What happened to Monday? Noomi Rapace gegen alle

Glanzleistung: Noomi Rapace spielt sieben verschiedene Rollen mehr als überzeugend

Glanzleistung: Noomi Rapace spielt sieben verschiedene Rollen mehr als überzeugend

Bericht von der Premiere in Wien: In gleich sieben Rollen schlüpfte die schwedische Ausnahmeschauspielerin Noomi Rapace (Stieg Larssons ‚Millennium‘-Trilogie) für den Sci-Fi-Thriller ‚What happened to Monday?‘ (ab 12.10. im Kino). Wer jetzt an die TV-Serie ‚Orphan Black‘ denkt, stellt sich die Sache aber zu einfach vor. Rapace zeigt uns, wie breit ihre künstlerische Palette ist – und nicht nur eine Maskerade mit verschiedenen Verkleidungen.

‚What happened to Monday?‘ fragt Regisseur Tommy Wirkola (‚Hänsel und Gretel: Hexenjäger‘) in seinem neuen Film, der ein Zukunftsszenario heraufbeschwört wird, vor dem man sich fürchten kann. Besetzt ist der Sci-Fi-Mystery-Thriller ebenso brillant wie berühmt: Neben den Hollywood-Altstars Willem Dafoe und Glenn Close schießt Noomi Rapace (37) den Vogel ab, indem sie gleich sieben (!) Rollen spielt.

Die Schwestern Monday, Tuesday, Wednesday, Thursday, Friday, Saturday und Sunday (alle gespielt von Noomi Rapace) tauschen sich täglich beim Abendessen aus

Und zwar handelt es sich genau genommen um weibliche Siebenlinge, die alle gleich aussehen. Die Herausforderung ist hier also, den äußerlich identen Damen eine eigene Persönlichkeit zu verleihen. Keine kleine Aufgabe, wie Fans von ‚Orphan Black‘ wissen, wo sich Tatiana Maslany als Sarah Manning mit dem selben Problem – leider oft glücklos weil zum Teil nur durch bloße Maskerade unterscheidbar – herumschlägt.

In einer dunklen Welt, in der jedes Paar nur noch ein Kind haben darf

In einer nahen Zukunft ist Nahrung Mangelware, weil die Erdbevölkerung auf ein unerträgliches Maß angestiegen ist. Da wird schon mal die eine oder andere Ratte als Abendessen in Kauf genommen. Die Lösung der Politik (und Forschung): Jedes Paar soll nur noch ein Kind haben. Unerlaubte Geschwister werden in den Cryoschlaf gelegt (=eingefroren), um sie in einer besseren Zukunft wieder aufzuwecken. Das findet aber nicht jeder gut, wie zum Beispiel Terrence Settmann (Willem Dafoe), der sich um die sieben Kinder seiner verstorbenen Tochter kümmert.

Opa Terrence Settman (Willem Dafoe) will die sieben Kinder seiner Tochter unbedingt durchbringen

Opa Terrence legt sich mit dem System an und versteckt die Mädels gut in seiner Wohnung, sodass die Behörde für Ein-Kind-Politik trotz engmaschiger Überwachungssysteme sie nicht am Radar hat.

Nach vielen Jahren in der großväterlichen Wohnung, darf jede Schwester nun einen Tag pro Woche raus

30 Jahre geht das Versteckspiel gut, die mittlerweile zu Frauen herangereiften Schwestern haben sich damit abgefunden, jeweils nur einmal in der Woche die Wohnung zu verlassen – und spielen in der Öffentlichkeit eine einzige Rolle: Sie sind Karen Settman.

Glenn Close treibt als ideologisch verblendete Politikerin ihr grausames Unwesen

Monday auf dem Weg zur Arbeit in die Bank

Doch eines Montages kehrt die erstgeborene Monday nicht mehr nach Hause zurück. Was ist ihr passiert? Die verbliebenen Schwestern machen sich auf die verzweifelte Suche in der feindlichen Außenwelt.

Jeden Morgen gibt es einen Gesichts-Scan, der Makel aufzeigt

Wednesday ist die kämpferische Schwester

Es folgt ein nervenzerfetzendes und atemloses Katz-und-Maus-Spiel, denn die Agenten der Behörde sind den Schwestern dicht auf den Fersen. Besonders beeindruckend: Noomi Rapace zeigt sich als choreografisches Kampfszenen-Talent ohne Scheu vor harten und blutigen Szenen.

Die blonde Saturday steckt in Schwierigkeiten (im Bild mit Marwan Kenzari als Agent Adrian)

Thursday ist bald schon am Rande der Verzweiflung – und auf der Flucht

Wohin wird der Weg diese Schwester führen?

Die äußerst üble Zukunftsvision (Dystopie) dauert rund 2 Stunden, langweilig wird es einem dabei aber zu keiner Zeit. Zugegeben, Sci-Fi-Fans sind mit dem Szenario wohl vertraut und können sich recht früh vorstellen, wie der Film ausgehen wird. Trotzdem macht es Spaß, Rapace, Dafoe und Close beim Kampf um eine bessere Welt (was auch immer das heißen mag) zuzusehen. Und: Der eine oder andere überraschende Twist ist auch dabei und Special Effects (siehe Szenen, wo alle Schwestern gemeinsam im Bild sind) können sich ebenfalls sehen lassen.

Obendrein sei erwähnt, dass es sich hierbei um eine Netflix-Produktion handelt, die bereits seit August in Übersee online verfügbar ist – im deutschsprachigen Raum hat man jedoch einen Kinoverleiher gefunden. Coole Sache, weil das Sci-Fi-Spektakel zahlt sich auf der großen Kinoleinwand wirklich aus.

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