Bundespräsidentenwahl: 15 TV-Fragen an Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer

Wir stellten den Bundespräsidenten-Anwärten Fragen rund um das Thema „Fernsehen und Kino“

Wir stellten den Bundespräsidenten-Anwärten Fragen rund um das Thema „Fernsehen und Kino“

Das Rennen um die Hofburg neigt sich dem spannenden Finale zu – Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer stellen sich am 22. Mai der Stichwahl um das Amt des Bundespräsidenten! In zahlreichen TV-Duellen und Diskussionssendungen konnten Sie sich bereits ein Bild über das politische Wissen der beiden Herren machen. Etwas persönlicher hat TV-MEDIA nachgefragt: Wir wollten wissen, wie die Beiden in Sachen Fernsehen und Kino ticken.

Was ist Ihre erste Fernseherinnerung bzw. welcher war – in der Kindheit – Ihr erster Kinofilm?

Alexander Van der Bellen: Wir hatten keinen Fernseher, ich habe viel mit Freunden draußen in der Natur gespielt.
Nobert Hofer: ‚Familie Petz‘ – an den ersten Kinofilm kann ich mich nicht mehr erinnern.

Welchen Kinofilm haben Sie zuletzt gesehen?

Van der Bellen: Ins Kino komme ich derzeit leider selten. Zuletzt war ich in der Komödie ‚Hail Caesar!‘ unter der Regie von Ethan und Joel Coen.
Hofer: ‚James Bond SPECTRE‘

Ihr absoluter Lieblingsfilm bzw. Ihre Lieblings-TV-Serie?

Van der Bellen: ‚Die Spur des Falken‘ mit Humphrey Bogart (Regie: John Huston).
Hofer: ‚Tod am Nil – Pater Brown‘ (BBC)

Wie intensiv nutzen Sie das Medium Fernsehen, was sehen Sie sich in der Regel an?

Van der Bellen: Ich komme relativ wenig zum Fernsehen und schaue zur Zeit vor allem Nachrichten. Früher habe ich recht gerne ‚Sex and the City‘ geschaut, auch ‚Borgen‘, die dänische Politik-TV-Serie, finde ich gelungen.
Hofer: Nachrichtensendungen (‚ZiB‘ und ‚ZiB2‘) und gute Krimis und Dokus.

Welche/n Schauspieler/in mögen Sie besonders?

Van der Bellen: Katharine Hepburn, Humphrey Bogart
Hofer: Liam Neeson, Jodie Foster

Haben Sie die Serie ‚House of Cards‘ gesehen? Wie viel von Frank Underwood steckt in Ihnen persönlich?

Van der Bellen: ‚House of Cards‘ habe ich leider noch nicht gesehen. Soll aber sehr spannend sein. Muss ich nachholen.
Hofer: Ich habe die Serie leider noch immer nicht gesehen.

Können Sie sich selbst im TV „anschauen”, ohne gleich selbstkritisch zu sein?

Van der Bellen: Ich achte natürlich darauf, was gut gelungen ist und was ich hätte anders machen können.
Hofer: Ja, das ist eine Frage der Gewohnheit.

Kennen Sie die Heinz-Fischer-Persiflagen von Grissemann & Stermann? Ihrer Meinung nach gelungen oder eher geschmacklos?

Van der Bellen: Klar, gefällt mir gut. Ich hoffe, mir wird auch bald die Ehre einer Grissemann & Stermann-Persiflage zuteil.
Hofer: Natürlich kenne ich sie. Die meisten Folgen sind recht gelungen und keineswegs unsympathisch.

Der Fall Böhmermann beschäftigt derzeit Politik & Medien: Soll Satire Ihrer Meinung nach alles dürfen?

Van der Bellen: Ich hätte die Ermächtigung zur Strafverfolgung nicht erteilt. Glücklicherweise existiert dieser Paragraph in Österreich nicht. Herr Erdogan soll sich an die zivilen Gerichte wenden, wenn er will, und es dort ausfechten.
Hofer: Die Freiheit der Kunst ist zu gewährleisten. Aber nicht alles, was verletzend und/oder geschmacklos ist, ist auch Satire.

Was schätzen Sie am ORF? Und was ist dort kritisierenswert?

Van der Bellen: Der ORF hat sehr gute, kritische Journalisten, die sich um eine objektive und sachlich ausgewogene Berichterstattung bemühen.
Hofer: Das gute Angebot an Informationssendungen. Aber viele ORF-Journalisten beklagen sich auch über parteipolitische Einflussnahmen.

Werden Sie als Bundespräsident auf eine ORF-Reform drängen, die etwa die politische Besetzung der Gremien dort beendet?

Van der Bellen: Mir ist die Unabhängigkeit und Objektivität des öffentlich-rechtlichen Senders ORF ein Anliegen.
Hofer: Medienpolitik ist nicht Aufgabe des Bundespräsidenten. Ich würde mich aber über eine positive Reform sehr freuen.

Am 9. August wird der neue ORF-Chef gewählt: Ist Alexander Wrabetz Ihrer Meinung nach der geeignete Mann an der Spitze des ORF?

Van der Bellen: Es ist nicht die Aufgabe des Bundespräsidenten, sich in wirtschaftliche oder personelle Belange des ORF einzumischen.
Hofer: Ich werde mich keinesfalls durch eine Stellungnahme in die Wahl des ORF-Generaldirektors einmischen.

Ad Fernsehwahlkampf: Sind Formate wie der PULS 4-Eignungstest (mit Englischtest, Kochen etc.) tatsächlich geeignet, die Kandidaten und ihre politischen Positionen zu präsentieren, oder ist das „postdemokratisches Eventfernsehen”? Würden Sie noch einmal daran teilnehmen?

Van der Bellen: Ich bin für sachliche TV-Debatten. Shows mit gecastetem Publikum und künstlicher Über-Inszenierung laufen Gefahr, das Amt ins Lächerliche zu ziehen. Eine Wahl ist keine Polit-Castingshow. Diskussionsformate sollten der Würde und den wirklichen Aufgaben des Amtes gerecht werden.
Hofer: Derartige Formate sind nur bedingt dazu geeignet, Personen für das höchste Amt im Staat auszuwählen.

Finden Sie, dass Ihr Gegenkandidat telegen ist? Wann hatte er im TV-Wahlkampf seinen besten/seinen schlechtesten Moment?

Van der Bellen: Das habe ich nicht zu beurteilen. Was mir auffällt: Er wirkt freundlich, lässt aber immer wieder die Maske fallen. Etwa, wenn er sagt: „Sie werden sich noch wundern, was alles geht.“ Ich möchte den Österreicherinnen und Österreichern gerne ersparen, dass sie das erleben müssen.
Hofer: Mir fehlt es an der notwendigen Objektivität, um das sachlich beurteilen zu können.

Werden Sie sich im Falle Ihrer Wahl öfter via TV an die Bürger wenden oder bleibt’s bei 26. Oktober und Neujahrsansprache? Bleibt der gewohnte Stil?

Van der Bellen: Darüber denke ich nach der Wahl am 22. Mai nach, sollte ich gewählt werden. Heinz Fischer führt das Amt tadellos. Ich werde aber sicher auch meinen eigenen Stil haben.
Hofer: Es bleibt bei diesen Terminen. Zweifellos ist mein Stil aber ein anderer als der von Heinz Fischer.

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