‚Supertalent‘: Drei heimische Acts im Finale der Show!

Für Stefanie Millinger (l.) und Geigerin Allegra (r.) gab’s den Goldenen Buzzer, der Männerchor Seicento aus Wien wurde letzten Samstag von der Jury ins Finale geholt

Für Stefanie Millinger (l.) und Geigerin Allegra (r.) gab’s den Goldenen Buzzer, der Männerchor Seicento aus Wien wurde letzten Samstag von der Jury ins Finale geholt

Ein Chor, eine Geigerin und eine Akrobatin – diese Austro-Kandidaten kämpfen um den Titel „Supertalent 2017“! Plus: Interview mit Schlangenfrau Stefanie Millinger.

Stefanie Millinger aus Salzburg sorgt für große Augen, wenn sie sich kunstvoll und graziös verbiegt, die zwölfjährige Allegra Tinnefeld aus Wien verzaubert mit ihrem gefühlvollen Geigenspiel, und der stimmgewaltige Wiener Männerchor Seicento bringt das Publikum zum Beben: Kein Wunder, dass diese österreichischen Kandidaten im großen Finale der beliebten RTL-Talent-Show ‚Das Supertalent‘ (durchschnittl. 275.000 Ö-Zuschauer) stehen. Mit einem wuchtigen und voluminösen Auftritt überzeugte der Chor aus südkoreanischen Männern, die alle in Wien leben, die Jury. Ihre gute Laune und ihr neckischer Hüftschwung (großartig!) kamen bei Publikum und Jury gut an.

Die Jury ist begeistert von Österreich

Nazan Eckes schwärmte: „Ihr seid auch ein bisschen verrückt, ihr mit eurem Hüftschwung. Es ist nicht das, was man erwartet, und das finde ich gut.“ Chef-Juror Dieter Bohlen beförderte sie vergangenen Samstag beim Kampf um die letzten Plätze ins Finale. Dort müssen sie sich 13 weiteren Acts stellen. Allein die heimische Konkurrenz ist extrem stark. So wurde die zwölfjährige Geigerin Allegra von Dieter Bohlen schon bei ihrem ersten Auftritt via Buzzer eine Runde weiter geschickt: Die Schülerin, die sich mit dem englischen ‚Harry Potter‘-Hörspiel vor Auftritten beruhigt, spielte ein Medley auf der Geige und sang, ihr Papa begleitete sie auf der Gitarre. Dieter Bohlen war vollkommen verzaubert: „Du hast so einen schönen Klang. Das geht einem ans Herz, das ist Wahnsinn.“ Bühnenerfahrung hat das zwölfjährige Wunderkind, das die 4. Klasse des Gymnasiums besucht und zum Ausgleich Geräteturnen macht, zuhauf. Seit Allegra fünf Jahre alt ist, macht sie beim österreichischen Jugend-Musikwettbewerb ‚Prima la musica‘ mit, als Schauspielerin war sie etwa in ‚Seit du da bist‘ oder ‚Das Sacher‘ zu sehen. Und ab März ist sie mit der Neuverfilmung der ‚5 Freunde‘ im Kino.

Für die TV-MEDIA-Leser hat sich „Schlangenfrau“ Stefanie einen besonderen Stunt überlegt

Interview mit Stefanie Millinger

Ebenso außergewöhnlich ist Handakrobatin Stefanie Millinger. Sie war bereits im Jahr 2015 zum ersten Mal beim ‚Supertalent‘, konnte die Jury aber nicht überzeugen. Jetzt wollte sie es nochmal probieren und zeigte, mit welch unglaublicher Leichtigkeit sie ihren Körper verbiegen kann. „Ich wusste nicht, was man mit dem Körper so machen kann. Bist du wirklich lebendig?“, fragte Bruce Darnell beeindruckt und schickte die 25-Jährige sofort ins Finale. Wir wollten mehr über die Schlangenfrau wissen und sprachen mit ihr über ihre schrägsten Stunts, Risiken, Grenzen und Ängste.

TV-MEDIA: Herzlichen Glückwunsch! Du bist auf Händen ins Supertalent-Finale getänzelt!
Stefanie Millinger: Gerechnet habe ich nicht damit. Es war schon überraschend und hat mich sehr gefreut. Aber ich konnte es erst nach ein paar Tagen realisieren. Es ist ein Wahnsinn!

