Die Tricks der Tierfilmer: Roboter-Tiere in geheimer Mission

Tierfilmer setzen modernste Technik ein, um an solche Aufnahmen zu kommen

Tierfilmer setzen modernste Technik ein, um an solche Aufnahmen zu kommen

In der neuen Dokureihe ‚Undercover unter Tieren‘ eröffnet Tierfilm-Pionier John Downer völlig neue Perspektiven: Dank pelziger Spione gibt es Bilder, die man so noch nicht gesehen hat!

‚Spy in the Wild‘ heißt der BBC-Vierteiler im Original, den der ORF im Rahmen der ‚Universum‘-Sendereihe zeigt - und wie Spione begeben sich lebensecht nachgebaute, ferngesteuerte Tierpuppen unter ihre „Artgenossen“ in die freie Wildbahn.

Küsschen, Küsschen. Doch leider ist der Gefährte ein Animatronic.

Was schlüpft denn da? Der kleine Alligator hat ganz besonders scharfe (Video-)augen!

Die Affenrunde hat das Kamera-Äffchen schon in sein Herz geschlossen

Dabei liefern sie Einblicke in Verhaltensweisen, die bis dato noch nie so gezeigt werden konnten. Während in der Auftaktfolge ‚Die Macht der Gefühle‘ den Emotionen der Tiere nachgespürt wurde, ist die aktuelle Episode klugen Köpfen auf der Spur.

Ein tiefer Blick ins Video-Auge...

Hey Kumpel, ich will auch ein Selfie mit der Video-Nuss machen!

Die Kamera-Augen der Plüschspione halten hier fest, wie intelligent Tiere zu handeln in der Lage sind - wenn etwa Kapuzineraffen in Brasilien lernen, wie man Nüsse knackt oder Geradschnabelkrähen Larven aus morschem Holz hervorlocken.

Gleich knackt's!

Der Orang-Utan mit dem weisen Blick hat ein gefinkeltes Innenleben

Ein besondere List wurde bei Straußen entdeckt: Um einen Leoparden von ihren Kücken abzulenken, täuscht die Straußen-Mutter eine Verletzung vor, läuft ihm dann davon und lockt ihn so vom Nest weg.

Ob Mutter Strauss verwirrt ist, weil sie plötzlich ein (Spion-)Küken mehr hat?

In Teil 3 (‚Gemeinsam statt einsam‘) am 4. Juli beobachten so genannte Animatronic-Kameratiere, wie Teamarbeit im Tierreich das Zusammenleben einfacher macht, etwa bei einem Wolfsrudel im Norden Kanadas oder einem Schimpansen-Clan. Animatronics sind lebensgroße Tierattrappen, die per Fernsteuerung herumwatscheln, mit den Flügeln wackeln oder was das Fake-Tier sonst so können muss.

Ist der kleine Wolfmann echt?

Das Fake-Hippo fühlt sich im nassen Element ziemlich wohl

Huhu, zupf, zupf!

Die letzte Folge ‚Bei Komödianten und Chaoten‘ am 11. Juli beweist schließlich, dass Tiere manchmal zu Rauschmitteln greifen und sogar über eine Art Humor verfügen.

Diese Dame ist definitiv süchtig nach Glitzerschmuck

Das Spionage-Äffchen wird immer mal wieder Opfer von Späßen

Hinter diesem enormen technischen Aufwand, der all diese Aufnahmen überhaupt möglich macht, steckt der preisgekrönte Dokumentarfilmer und TV-Produzent John Downer. Bereits seit mehr als 15 Jahren hat sich 1951 geborene Brite darauf spezialisiert, innovative Kameratechniken einzusetzen und so die Wildtiere völlig entspannt und unbeeinflusst beobachten zu können.

Solche Bilder gibt's nur dank modernster Tierfilm-Technik

Für seinen spektakulären Sechsteiler ‚Die fantastische Reise der Vögel‘ benutzte er etwa ein Modellflugzeug in Form eines Geiers und schnallte Adlern sowie anderem Federvieh sogenannte Crittercams um.

Alles, was Flügel hat, filmt!

Gerne baut er auch Kameras in Tier-, Pflanzen- oder Steinattrappen ein - perfektioniert hat er diese Methode in seiner spektakulären Eisbärendoku (‚Polar Bear -Spy on the Ice‘, 2010), in der ein ganzes Arsenal von ferngesteuerten Spionagekameras, als Schneeball oder Eisscholle getarnt und mit Minipropellern oder Miniskiern versehen, im Einsatz war.

Dieser Eisbär vergnügt sich mit John Downers Kamera (aus: ‚Polar Bear - Spy on the Ice‘)

Im Dreiteiler ‚Pinguine hautnah‘ (‚Penguins - Spy in the Huddle‘, 2013) kamen dann erstmals Animatronics zum Einsatz.

Dieser gefiederte Kollege ist ein tierischer Big Brother

Ob der Kollege dem Spion wohl gut gesonnen ist?

Die Tarnung war so perfekt, dass die elektronischen Beobachter sogar von Klippen gestoßen, als Mitfahrgelegenheit missbraucht oder einmal vom eifersüchtigen Teil eines Pinguin-Pärchens attackiert wurden.

Die pelzigen Spione mit Hightech-Innenleben aus dem Hause John Downer

Ein Rudel wilder Tiere mit ganz besonderen Fähigkeiten!

Für die nun erstmals gezeigte Reihe ‚Undercover unter Tieren‘ wurde ein riesiges Rudel nachgebauter Wildtiere mit Hightech-Innenleben entwickelt und in jahrelanger Arbeit gefertigt.

Dieses Äffchen hat ein besonders Innenleben

Drei Jahre lang dauerten dann die Filmaufnahmen, 8.000 Stunden Filmmaterial entstanden in 21 verschiedenen Ländern - ein Megaprojekt, das man gesehen haben sollte.

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