Von Klamauk bis Talk:
TV-Shows made in Austria

Tohuwabohu: TV-Spaß dem Who is Who der heimischen (Blödel-)Szene

Tohuwabohu: TV-Spaß dem Who is Who der heimischen (Blödel-)Szene

Erinnern Sie sich an das Ladenspiel mit Joki Kirschner? Oder an „Eierlikör oder Frucade?“ – Seit der Geburtsstunde des österreichischen Fernsehens im Jahr 1955, ist die Liste der heimischen TV-Show-Produktionen ganz schön lang geworden. Auf unserem Streifzug durch die Austro-Show-Geschichte haben wir legendäre Formate aufgestöbert und uns bis zu den aktuellen Unterhaltungsformaten vorgearbeitet.

Die Fernseh-Show-Story des österreichischen Fernsehens beginnt im Jahr 1957. Mit einer Vorabend-Show, die fast 30 Jahre lange laufen sollte. Mit seinem legendären „Griaß euch die Madln, Servus die Buam“ war Heinz Conrads der erste TV-Showman der Alpenrepublik. Jede Woche lief ‚Guten Abend am Samstag‘ (auch ‚Guten Abend am Samstag sagt Heinz Conrads oder ‚Was sieht man Neues?‘‘. Nach Conrads Tod führte Peter Fröhlich die Sendung übrigens noch einige Jahre weiter.

Griaß euch die Madln, Servus die Buam!

Wünsch Dir was: 1969 bis 1972

Die Spieleshow moderierten seinerzeit Dietmar Schönherr und seiner Frau Vivi Bach. Kandidaten einer jeden Sendung waren drei Familien, die auf der sogenannten Familienschnecke saßen. Die Themenkomplexe und Spiele der Sendungen wurden unter anderem von André Heller entworfen, wobei bewusst neue und teils provokante Ideen umgesetzt wurden. Apropos provokant: Mit einer transparenten Bluse beschwor eine Teilnehmerin damals einen Skandal (siehe Video).

Wünsch Dir was – eine ORF-/ZDF-Koproduktion

Die Peter Alexander Show: 1969 bis 1995

Die Ko-Produktion mit dem ZDF stand ganz im Zeichen des österreichischen Schauspielers und Entertainers Peter Alexander. Conférencen, mit viel Musik, Sketchen, beliebten Künstlern und Drehbüchern von Hans Hubberten, führten die Show zum Erfolg.

Show-Unterhaltung mit Peter Alexander

Show-Unterhaltung mit Peter Alexander

Club 2: 1976 bis 1995

Eine der wohl populärsten Talk-Shows (damals nannte man es Diskussionssendung), die mit Aktualität und Themenbrisanz zwei Mal pro Woche die Zuschauer vor dem Fernseher fesselte. Idee und Entwicklung stammten von Kuno Knöbl, der die Sendung viele Jahre leitete.Club 2 gilt als Vorbild vieler weiterer Diskussionssendungen im Ausland, beispielsweise After Dark der BBC und Channel 4. Bekannt ist vor allem einer von Nina Hagens Auftritten zum Thema ‚Was ist los mit der Jugendkultur‘. Im Video geht's allerdings um die österreichische Seele.

Der Club 2: Österreichs kontroverseste Talkshow

Tritsch Tratsch: 1979 bis 1984

Josef (Joki) Kirschner übernahm nach der Erkrankung des ersten Moderators Guido Baumann die Moderation. Ewig in Erinnerung: Das Ladenspiel. Es gab einen Kasten mit sechs Laden mit unterschiedlichem Inhalt, darunter auch ein Brillantring im Wert von damals 70.000 Schilling (rund 5.000 Euro, ohne Berücksichtigung der Inflation). Die Anrufer, die nicht wussten, welcher Preis in welchem Ladl verborgen war, mussten sich für eine Lade entscheiden, deren Inhalt sie dann gewannen...

Josef (Joki) Kirschner und der Rubik's Cube

Die Großen Zehn: 1981 bis 1993

Udo Huber in der Dorfdisco war einmal pro Monat der Fixpunkt. Die Sendung hatte zeitweilig die höchsten Einschaltquoten. Logisch - denn wo hätte man sonst in den 80er-Jahren (vor der flächendeckenden Kabelfernsehen-Versorgung) auch Videoclips sehen können?