TV-MEDIA: Wie war der Auftritt vor der Jury?
Millinger: Ich bin es gewohnt, vor Publikum zu performen. Was ich aber nicht mag, ist, sich der Jury zu stellen. Das fühlt sich ein bisschen an, wie in der Schule ein Referat zu halten.


Ich bin komplett angstfrei. Das taugt mir. Ich brauche den Adrenalinkick.

TV-MEDIA: Du bewegst dich gerne auf Händen durchs Leben. Wie viel trainierst du, um deinen Körper so zu beherrschen?
Millinger: Ich trainiere täglich zwischen sechs und zehn Stunden. Das ist mein Job, ich verdiene damit mein Geld.

TV-MEDIA: Du verbiegst dich an den eigenartigsten Plätzen und teilst deine Abenteuer auf Instagram. Was war das verrückteste Ort, wo du „herumgehängt“ bist?
Millinger: Hm … da gibt es vieles. Aber das Kettenkarussell am Rupertikirtag war schon eine der coolsten Sachen. Ich bin raufgeklettert und habe mich oben in Pose geworfen. Witzigerweise wurde das Karussell gar nicht angehalten, erst nach der Fahrt wurde ich aufgefordert, beim nächsten Mal sitzen zu bleiben. Die haben meinen Stunt aber sogar fotografiert (lacht)!

TV-MEDIA: Hast du gar keine Angst?
Millinger: Nein, eigentlich gar nicht. Ich bin komplett angstfrei. Das taugt mir. Ich brauche den Adrenalinkick. Sobald ich die Übungen mache, bin ich so fokussiert, dass ich alles ausblende und mich nur darauf konzentriere. Es ist witzig, wenn ich auf den Füßen stehe, fühle ich mich nicht so wohl. Aber sobald ich auf den Händen stehe, geht es mir gut!

TV-MEDIA: Bist du als Kind schon auf Händen gegangen?
Millinger: Nein, auf Händen nicht. Das habe ich erst später entdeckt. Aber ich war immer schon verrückt und bin überall raufgeklettert oder habe mich wo runtergehängt. Gefährliche Sachen zu machen, hat mir immer schon getaugt.

Stefanie treibt es bunt: Hier baumelt sie von einer Straßenlaterne!

TV-MEDIA: Wenn du in Salzburg in deinen Posen „herumhängst“, wie reagieren die Leute darauf?
Millinger: (lacht) Es ist immer lustig, wenn ich an einem öffentlichen Ort mit meinen Stunts loslege. Es dauert keine drei Minuten, dann stehen ganz viele Leute da und schauen sich das Spektakel an. Aber natürlich ist nicht alles legal, was ich mache. Wenn ich öffentlich wo raufklettere oder irgendwo einen Stunt mache, dann kann es schon passieren, dass ich von diesen Plätzen oder Läden rausgeschmissen werde. Aber ich zerstöre nichts und randaliere dort auch nicht, ich passe schon auf (lacht) . Aber manche mögen das halt nicht. In Salzburg ist man für solche Aktionen nicht so offen.

TV-MEDIA: Gab es mal Probleme mit der Polizei?
Millinger: Nein, das noch nicht. Da war ich immer schnell weg. Das ist mir erspart geblieben (lacht).


Es ist schon so, dass es immer extremer wird und ich hin und wieder neue Reize und Action brauche.

TV-MEDIA: Was macht den Reiz der Stunts aus?
Millinger: Das Risiko! Übungen oder Stunts mit einem ordentlichen Adrenalinpegel, das taugt mir!

TV-MEDIA: Werden die Stunts extremer?
Millinger: Ja, es ist schon so, dass es immer extremer wird und ich hin und wieder neue Reize und Action brauche.

TV-MEDIA: Gibt es für dich eine Grenze? Was würdest du auf keinen Fall machen?
Millinger: Eigentlich nicht. Ich bin bereit für alles, mache aber nichts Unüberlegtes. Ich weiß, was ich kann. Alles, was ich mache, plane ich vorher gut. Ich schaue, ob es eh hält und sicher ist.

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