte. Im Zentrum der Handlung stehen der „vernünftige“ Kleinkriminelle Charlie (Harvey Keitel) und Johnny Boy (Robert De Niro), der Cousin von Charlies epilepsiekranker heimlicher Geliebten Teresa (Amy Robinson). Während der katholische Charlie Probleme damit hat, sein Leben im Gangstermilieu mit seinem Glauben in Einklang zu bringen, hat der aufgeblasene Johnny Boy vor allem Probleme mit seinen zahlreichen Gläubigern. Dass er sich ständig von anderen Geld leiht, wird am Ende nicht nur ihm, sondern auch Charlie, der immer wieder den Kopf für ihn hinhält, zum Verhängnis … Scorseses Frühwerk ist ein raue Angelegenheit und visuell weit entfernt von seinen späteren, den Big-Budget-Hochglanz-Werken à la Gangs of New York, Aviator oder Hugo Carbret. Kent L. Wakefords wackelige Handkamera sorgt in der intensiven Milieustudie für Authentizität, und das seinerzeit noch unverbrauchte Schauspieler-Duo De Niro/Keitel haucht seinen gegensätzlichen Charakteren glaubwürdig Leben ein. Stark!

Hexenkessel gibt’s hier *


Platz 13: Tanz mit mir (1937)

Regie: Mark Sandrich

Originaltitel: Shall We Dance

IMDb-Bewertung: 7,5/10

US-Balletttänzer Peter P. Peters (Fred Astaire) – der unter dem Künstlernamen Petrov auftritt – lernt durch seine Leidenschaft für Stepptanz und Jazz die Nachtclub-Sängerin Linda Keene (Ginger Rogers) kennen. Er verliebt sich und setzt sich in den Kopf, mit ihr vor den Traualtar zu treten. Bis die beiden jedoch ihr gemeinsames Happy End feiern, ist es noch ein weiter Weg: Zu Beginn ist Linda von Peter so gar nicht angetan, und dann wird den beiden von der Presse ein Techtelmechtel nachgesagt. Weil Peter allerdings aus Selbstschutz einer anderen Verehrerin vorgegaukelt hat, verheiratet zu sein, auch Linda kurz davor steht, einen New Yorker Geschäftsmann zu heiraten, und sie mit schlechter Pubilicity den Todesstoß in ihrem Berufsfeld befürchten, ziehen sie eine gemeinsame Fake-Hochzeit in Erwägung … Zwar steht die beschwingte Musicalkomödie im krassen Gegensatz zu allen anderen Filmen dieser Liste, doch der Ton macht die Musik: Der von George Gershwin extra für Tanz mit mir komponierte Song „Slap That Bass“ (klicken Sie auf den Link, um die Szene zu sehen) ist in einer Joker-Schlüsselszene zu hören, in der der langsam dem Wahnsinn verfallende Joaquin Phoenix oben ohne durchs Bild tanzt. Nettes Insider-Wissen ;-)

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Platz 12: Serpico (1973)

Regie: Sidney Lumet

Originaltitel: Serpico

IMDb-Bewertung: 7,7/10

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Gleich zu Beginn wird Polizist Frank Serpico (Al Pacino) blutend, dem Tode nahe in ein Spital eingeliefert. Das Werk eines Gangsters? Muss nicht sein. Wir schauen zurück auf die Anfänge Serpicos bei der Polizei: Zu Beginn ist der junge Mann topmotiviert, doch der Frust lässt nicht auf sich warten, denn seine Kollegen sind praktisch alle korrupt. Serpico lässt sich die Haare wachsen, geht undercover auf Streife, will intern gegen die schwarzen Schafe vorgehen – und macht sich damit nur Feinde … 70er-Klassiker nach Tatsachen: eine ernüchternde Angelegenheit!

