Habemus Generalem! Alexander Wrabetz bleibt ORF-Generaldirektor

Dritte Amtszeit bestätigt: Alexander Wrabetz bleibt für die nächsten fünf Jahre ORF-General

Dritte Amtszeit bestätigt: Alexander Wrabetz bleibt für die nächsten fünf Jahre ORF-General

Am Dienstagnachmittag fiel die Entscheidung, dass der derzeitige Generaldirektor Alexander Wrabetz die Geschicke des ORF weitere fünf Jahre lenken wird. Wrabetz gewann die offene Abstimmung mit 18 von 35 Stimmen. Er ist damit der erste ORF-General mit drei Amtszeiten in Folge. Was der frischgebackene Alt-General plant, hat er in einem Konzept präsentiert.

Alexander Wrabetz, ORF-General seit 10 Jahren, wird für eine weitere Amtszeit den ORF lenken. Die Wahl fiel mit 18 Stimmen (von 35) auf ihn. Herausforderer und ORF-Finanzdirektor Richard Grasl konnte keine Mehrheit erlangen. Es war aber ein Fotofinish, Grasl bekam 15 Stimmen, nur zwei Gremiumsmitglieder wählten ungültig. Er habe, so Grasl, viele gute Ideen eingebracht und hofft, dass einige davon verwirklicht werden.

Das war der Wahltag:


16:00 Uhr: Die Abstimmung hat ergeben: Alexander Wrabetz wurde mit 18 von 35 Stimmen zum ORF-Generaldirektor gewählt
15:30 Uhr: Hearing Wrabetz ist vorbei, es folgt die Abstimmung
Seit ca. 13 Uhr: Hearing Wrabetz hat begonnen - Rund 40 Medienvertreter (darunter auch Privat-TV) warten seit fast 2 Stunden auf ein Ende. Doch die Stiftungsräte wollen es heute scheinbar sehr genau wissen...
Derzeit spricht man am Küniglberg von 18 Stimmen für Wrabetz, 15 Stimmen für Grasl und zwei Enthaltungen
12:55: Hearing Grasl ist vorbei. Alle 35 Stiftungsräte haben ihm Fragen gestellt, laut Grasl war es eine konstruktive Diskussion über neue Struktur- und Programmfragen. Jetzt wartet er gespannt auf das Ergebnis.
12:00: Hearing Grasl neigt sich langsam dem Ende zu
10 Uhr: Beginn Hearing Grasl
Vormittag: Die Stiftungsräte Siggi Neuschitzer und Wilfried Embacher lassen Präferenzen in Richtung Wrabetz erkennen

ORF-General-Wahl: So funktionierte die Abstimmung

In einer nicht geheimen Abstimmung wählen 35 Mitglieder des obersten ORF-Gremiums, dem Stiftungsrat, den neuen ORF-Boss. Der Gewinner musste mindestens 18 Stimmen erreichen. Beide Kandidaten zeigten sich im Vorfeld der Abstimmung überzeugt, die notwendige Mehrheit zu bekommen. Der Stiftungsrat setzt sich aus Mitgliedern der Regierung, von Parteien, Bundesländern, dem ORF-Publikumsrat sowie -Betriebsrat zusammen und ist größtenteils in parteipolitischen Freundeskreisen organisiert. SPÖ und ÖVP zählen momentan jeweils 13 Vertreter, FPÖ, Grüne, NEOS und TS haben je einen Stiftungsrat. Dazu kommen der von BZÖ/FPK bestellte und von der SPÖ-geführten Kärntner Landesregierung verlängerte Stiftungsrat sowie vier Unabhängige.

Die Mitglieder des ORF-Stiftungsrats

Diese 35 Stiftungsrat-Mitglieder entschieden, wer ORF-Generaldirektor wird

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Wrabetz: Konzept mit starker digitaler Ausrichtung und 62 neuen Programmideen

Alexander Wrabetz möchte sich weiter dafür einsetzen, dass der ORF das digitale Leitmedium der Zukunft bleiben soll. Zugleich soll der Sender in den kommenden Jahren zum „Social-Media-Haus“ werden. Der aktuelle ORF-Chef will den ORF fit für die Herausforderungen der nächsten Jahre machen. Wrabetz plant im Falle seiner Wiederwahl die Installierung eines „Chief Digital Officer“ in der Generaldirektion, der sich um die Onlinestrategie, Neue Medien, Business-Development sowie die Entwicklung neuer digitaler und mobiler Kanäle sowie App-Angebote kümmern soll. Das von Wrabetz medial lancierte Hotboard könnte eine schnellere Orientierung über zentrale Inhalte des ORF in all seinen Standorten bieten und würde dem Publikum zudem ermöglichen, besonders gute Inhalte öffentlich zu favorisieren.

Erster mit drei Amtszeiten in Folge: ORF-General Alexander Wrabetz

Erster mit drei Amtszeiten in Folge: ORF-General Alexander Wrabetz

Für ORF eins plant der Generaldirektor eine Neupositionierung, in der auch das Österreich-Programm ausgebaut werden soll. Zugleich sieht Wrabetz’ Konzept eine Stärkung der Infosäule von ORF eins vor. Mit „ORF-eins-to-go“ soll zugleich ein non-lineares Angebot für die Mobile- und Social-Media-Nutzung entstehen. Die Bereiche Information und Unterhaltung sollen laut Wrabetz generell ausgebaut werden: Neue Diskussions- und Talk-Formate, die Erweiterung des Korrespondentennetzes nach Afrika sowie neue Comedy- und Satireentwicklungen werden im Konzept als Beispiele angeführt. Das Konzept beinhaltet insgesamt 62 neue Programmideen. Ö1 soll, so war in Statements zu lesen, mittels Relaunch weiterentwickelt werden, der ORF insgesamt eine Channel-Struktur bekommen. Neben Ö3, FM4 und ORF III sollen auch ORF eins, ORF2 und Ö1 eigene Channel-Manager bekommen.

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