Bye, bye, Willy Wonka: Komik-Genie Gene Wilder ist mit 83 Jahren gestorben

1971 spielte Wilder den Willy Wonka in ‚Charlie und die Schokoladenfabrik‘

1971 spielte Wilder den Willy Wonka in ‚Charlie und die Schokoladenfabrik‘

Man liebte ihn als Willy Wonka in ‚Charlie und die Schokoladenfabrik‘, man lachte sich krumm bei ‚Trans-Amerika-Express‘ oder ‚Die Glücksjäger‘ und man verliebt sich mit ihm in Daisy, das Schaf aus ‚Was Sie schon immer über Sex wissen wollten'. Gene Wilder, der begnadete Hollywood-Komiker und talentierte Regisseur, ist nun nach langer, schwerer Krankheit gestorben.

Auch im hohen Alter wurde Gene Wilder von Kindern immer noch mit den Worten „Da ist Willy Wonka“ begrüßt, 1971 spielte er in ‚Charlie und die Schokoladenfabrik‘ eine seiner Paraderollen. Es war aber nicht seine erste. 1967 drehte Wilder bereits ‚Bonny und Clyde‘ unter der Regie Arthur Penns, ein Jahr darauf mit Mel Brooks ‚Frühling für Hitler‘. Nach dem Riesenerfolg als Willy Wonka gewann Woody Allen den blonden Schauspieler mit dem lustigen Gesicht für die Rolle des Dr. Ross in ‚Was Sie schon immer über Sex wissen wollten‘.

Psychiater Doug Ross verliebt sich in Daisy, das Schaf

Psychiater Doug Ross verliebt sich in Daisy, das Schaf

Enge Zusammenarbeit mit Mel Brooks und Richard Pryor

Gene Wilder schrieb an den Drehbüchern vieler Brooks-Filme mit. Für seine Rolle des Leo Bloom in ‚Frühling für Hitler' wurde er 1968 für einen Oscar nominiert. Später folgte eine weitere Nominierung in der Kategorie „Bestes adaptiertes Drehbuch“ für seine Arbeit an der Mel-Brooks-Komödie ‚Frankenstein Junior‘, in der er auch die Titelrolle spielte. Der in den 1970er und 1980er-Jahren superbeliebte Filmkomödiant traf für den Film ‚Trans-Amerika-Express‘ 1976 seinen kongenialen Partner Richard Pryor erstmals. Insgesamt vier Komödien drehte das durchgeknallte Paar bis 1991 zusammen, unter anderem den Lacher ‚Die Glücksjäger‘.

 Gene Wilder und Richard Pryor als unvergessliche Glückjäger

Gene Wilder und Richard Pryor als unvergessliche Glückjäger

Regiearbeiten und Hochzeit mit der Kollegin Gilda Radner

Zwischen 1975 und 1986 realisierte Wilder als Regisseur und Autor fünf Filmkomödien, darunter Sherlock Holmes’ cleverer Bruder (1975), Der größte Liebhaber der Welt (1977) und Die Frau in Rot (1984). Letzterer wurde zu einem der größten Erfolge für Wilder. Von 1984 bis zu ihrem frühen Krebstod 1989 war Gene Wilder mit seiner Kollegin Gilda Radner verheiratet, mit der er gemeinsam in vier Filmen (Hanky Panky, Der wilde wilde Westen, Hochzeitsnacht im Geisterschloss und Die Frau in Rot) auftrat.

Gilda Radner, die Frau in Rot, wurde im Erscheinungsjahr des gleichnamigen Films die Frau von Gene Wilder

Gilda Radner, die Frau in Rot, wurde im Erscheinungsjahr des gleichnamigen Films die Frau von Gene Wilder

Bücher und die Krankheit

Ab 1991 war Wilder (in vierter Ehe) mit der Kostümbildnerin Karen Boyer verheiratet. 1998 veröffentlichte Wilder gemeinsam mit dem Onkologen Steven Piver das Buch Gilda’s Disease über die Erkrankung und den Tod von Gilda Radner. Zwischen 2005 und 2013 verfasste Wilder fünf weitere Bücher, darunter die Memoiren Kiss Me Like a Stranger, die Kurzgeschichtensammlung What Is This Thing Called Love? und den Spionageroman My French Whore.
Gene Wilder litt zuletzt an der Alzheimer-Krankheit, an deren Folgen er am 29. August 2016 im Alter von 83 Jahren starb.

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