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Platz 11: The King of Comedy (1982)

Regie: Martin Scorsese

Originaltitel: The King of Comedy

IMDb-Bewertung: 7,8/10

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Comedian Jerry Langford (Jerry Lewis) ist der Moderator einer äußerst populären Late-Night-Show, nach jeder Aufzeichnung wird er von seinen Fans bestürmt und belagert. Auch Rupert Pupkin (Robert De Niro) und seine Bekannte Masha (Sandra Bernhard) sind Fans. Mehr noch: Rupert hält sich sogar selbst für einen großartigen Komiker, der eine eigene Show verdient hätte. Also hängt er sich an die Fersen seines Idols. Nach einem zufälligen Gespräch mit Langford bildet sich Rupert ein, er wäre mit ihm befreundet und dürfe bald in der Show auftreten. Erst als der TV-Star Rupert mit der Polizei droht, kapiert der aufdringliche Stalker, dass dieser nichts mit ihm zu tun haben möchte. In seinem Stolz verletzt, dreht Rupert durch. Gemeinsam mit Masha kidnappt er Jerry Langford auf der Straße und verschleppt ihn in deren Wohnung … Ging im Kino leider komplett unter, niemand wollte wohl Jerry Lewis in so einer ernsten Rolle sehen. Dabei gilt Scorseses traurige Mediengroteske als eine der schönsten und berührendsten Arbeiten mit seinem Hausstar Robert De Niro.

The King of Comedy gibt’s hier *


Platz 10: Hundstage (1975)

Regie: Sidney Lumet

Originaltitel: Dog Day Afternoon

IMDb-Bewertung: 8,0/10

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Brooklyn 1972, am Nachmittag eines heißen Sommertages. Drei Männer steigen aus dem Auto und wollen eine Bank überfallen. Sal (John Cazale) hält den Filialleiter in Schach, sein Komplize Sonny (Al Pacino) kümmert sich um die Angestellten, und Sam (Jay Gerber), der Dritte im Bunde, kriegt es mit der Angst zu tun und rennt davon. Zunächst wollen sich die beiden davon nicht den Tag verderben lassen, doch als sich lediglich 1.100 US-Dollar im Banksafe finden, sinkt die Stimmung – noch mehr, als wenige Minuten später das Gebäude von der Polizei umzingelt ist. Vietnamveteran Sonny beschließt daraufhin, die Geiselnahme durchzuziehen, und stellt erste Bedingungen an die Cops: Er will mit Sal per Flugzeug nach Algerien ausreisen, außerdem fordert er ein Telefonat mit seiner Geliebten Leon. Durch den Medientrubel avanciert Sonny zum Star. Dennoch plant die Polizei eine gewaltsame Befreiungsaktion … Authentischer, weil auf einer wahren Story basierender, eindringlich gespielter Mix aus Thriller und Geiseldrama; nur ein Oscar (Skript) bei sechs Nominierungen.

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Platz 9: Logan – The Wolverine (2017)

Regie: James Mangold

Originaltitel: Logan

IMDb-Bewertung: 8,1/10

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Im Jahr 2029 gibt es so gut wie keine Mutanten mehr, und Wolverine alias Logan (Hugh Jackman) ist nur noch ein Schatten seiner selbst. In unzähligen Kriegen fuhr er seine Metallklauen aus, heute verdingt er sich als Chauffeur einer Stretchlimo und schläft auf dem Rücksitz seine Räusche aus. Der Hang zum Alkohol hat einen Grund, denn seine regenerativen Superkräfte haben vehement nachgelassen! Logan ist am Ende und wünscht sich selbiges herbei – wäre da nicht der demente Prof. Charles Xavier (Patrick Stewart), den er gemeinsam mit dem Mutanten Caliban (Stephen Merchant) in der mexikanischen Pampa vor dem Heimatschutz-Ministerium versteckt. Er will genug Geld zusammenkratzen, um ihm auf einem Hausboot im Meer ihre restlichen Lebensjahre zu verbringen. Als ihn eines Tages eine Krankenschwester darum bittet, die junge Laura (Dafne Keen) nach North Dakota zu bringen, lehnt er ab. Doch als sich herausstellt, dass sie das Ergebnis eines Gen-Experiments ist, bei dem u. a. Logans DNA zum Einsatz kam, und ein Trupp Söldner ihr Versteck stürmt, schnappt er Charles und Laura und rast los … Basierend auf dem Comic Old Man Logan steht dieses ultrabrutale Abenteuer für das Ende einer Ära, glänzt mit famoser Figurenzeichnung und bislang ungeahnter Tiefe.

