Alles über Wärmedämmung - Neue Technologien & häufig gestellte Fragen

Die Auswahl an Dämmstoffen ist sehr groß, es ist daher oft schwierig, den für den jeweiligen Einsatzbereich richtigen Dämmstoff auszuwählen.

Der Dämmstoff im Kellerbereich muss zum Beispiel andere Eigenschaften haben als ein Dämmstoff an der Außenwand oder im Dachbodenbereich. Neben den Kosten sollten bei der Dämmstoffwahl vor allem folgende Aspekte berücksichtigt werden:
* Wärmeleitfähigkeit (λ= Lambda) und Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)
* Dampfdiffusion
* Druckfestigkeit, Belastbarkeit
* Umweltbelastung und Energiebedarf bei der Herstellung, Wiederverwendung/Entsorgung

Wärmeleitfähigkeit (λ in W/mK)

Die eigentliche Funktion des Dämmstoffes, die Wärmeverluste zu reduzieren, wird mit der Wärmeleitzahl Lambda (λ) beurteilt. Je kleiner der λ -Wert, umso besser die Dämmwirkung. Schlechtere λ -Werte können aber durch höhere Dämmstoffstärken ausgeglichen werden. Die Wärmeleitfähigkeit von üblichen Dämmmaterialien liegt in der Regel zwischen 0,035 und 0,045 W/mK.

Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert in W/m²K)

Der U-Wert ist ein Maß für die Wärmeverluste durch einen Bauteil und bezieht neben der Wärmeleitzahl auch die Dicke der Bauteilschicht ein. Je kleiner der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.

Dampfdiffusion

Die Dampfdiffusion wird durch den µ-Wert (sprich: [mü-Wert] = Dampfdiffusionswiderstand) beschrieben und mit der Materialstärke des Bauteils multipliziert. Der so ermittelte Wert sollte von innen nach außen abnehmen, damit der Transport der Luftfeuchtigkeit nach außen nicht behindert wird. Ist dies nicht gewährleistet, muss auf der Innenseite eine Dampfbremse angebracht werden, um das Eindringen der Feuchtigkeit in die Konstruktion zu bremsen. Feuchtigkeit im Dämmstoff vermindert nämlich in der Regel die Dämmwirkung und kann Bauschäden hervorrufen.

Dämmstoffe im Vergleich

Grundsätzlich ist es wichtig, dass man gut, d.h. mit entsprechender Stärke, dämmt. Beim Vergleich von Dämmstoffen kann Folgendes mit einbezogen werden: Die Umweltbelastungen und der Energieverbrauch bei der Dämmstoffherstellung sind vor allem bei Zellulose, Schafwolle, Flachs, Kokosfaser, Kork, und Holzfaserdämmplatten sehr gering. Die relativ größte Umweltbelastung und den größten Energiebedarf bei der Herstellung verursacht Polyurethan, gefolgt von Polystyrol (siehe Infoblatt "Baubiologie & biologische Baustoffe").

Wärmedämmverbundsysteme (Vollwärmeschutz)

Es handelt sich um eine außen aufgeklebte oder gedübelte Wärmedämmschicht, die dann verputzt wird. Achten Sie auf die Qualität der verwendeten Materialien und eine sorgfältige Verarbeitung, um eine hohe Lebensdauer zu gewährleisten.
Neue Dämmtechnologien

Transparente Wärmedämmung (TWD)

Wärmedämmsysteme mit transparenter Wärmedämmung (TWD) ermöglichen einen Wärmefluss von außen nach innen, indem Sonnenlicht in Wärme umwandelt wird. Damit kann in diesem Bereich, je nach Ausrichtung, eine über das Jahr positive Energiebilanz erzielt werden.

Vakuumdämmung

Um eine Verringerung der Dämmstoffdicke bei gleichbleibendem Wärmeschutz zu erreichen, wird bei der Vakuumdämmung die Luft aus dem Isolationsvolumen abgepumpt (evakuiert). Dieses Prinzip ist seit langem bei der Thermoskanne bekannt und wird nun erstmals auch bei der Gebäude-Vakuumdämmung eingesetzt.

Solarfassade

Eine neue Methode der Fassadendämmung ist die Solarfassade (Firmenname "gap-Fassadenpaneel"). Es handelt sich dabei um ein hoch wärmedämmendes Fassadensystem, dessen Kernelement eine Solarwabe bildet, die in einer Glasfassade integriert ist. Die tief stehende Wintersonne dringt in dir Solarwabe ein und erwärmt diese. Das Fassadenpaneel wird vor eine statisch tragende Außenwand bzw. in ein Pfosten-Riegel System montiert. Dies funktioniert sowohl bei Massivwänden als auch bei Leichtwänden.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Wärmedämmung

Kann man zuviel dämmen?
Je nach Dämmstoff kann gesamtökologisch durchaus bis zu 50 cm gedämmt werden, da erst ab dieser Dämmstärke der Energiebedarf für Produktion, Transport und Entsorgung des Dämmstoffes etwa die Höhe der eingesparten Energie erreicht. Eine wirtschaftlich optimale Dämmstärke liegt bei der massiven Außenwand derzeit bei rund 16 cm. Ein Zuviel in Bezug auf Behaglichkeit gibt es nicht, denn mit jedem Zentimeter Dämmung steigt das Wohlbefinden durch die höheren Oberflächentemperaturen der Innenwände.
Dämmung und Dampfdichte?
Oft werden Dämmmaßnahmen mit dem Argument unterlassen, die "Atmung" der Wand werde beeinträchtigt. Insgesamt erfolgt aber der Dampfaustausch nur zu 1 bis 3 % über die Gebäudehülle. Der überwiegende Teil des Wasserdampfes wird durch das Lüften abgeführt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang eine luftdichte Gebäudehülle (Dampfbremse sauber verkleben), damit keine Feuchtigkeit in die Baukonstruktion eindringen kann.
Soll ich die Südwand nicht bzw. weniger dämmen?
Nein! Sowohl aus energetischer als auch aus finanzieller Sicht sind unterschiedliche Dämmstärken nicht sinnvoll. Solare Gewinne durch die Wand gibt es (außer bei der transparenten Wärmedämmung) eigentlich nicht, die Sonne vermindert nur geringfügig die Verluste. Solare Gewinne erzielen Sie vor allem durch hochwertige Fenster, die bevorzugt auf der Südfassade angeordnet werden sollten und mittels aktiver Systeme wie einer Solaranlage.

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