Schluss mit lustig? Viktor Gernots Pläne für die Zukunft

Schock für Fans: Will Viktor Gernot tatsächlich das Kabarett aufgeben?

Schock für Fans: Will Viktor Gernot tatsächlich das Kabarett aufgeben?

Musik statt Kabarett. Schmähbruder Viktor Gernot sorgt mit seinem ,Ich mach nur das, was mir am meisten Freude bereitet'- Sager für Verwirrung. Im Talk klärt er jetzt auf.

Eine TV-MEDIA-Anfrage bei Viktor Gernots Management führte zu einer brandheißen Info: Viktor Gernot hört mit dem Kabarett auf und will sich ausschließlich der Musik widmen.

Zieht sich Viktor Gernot aus dem Berufsleben zurück?

Wenn sich einer der beliebtesten Komödianten Österreichs, der bei Servus TV sogar für den Quotenbestwert 2017 sorgte und dessen Tickets weggehen wie die warmen Semmeln, aus dem "Berufsleben" zurückzieht, steht TV-MEDIA natürlich auf der Matte.

Im Interview erklärt Viktor Gernot, wie es jetzt weitergeht

TV-MEDIA: Ihr aktueller Facebook-Post liest sich kryptisch, viele Ihrer Fans glauben, Sie hören auf. Auch für uns war Ihr vermeintlicher Kabarett-Abschied der Grund, warum wir uns treffen.
Viktor Gernot: Jetzt ist die ganze Story dahin (lacht). Danke für den lieben Besuch.

TV-MEDIA: Klingt nach PR-Aktion ...
Viktor Gernot: Nein, es ist eigentlich ganz homogen und natürlich. Ich habe jahrelang diesen Mix aus Kabarett und Musik durchgehalten. Jetzt bin ich einfach ein halbes Jahr lang ausschließlich mit der Kombo unterwegs. Mit dem Ziel, dass ich danach schon wieder Kabarett mache. Weil man muss ja von irgendetwas leben auch (lacht).

TV-MEDIA: Sollte Ihnen die Tour richtig gefallen: Sitzen wir dann in einem halben Jahr wieder hier und reden über ,Gernot hört mit Kabarett' auf?
Viktor Gernot: Der große Luxus, den ich hab, ist ja der, dass ich mischen kann, einfach weil ich's kann, und ich's mir so erarbeitet habe. Das würde ich gar nicht aufgeben wollen. Erfahrungsgemäß, wenn ich etwas ausschließlich mache, dann wird mir irgendwann fad. Das hatte ich in den 90ern mit Musicals. Eine wertvolle Erfahrung, aber wenn man 300 Shows im Jahr spielt, stellt sich die Sinnfrage. Jetzt gestalte ich es einfach entspannter, und die Band ist ein Herzensprojekt, sonst gibt's das nicht 30 Jahre. Ich habe, außer meiner Beziehung zu meiner Familie und zu manchen Freunden, keine partnerschaftliche Beziehung zusammengebracht, die 30 Jahre dauert.


1988 begann Viktor Gernots Profi-Musikkarriere, damals noch unter dem Namen Drago & seine Stubenmusi

TV-MEDIA: Woran liegt das?
Viktor Gernot: Dass man bei der Band nicht 365 Tage und Nächte im Jahr zusammen ist. Und dass man ein Projekt hat, das man sich gemeinsam ausgesucht hat, da ist schon viel Sinnliches, viel Freude im Grundpaket dabei. Da geht's um keine "Nein, ich will nicht zur Schwiegermama am Sonntag" und "Du hast schon wieder vergessen, das Kind vom Kindergarten abzuholen." Der Alltag, an dem die meisten Beziehungen zerbrechen, den gibt's bei einer Band nicht so. Wir sind uns unsere Geliebten. Wir sehen uns heuer an 70 Abenden im Jahr, darauf freut man sich.

TV-MEDIA: So könnte man aber auch eine Beziehung gestalten
Viktor Gernot: Selbstverständlich.

