7 TV-Mythen entlarvt – wie Österreich wirklich fernsieht!

Wie in Springfield ist auch in Österreich das lineare TV sehr beliebt!

Wie in Springfield ist auch in Österreich das lineare TV sehr beliebt!

Eine neue Studie über den Konsum von bewegten Bildern beantwortet die Frage: Wie schauen wir fern? – und deckt so manchen Irrtum auf!

Mythos 1: Das klassische Fernsehen ist tot

Immer wieder hört man von dramatisch sinkenden Zuschauerzahlen. Netflix & Co machen dem linearen TV angeblich den Garaus. Aber ist dem wirklich so?
Die Zahlen der aktuellen Studie „Bewegtbildnutzung im Tagesverlauf“ (GfK im Auftrag der AG Teletest) geben eine eindeutige Antwort: Fernsehen lebt! Laut der im Februar und März dieses Jahres durchgeführten repräsentativem Online-Umfrage unter 4.000 Personen konsumieren die Österreicher pro Tag in Summe 223 Minuten Bewegtbildinhalte, wovon 185 Minuten auf lineares bzw. laufendes Fernsehen entfallen. On-Demand-Inhalte, Livestreams und Online-Videoplattformen schaffen es dagegen nur auf eine Nutzungsdauer von 24 Minuten. Dass Mediatheken, Netflix und Co dem klassischen Patschenkino den Garaus machen, stimmt also zumindest beim Gesamtpublikum (ab 14 Jahre) nicht.

Von den insgesamt 223 Minuten, die wir täglich an Bewegtbildern konsumieren, entfallen 185 Minuten auf klassisches lineares TV.

Mythos 2: Die Jungen schauen nur mehr Internet-TV

Fernsehen ist bei den Jüngeren – entgegen der landläufigen Meinung – keineswegs out. Naturgemäß am wenigsten folgen zwar die ganze Jungen (14 bis 29 Jahre) einem vorgegebenen Programmschema, die Nutzungsdauer für laufendes TV ist mit 66 % (!) bei ihnen trotzdem weiter hoch. Rund 20 % erreichen in dieser Gruppe Fremd-Video-Plattformen wie YouTube und Netflix. Spitzenreiter bei den Online-Videoplattformen ist YouTube (7 %), die anderen Angebote befinden sich im kleinen, einstelligen Bereich.

Laufendes (lineares) TV ist auch bei den Jungen (14 - 29 Jahre) gefragt. Die tägliche Nutzungsdauer beträgt 66 Prozent. YouTube schafft es in dieser Gruppe auf immerhin 7 Prozent.

Mythos 3: Netflix ist schon fast so verbreitet wie lineares TV

In Wahrheit sieht die Verteilung der genutzten Bewegtbildinhalte laut der Studie aber so aus:

Mit 83 Prozent wird das normale Fernsehen von der österreichischen Zuseher-Gemeinde am stärksten genutzt. Netflix und Co sind Nischenprogramm.

Mythos 4: Den großen Fernseher braucht keiner mehr

Laptop, Tablets und Smartphones werden den Fernseher bald ablösen – so tönte es noch vor ein paar Jahren. Realität ist: Das lineare Fernsehen findet derzeit fast zur Gänze (98 %) am TV-Gerät statt, aufgenommenes TV wird zu 78 % über den „Hauptschirm“ angeschaut. Selbst On-Demand-TV in Sender-Mediatheken (40 %) und Livestreams (28 %) werden meistens am großen TV-Screen konsumiert. Bei letzteren beiden ist der Laptop mit 20 bzw. 34 % ein mehr oder weniger starker Konkurrent des Fernsehers. Generell spielen mobile Endgeräte wie eben Laptops, Tablets oder Smartphones primär bei der Nutzung von Videoplattformen wie Netflix oder YouTube und beim Bewegtbildkonsum auf Social-Media-Seiten wie WhatsApp und Facebook eine große Rolle. Sie machen dort mittlerweile mehr als die Hälfte des Konsums aus.

Über den guten alten Fernseher, heute ein Smart TV, schauen wir 98 Prozent des linearen Fernsehens, 78 Prozent der aufgenommenen Sendungen, 40 Prozent On-Demand-TV und 28 Prozent Livestreams.

Mythos 5: Ohne das „Überall-Fernsehen“ geht's nicht

Zweifellos ist es praktisch, wenn man dank mobiler Endgeräte fernsehen kann, wo und wann man will. Doch wie oft macht man es dann wirklich? Nicht besonders oft: In den eigenen vier Wänden werden Bewegtbilder eindeutig am liebsten genossen.

92 % der Bewegtbild-Nutzung der Gesamtbevölkerung findet zu Hause statt, nur 3,2 % in anderen Haushalten (Gästenutzung) und weitere 3,9 % Out of Home, also außer Haus.

Mythos 6: Der Second Screen ist der nächste Megatrend

Von den TV-Sendern propagiert, von den Sehern sabotiert. Fragt man die Menschen nach der sogenannten Parallel-Nutzung (neben dem laufenden TV-Gerät ein Smartphone oder Tablet verwenden), ist das nur für ein Prozent der Seher ein Thema ist.

Mythos 7: Wir brauchen eine riesige Sender-Auswahl

Der Sendersuchlauf am digitalen Satellit oder beim Kabelanbieter spuckt manchmal Hunderte, jedenfalls aber Dutzende gefundene Sender aus - die wir tatsächlich niemals sehen. Wie viele es wirklich sind, auch darüber stellt die ORF-Medienforschung konkrete Untersuchungen an. So sind laut jüngst verfügbaren Daten in Österreichs Haushalten derzeit (3. Quartal 2016) im Schnitt 104 Sender empfangbar, 83 davon sind deutschsprachige Sender. Erstaunlich: 90 Prozent des individuellen TV-Konsums werden von 8,3 Sendern (Durchschnitt) abgedeckt. Und: Pro Monat sehen wir im Schnitt 13 Sender (hierbei handelt es sich um das sogenannte „relevant set“, welches der Teletest über die teilnehmenden Haushalte ermittelt)
Das heißt also: Wir sind unseren Lieblingssendern ziemlich treu.
Und: Betrachtet man die Quoten 2015, wird deutlich, dass die 20 größten Sender rund 81 Prozent der konsumierten Sendeminuten vereinen.

Die Top 20 Sender der Österreicher
Platz Sender Marktanteil
1 ORF 2 21,4 %
2 ORF eins 11,8 %
3 Pro 7 5,2 %
4 RTL 5,0 %
5 SAT.1 4,6 %
6 ZDF 4,3 %
7 VOX 4,1 %
8 ARD 3,1 %
8 PULS 4 3,1 %
10 ATV 2,7 %
11 Kabel 1 2,5 %
12 RTL 2 2,2 %
13 3SAT 1,7 %
13 Servus 1,7 %
15 ORF III 1,6 %
16 BR 1,5 %
17 SKY 1,2 %
17 ZDF neo 1,2 %
19 Super RTL 1,1 %
20 SIXX 1,0 %
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