Mr. Udo Huber und seine großen 10

Musikantenstadl: Schlager, Schmäh und Volksmusik seit 1982

Seit dem Start der Sendung moderierte Karl Moik den ‚Stadl‘. Damals noch mit Hias und dem Dackel Wastl. Moiks Vertrag lief 2005 aus, Andy Borg übernahm daraufhin den Musikantenstadl. Nach dessen Premiere in der 145. Folge am 23. September 2006 aus Wiener Neustadt sahen die darauffolgende Sendung aus Graz über 7,5 Millionen Fernsehzuschauer in der Schweiz, Österreich und in Deutschland.
Andy Borg moderierte am 27. Juni 2015 die Sendung zum letzten Mal. Seine Nachfolger wurden der Moderator Alexander Mazza sowie die Schweizer Sängerin Francine Jordi. Das Format wurde grundlegend überarbeitet und sollte ein jüngeres Publikum ansprechen. Ob das allerdings eine gute Idee war, sei dahingestellt.

Musikantenstadl: 1982 eine der erfolgreichsten Shows

Musikantenstadl: 1982 eine der erfolgreichsten Shows

Wurlitzer: 1987 bis 1995

Die Sendung begann zunächst unter dem Titel ‚Das rot-weiß-rote Wunschprogramm‘ im Samstag-Hauptabendprogramm. Später wurde der ‚Wurli‘ als nachmittägliche Wochentagsendung in das reguläre Fernsehprogramm übernommen. Das meistgewünschte Lied war übrigens der „Zillertaler Hochzeitsmarsch“.

Signation des Wurlitzers, auch bekannt unter ‚Das rot-weiß-rote Wunschprogramm‘

Tohuwabohu: 1990 bis 1998

Kabarett, Geblödle und Playback von und mit Helmut Zenker. Kaum ein Austro-Promi, der sich der ziemlich abgedrehten Show entzog. Leitsatz und Konzept der Sendung: „Tohuwabohu is a Riesenschmarrn, des hat amoi gesagt werrn müssn“.

Tohuwabohu: TV-Spaß dem Who is Who der heimischen (Blödel-)Szene

Tohuwabohu: TV-Spaß dem Who is Who der heimischen (Blödel-)Szene

Phettbergs Nette Leit Show: 1995 bis 1996

Die Talkshow-Parodie bleibt nicht nur durch die Frage „Eierlikör oder Frucade?“ in Erinnerung. Auch das Dosenschießen zum Wochenausklang, Assistent Robin und freilich Hermes Phettberg selbst sind unvergessen. Kult: Die Auftritte von Opernkenner Marcel Prawy und Tierschützerin Edith Klinger.

Phettbergs Theaterparodie auf den Talkshowboom

Phettbergs Theaterparodie auf den Talkshowboom

Taxi Orange: 2000 bis 2001

Der Reality TV-Trend erfasst nun auch den ORF. Das Austro-Big Brother setzte auf 13 junge Menschen, die sich mit Taxifahren (in organgen Taxis) ihren Lebensunterhalt verdienen sollten. Ihren Alltag konnte man dank überall angebrachter Kameras bis ins Detail nachverfolgen. Mit dabei im Studio: Moderatorin Brigitte Xander.

Taxi Orange: Big Brother á la Österreich mit Brigitte Xander

Taxi Orange: Big Brother á la Österreich mit Brigitte Xander

Echt fett: 2003 bis 2007

Das Comedy-Format mit dem späteren „Kaiser“ Robert Palfrader, Alex Scheurer, Max Schmiedl und Angelika Niedetzky, die ihren Mitbürgern Streiche spielen, war dem englischen ‚Trigger Happy TV‘ nachempfunden.

Versteckte-Kamera-Show nach dem Vorbild von Trigger Happy TV

Versteckte-Kamera-Show nach dem Vorbild von Trigger Happy TV

Willkommen Österreich: Late-Night mit Grissemann & Stermann seit 2007

Die gleichnamige Vorgängersendung ‚Willkommen Österreich‘ war eine Vorabendillustrierte, die täglich auf dem Sender ORF 2 lief. Das Comedy-Duo machten ab 2007 eine schwarzhumorige Parodie daraus. Im Lauf der Jahre veränderte sich die Sendung, Russkaja kamen dazu und seit 2012 sind maschek. Teil der Sendung.

Langzeit-Late Night-Show mit Grissemann und Stermann

Langzeit-Late Night-Show mit Grissemann und Stermann

Austria's Next Topmodel: Catwalk-Show seit 2009

Die Casting-Show von Puls 4 ist ein Ableger des internationalen „Top Model“-Konzepts. Moderatorin der ersten vier Staffeln war Lena Gercke, Siegerin der ersten Staffel war Larissa Marolt.

Austro-Adaption von America's Next Topmodel

Austro-Adaption von America's Next Topmodel

Programmtipp: Die Shows vor Weihnachten

Von 12. bis 18. Dezember finden im ORF, bei RTL, PRO 7 und SAT.1 die Finali der TV-Megashows statt. Was die Woche der Entscheidungen bringt, lesen Sie im neuen TV-MEDIA (Nr. 51) ab Seite 10!

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