TV-MEDIA: Lassen wir das lieber. Sie feiern mit Ihrer Tournee 30 Jahre Bühnenjubiläum
Viktor Gernot: 1988 war der offizielle Start meiner Karriere, da war ich kurz vor meinem Abschluss am Konservatorium. Da hab ich dann eben richtig professionell zu arbeiten begonnen. Mit Musik Geld verdient hab ich ja schon mit 17, mit Tanzmusik, ich hab Schlagersänger begleitet, bei Hochzeiten und Bällen gespielt.

TV-MEDIA: Wie war das so mit Schlagersängern?
Viktor Gernot: Das war eine Schule, insofern, dass ich alles tun werde, um so eine Karriere zu vermeiden.

TV-MEDIA: Mit Schlager wäre Geld zu machen
Viktor Gernot: Aber Geld verdienen kann man als Zuhälter und Auftragskiller auch (lacht). Ich habe von diesen Schlagersängern keinen gesehen, der glücklich gewesen wäre. Weder Roy Black noch Chris Roberts oder Nicole. Wer gut drauf war, war Andy Borg, mit dem hab ich auch gespielt, der war positiv, in sich ruhend und ein großer Schmähbruder. Aber die anderen, die haben im Bierzelt vor 5.000 Leuten, die ihnen Rosen und Teddybären auf die Bühne geschmissen haben, gespielt, und wenn man den Künstler dann hinter der Bühne im Wohnwagen gesehen hat, mit einem Glas Hochprozentigen und seinem Gesichtsausdruck, dann hat man sich gedacht: Glücklich macht ihn das nicht, wenn er zum 1842. Mal Ganz in Weiß singt.

TV-MEDIA: Sie haben sich für Jazz entschieden. Wie kam's zu dieser "Neigung"?
Viktor Gernot: Wie Neigungen oft sind, sie sind da, man bemerkt das einfach. Wobei Jazz ist ja für viele Menschen ein Angstwort, zum Glück wird meine Musikrichtung als traditioneller Pop bezeichnet. Musiker, die ähnlich klingen, sind Michael Bublé, Diana Krall. Ich mache Musik, wie die machen. Ich kann auch sagen, die machen Musik, wie ich sie mache, weil ich habe diese Art der Musik schon gemacht, bevor sie Diana Krall und Michael Bublé gemacht haben (lacht).

TV-MEDIA: Im März startet die Tour. Was gibt's da zu hören?
Viktor Gernot: Würde ich Vorbilder nennen, dann wären das Frank Sinatra und Peter Alexander. Es wird ein Entertainerprogramm, mit einem Quintett mit fantastischen Musikern. Und wir werden wahrscheinlich ein paar Anekdötchen erzählen, die uns nicht so sehr peinlich sind.

TV-MEDIA: Für eine peinliche wär hier Platz ...
Viktor Gernot: Eine Anekdote, die wir uns gegenseitig immer und immer wieder erzählen: Ende der 80er im Roten Engel spielten wir ein Konzert. Es war einmal ein Abend, wo ganz viele Leute da waren, es war super, ich bin mir vorgekommen wie David Bowie, weil die Leute so gut drauf waren. Dann bin ich mit meinem Bassisten auf die Toilette gegangen und die Urinale waren alle besetzt, wir sind in die normalen Boxen gegangen und haben zwei Gästen, die beim Urinal standen, zugehört. Und der eine hat zum anderen gesagt: ,Wenn i den schwulen Sänger nua hear oder siach, könnt i mi scho anspeibn.' Da hab ich mir gedacht, es gibt einen großen Unterschied zwischen Eigen-und Fremdwahrnehmung (lacht). Den zweiten Teil des Konzerts war ich dann vom Selbstwertgefühl etwas schaumgebremst ...

TV-MEDIA: Zum Schluss: Wann kehrt Viktor Gernot mit einem neuen Soloprogramm auf die Kabarett-Bühne zurück?
Viktor Gernot: Im Oktober. Der Titel wird sein: Nicht wahr? Wir leben in Zeiten von Fake News und von Behauptungen -das ist ein weites Feld, und daran werde ich arbeiten

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