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Platz 8: Network (1976)

Regie: Sidney Lumet

Originaltitel: Network

IMDb-Bewertung: 8,1/10

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Seit über zwanzig Jahren ist Howard Beale (Peter Finch) Nachrichtensprecher beim TV-Sender UBS. Aufgrund der sinkenden Quoten wird von der Geschäftsführung nun aber beschlossen, ihn zu kündigen. Das wirft Beale derart aus der Bahn, dass er ankündigt, sich vor laufender Kamera umzubringen – was seine Einschaltquoten natürlich wieder in astronomische Höhen schnalzen lässt. Die neue Senderleiterin Diana (Faye Dunaway) wiederum nützt das aus und verpasst dem zornigen Publikumsliebling sogar eine eigene Sendung. Doch was geschieht, wenn der Hype um den wütenden Moderator wieder nachlässt? Sein bester Freund, News-Ressortleiter Max Schumacher (William Holden), sieht Beale unaufhaltsam auf eine Katastrophe zusteuern … Bissige Abrechnung mit dem Kommerzfernsehen, die heute wie damals bestens funktioniert. Großartig und intensiv gespielt und von Sidney Lumet (Serpico, Tödliche Entscheidung) wieder einmal meisterhaft inszeniert. Dafür gab es vier Oscars, u. a. für Hauptdarsteller Peter Finch, der leider vor der Preisübergabe starb.

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Platz 7: Das Cabinet des Dr. Caligari (1919)

Regie: Robert Wiene

Originaltitel: The Cabinet of Dr. Caligari

IMDb-Bewertung: 8,1/10

Der Hypnotiseur und Schausteller Dr. Caligari (Werner Krauß) ist mit seinem Medium Cesare (Conrad Veidt) Mitte des 19. Jahrhunderts eine echte Jahrmarkt-Attraktion. Bei einem Tourstop im norddeutschen Holstenwall wollen sich zwei Studenten von den „Fähigkeiten“ des wahrsagenden Cesare überzeugen – und staunen nicht schlecht, als ihnen der rasch anbahnende Tod prophezeit wird. Und tatsächlich: Tags darauf ist einer der beiden tot! Der Überlebende kommt zu dem Schluss, dass Caligari seinen Helfer in Wahrheit zu Morden anstiftet … Zählt zu den einflussreichsten Filmen des Weimarer Kinos und gilt darüber hinaus als Meilenstein des Expressionismus.

Das Cabinet des Dr. Caligari gibt’s hier *


Platz 6: Taxi Driver (1976)

Regie: Martin Scorsese

Originaltitel: Taxi Driver

IMDb-Bewertung: 8,3/10

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Vietnamkriegsveteran Travis Bickle (Robert De Niro) ist Mitte 20, nach seinem Einsatz traumatisiert und hat Schlafstörungen, weshalb er nachts als Taxler in New York arbeitet. Was ihn stört, sind die Menschen, die die Großstadt zu dieser Tageszeit primär bevölkern – Prostituierte, Drogenhändler, Kleinkriminelle. Die junge Wahlkampfhelferin Betsy (Cybill Shepherd) erscheint ihm da wie ein Lichtblick, doch als er sie zum ersten Date ausgerechnet in ein Pornokino ausführt, will sie, wenig überraschend, nichts mehr von ihm wissen. Eines Abends lernt er die minderjährige Iris (Jodie Foster in ihrer ersten großen Rolle!) kennen, die offenbar von ihrem Zuhälter misshandelt wird, und beschließt, die Stadt auf eigene Faust vom „Dreck“ zu säubern … Das kompromisslos-melancholische Meisterwerk von Martin Scorsese wurde zum Synonym für Einsamkeit in der Großstadt und die Orientierungslosigkeit der USA nach dem Vietnamkrieg. De Niro gibt als soziopathischer Möchtegern-Held eine Jahrhundertvorstellung, und Jodie Foster machte der Streifen zum Star. Beide wurden oscarnominiert, gingen aber wie Film und Musik leer aus.

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Platz 5: Uhrwerk Orange (1971)

Regie: Stanley Kubrick

Originaltitel: A Clockwork Orange

IMDb-Bewertung: 8,3/10

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Alex (Malcolm McDowell) ist der ultrabrutale Chef einer Jugendgang in einem utopisch verfremdeten London. Nach einem Mord wird er verhaftet und verurteilt. Angesichts der Aussicht, früher aus dem Gefängnis zu kommen, meldet er sich zu einer Gehirnwäsche und fällt – „geheilt“ und zu Gegenwehr unfähig – ehemaligen Opfern in die Hände … Von Regie-Genie Stanley Kubrick (2001 – Odyssee im Weltraum, Shining, Full Metal Jacket) inszenierte, wüste und schwer zu entschlüsselnde Gewaltparabel nach dem gleichnamigen Roman von Anthony Burgess.

