Tarek Leitner – Was er wirklich im TV-MEDIA-Interview sagte

Tarek Leitner sprach im Juni 2017 mit TV-MEDIA

Tarek Leitner sprach im Juni 2017 mit TV-MEDIA

Das gesamte Interview mit Tarek Leiter zum Nachlesen.

Kurz vor dem ‚Sommergespräch‘ mit Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) heute Abend, hat sich eine heftige Diskussion entsponnen, ob Tarek Leitner überhaupt ein unbefangenes und kritisches Interview führen könne. Der Grund: Ein gemeinsamer Urlaub von Leitner und dem Bundeskanzler Kern im Sommer 2015. Die ÖVP, konkret Kurz-Kandidat Efgani Dönmez, fährt heftige Angriffe auf den ORF, der – genau wie die SPÖ – die Vorwürfe zurückweist.

Im Juni 2017 hat TV-MEDIA Tarek Leitner dazu interviewt. Hier gibt es das Gespräch im Original zum Nachlesen (und als PDF zum Download).

Das Original-Interview (erschienen in der TV-MEDIA-Print-Ausgabe 25/2017 am 14. 6. 2017)

TV-MEDIA: Sie werden diesen Sommer primär im TV-Studio verbringen. Fällt der Urlaub aus?
Tarek Leitner: Er ist jetzt ganz an den Beginn der Schulferien gerückt und ungewöhnlich kurz. Aber es ist auch ein ungewöhnlicher Sommer.

TV-MEDIA: Der Neuwahlbeschluss hat die ursprünglichen Pläne für die ORF-Sommergespräche durchkreuzt. Was hat sich verändert?
Tarek Leitner: Erst hatten wir die Idee, es zurückgenommener, langsamer, grundsätzlicher anzugehen und die Gelegenheit wahrzunehmen, tiefer in die Beweggründe der handelnden Personen einzudringen. - Dass jetzt Wahlkampf herrscht, führt dazu, dass die Gespräche live sein werden, sie in Wien stattfinden und man auf aktuelle politische Entwicklungen Rücksicht nehmen muss.

TV-MEDIA: Frank Stronach ist am 31. Juli Ihr erster Gast. Von ihm hat man lange nichts gehört. Der Stronach-Talk als reine Show?
Tarek Leitner: Laut ORF-Gesetz besteht keine Verpflichtung, aber es ist gute Usance, alle im Parlament vertretenen Parteien und deren Chefs einzuladen. Mit ihm wird allerdings eine andere Art Gespräch zu führen sein, weil er in der Tagespolitik ja nicht mehr präsent ist.

TV-MEDIA: Zu den TV-Duellen der Spitzenkandidaten ab 19. September: Wie viele davon werden Sie moderieren? Und: Werden Sie die Elefantenrunde gemeinsam mit Claudia Reiterer bestreiten?
Tarek Leitner: Die „Duelle“ moderieren Claudia Reiterer und ich jeweils zur Hälfte. Der genaue Ablauf der Elefantenrunde ist noch offen.

TV-MEDIA: 15 Duelle im ORF, ähnlich viele im Privat-TV. Das wirkt inflationär...
Tarek Leitner: Die Seherzahlen von 2013 zeigen, dass das Interesse groß ist, und daher machen wir, wie ich glaube, ein wichtiges Angebot.

TV-MEDIA: Interviews und Duelle in ORF & Co laufen über drei Monate: keine Übersättigung?
Tarek Leitner: Es ist ein Angebot in einer Zeit, die ich in der Demokratie für die wichtigste halte. Es ist die Zeit der Entscheidungsfindung. Je besser sich die Leute informieren können, desto besser ist es für die politische Willensbildung.

TV-MEDIA: Bei den Duellen dürfen sich die Spitzenkandidaten einmal vertreten lassen. Warum?
Tarek Leitner: Weil es eben - auch in der Geschichte des ORF - diesmal ein besonders umfangreiches Angebot an Sendungen gibt.

TV-MEDIA: Gab's Widerstand bzw. andere Wünsche vonseiten der Politik, was Anzahl und Ablauf der Sendungen betrifft?
Tarek Leitner: Sollte es welche gegeben haben, waren sie nicht von Erfolg gekrönt. Die Fülle der Wahl-Konfrontationen war schon vor der Wahl 2013 sicher nicht der sehnlichste Wunsch der Politik. Aber jener der Wähler bzw. eben Seher.

TV-MEDIA: Der designierte ÖVP-Obmann Sebastian Kurz hat sich bislang den meisten Interviewanfragen verweigert. Verstehen Sie das?
Tarek Leitner: Das ist eine Strategie, wie sie Politiker anlegen können. Wir haben diese abzubilden.

TV-MEDIA: Es wurde Ihnen eine Beziehung zu SPÖ-Kanzler Christian Kern zugeschrieben. Gibt es diese Beziehung?
Tarek Leitner: Durch die Schulfreundschaft unserer Kinder waren wir im Sommer 2015 mit mehreren Familien auf Urlaub, darunter auch die Familie Kern. Aber er war damals weit davon entfernt, Bundeskanzler zu werden. - Auf das Interview mit ihm bereite ich mich wie auf alle anderen ordentlich vor. Und gehe unbefangen ins Gespräch.

TV-MEDIA: Zuletzt stand Armin Wolfs Interviewstil in der Kritik. Zu Recht?
Tarek Leitner: Es gibt 1.000 Arten, ein Interview zu führen - und letztlich doch nur eine. Das hat nichts mit unterschiedlichen Annäherungen an Journalismus zu tun, sondern mit der Persönlichkeit. Jedes Interview hat seinen eigenen Charakter.

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