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Platz 4: Psycho (1960)

Regie: Alfred Hitchcock

Originaltitel: Psycho

IMDb-Bewertung: 8,5/10

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Die hübsche Marion Crane (Janet Leigh) träumt von einer sorglosen Zukunft mit ihrem Lover Sam. Als sie für ihren Boss 40.000 Dollar zur Bank bringen soll, macht sie sich mit dem Geld kurzerhand Richtung Kalifornien aus dem Staub. Unterwegs wechselt sie das Auto, bei strömendem Regen steigt sie im entlegenen Motel von Norman Bates (Anthony Perkins) ab – und flirtet etwas mit dem linkischen jungen Mann, der hier mit seiner Mutter lebt. Als sie später unter die Dusche steigt, stürmt plötzlich eine Frau mit einem Messer ins Bad … Schlichtweg einer der genialsten Thriller der Filmgeschichte, oft kopiert, selten erreicht und bis heute stilprägend für das gesamte Suspense-Genre!

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Platz 3: Moderne Zeiten (1936)

Regie: Charlie Chaplin

Originaltitel: Modern Times

IMDb-Bewertung: 8,5/10

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Trauriger Tramp (Charlie Chaplin; auch Regie) braucht dringend Geld und verdingt sich in der Fabrik. Bei der hektisch-monotonen Akkordarbeit versagen ihm die Nerven; er landet in der Heilanstalt. Nach der Entlassung bringen ihm auch andere Jobs kein Glück: Ständig kommt er mit dem Gesetz in Konflikt und landet immer wieder im Gefängnis. Dann lernt er Landstreicherin Garmine (Paulette Goddard) kennen und macht sich mit ihr auf die Suche nach einer neuen Heimat … Einer der wenigen 30er-Filme, die die relativ neue Industriegesellschaft aufs Korn nahmen. Meisterlicher Mix aus Ton- und Stummfilm.

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Platz 2: Einer flog über das Kuckucksnest (1975)

Regie: Miloš Forman

Originaltitel: One Flew Over the Cuckoo’s Nest

IMDb-Bewertung: 8,7/10

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Das Leben im Häfen ist hart, und der wegen Verführung einer Minderjährigen verurteilte McMurphy (Jack Nicholson) legt es darauf an, dass man ihn zur Beobachtung in eine psychiatrische Anstalt einweist. Dort vegetieren die „Irren“ unter der Fuchtel von Stationsschwester Ratched (Louise Fletcher) vor sich hin. Schlitzohr McMurphy versucht, Schwung und Lebenslust in die geschlossene Abteilung zu bringen. Schwester Ratched schlägt brutal zurück … Miloš Formans geniale Adaption von Ken Keseys Kultroman. Dafür gab’s Oscars als bester Film, für Regie, Drehbuch sowie für Nicholson und Fletcher!

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Platz 1: The Dark Knight (2008)

Regie: Christopher Nolan

Originaltitel: The Dark Knight

IMDb-Bewertung: 9,0/10

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Obwohl Batman (Christian Bale) am Ende von Batman Begins (2005) Gotham City vor einer Katastrophe bewahrte, sind nicht alle Einwohner überzeugt von ihrem neuen Helden. Manche verehren ihn, andere wiederum klagen ihn der Selbstjustiz an. Unterstützung erhält er nur von Commissioner Gordon (Gary Oldman) und Staatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhart), die massiv gegen die lokale Mafia vorgehen. Als die Syndikate ihren Einfluss schwinden sehen, heuern sie den scheinbar psychopathischen Joker (Heath Ledger) an. Ein Menschenleben – egal, ob Freund oder Feind – bedeutet dem grotesk geschminkten Freak gar nichts, und selbst Geld scheint ihn kalt zu lassen. Sein einziger Antrieb ist der Durst nach Anarchie. Er will Gotham City im Chaos untergehen sehen und fordert zudem Batmans Kopf: Falls sich der nicht öffentlich zu erkennen gibt, sollen Unschuldige dran glauben … The Dark Knight ist eine der besten Comicadaptionen – düster, spektakulär, spannend, und sie wälzt auch moralisch knifflige Fragen: Ist Feuer mit Feuer zu bekämpfen? Und wo zieht man die Grenze? Heath Ledger, der kurz nach den Dreharbeiten starb, liefert als Joker eine irre Performance und wurde posthum mit dem Nebendarsteller-Oscar geehrt.

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