Stars gegen Trump: So wehren sich die US-Promis gegen seine Politik

Jane Fonda ist – wie viele ihrer Kollegen – nicht gut auf Donald Trump und seine Politik zu sprechen

Jane Fonda ist – wie viele ihrer Kollegen – nicht gut auf Donald Trump und seine Politik zu sprechen

Schauspieler, Musiker, Schriftsteller, Journalisten und Intellektuelle sind jetzt der neue amerikanische Widerstand. Hollywood-Stars wie Jane Fonda oder Arnold Schwarzenegger tun ihre Kritik am derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump lauthals kund. Der ZDF hat die Stars für eine Doku im Rahmen einer Reise quer durch die USA getroffen. Und die nahmen dabei kein Blatt vor den Mund.


Wir sind der neue amerikanische Widerstand! (Bruce Springsteen, The Boss)

Immer schon politisch kritisch, jetzt eine wichtige Stimme des US-Widerstands: Bruce Springsteen

Sie hörte im Radio Bruce Springsteens Kampfansage „Wir sind der neue amerikanische Widerstand“ und dachte: „Wow! Das liberale Amerika, von dem man im ganzen Wahlkampf kaum was gehört hat, ist wieder da und trommelt zum Protest“, erinnert sich Filmautorin Susanne Becker an die Initialzündung für die Dokumentation ‚Stars gegen Trump‘.


Es ist sehr schlimm und gefährlich, was sich da gerade vollzieht – und wir müssen versuchen, dies zu stoppen. (Jane Fonda, Schauspielerin)

Jane Fonda will die aktuellen Entwicklungen aufhalten

Zusammen mit ihrem Kollegen Daniel Pontzen reiste sie von New York aus quer durch die USA und traf Musiker, Schriftsteller sowie Hollywood-Stars, die den Widerstand leben – aber auch solche, die den Präsidenten lieben. Namhafte Künstler, darunter Jane Fonda, Robert Redford, Arnold Schwarzenegger und viele andere Kulturschaffende, die gegen Trump sind, äußerten sich Becker gegenüber frei und offen.


Trump kann die Kohleindustrie nicht zurückbringen. Pferde und Kutschen sind auch weg. Und Blockbuster auch. Und genauso ist das mit der Kohle! (Arnold Schwarzenegger, Schauspieler)

Arnie sieht die Lage realistisch

Und dann gibt es die anderen: Ausgerechnet John Carter Cash, dessen Vater Johnny Cash gegen Vietnam protestierte und im Folsom Prison auftrat, versucht zu erklären, dass Musik glücklich machen soll, er als Musiker aber nicht über Politik sprechen möchte. – So geschehen am Nashville Country Music Festival, wo das Filmteam zahllose Trump-Getreue unter den Musikern antraf.


Wir sind diejenigen, die es ihm erlaubt haben, Präsident zu werden. Dass er nun da ist, ist unsere Tat. (Robert Redford, Schauspieler)

Robert Redford ist einsichtig

Was ist mit dem los? Warum mobbt der alle? Diese unschuldigen Fragen seines Sohnes während des Wahlkampfes brachten, so erzählt uns Susanne Becker, etwa den Sänger Jack Johnson vom Feelgood-Sound zum politischen Engagement samt Trump- bzw. systemkritischen Songs und Videos. Johnson ist damit einer von vielen kreativen und klugen Köpfen, die in der ZDF-Doku (zu sehen am 14. 11.) über die herausfordernde Zeit diskutieren.


Es ist mir peinlich, Amerikaner zu sein. Wir sind das Gespött der Welt. Und es könnte absolut lächerlich sein – aber Achtung! Er hat den Finger auf den Nuklearwaffen, er ist ein wütender Psychopath! (T. C. Boyle, Schriftsteller)

T. C. Boyle ist beschämt

Wir fragen Susanne Becker, was wir hier in Europa von der neuen künstlerischen Widerstandsbewegung in den USA lernen können. Sie lässt die Intellektuellen, Schriftsteller und Musiker antworten, die während der Dreharbeiten zugaben, dass sie früher Meinung machen hätten sollen – und nicht erst nach der Wahl.


Die Künste sind wichtig für Amerika, und sie brauchen Unterstützung aus Washington. Ich bin wirklich überrascht, dass die Regierung den gesamten Kulturetat, der hier sowieso nicht üppig ist, einfach streichen will. Das wäre für viele in diesem Land richtig tragisch! (Placido Domingo, Tenor)

Placido Domingo fürchtet um die Kunst

Der weltbekannte Schriftsteller Paul Auster zum Beispiel sagt, dass die liberalen Amerikaner immer dachten, dass so etwas (die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten, Anm.) nicht passieren würde, und deswegen schwiegen. Und dann ist es doch passiert.


Der Präsident ist eine Katastrophe für Journalisten. Er sagt, dass die Presse der Feind des amerikanischen Volkes ist – um sie zu zerstören. Das kommt direkt aus dem Handbuch für Diktatoren. Mao, Stalin, sogar Hitler: erst mal die Presse diskreditieren, dann kann alles andere folgen. (Andrew Solomon, Präsident PEN America)

Andrew Solomon setzt sich für den Journalismus ein

Am Ende der Dokureise durch die USA steht in ,Stars gegen Trump‘ – die Sendung ist übrigens eine Station des Trump-Schwerpunkts im ZDF – der Besuch im rebellischen Hollywood. Wo Robert Redford einsieht, dass es Amerikas eigene Schuld ist, einen solchen Präsidenten zu haben. Und wo Jane Fonda die gefährlichen Entwicklungen stoppen will.


Was Trump tut, sollte Grundlage unserer Gesellschaft sein – stattdessen unterhält er die Nation auf zweifelhafte Weise. (Jack Johnson, Sänger)

Jack Johnson (Mitte) wurde wegen seines Sohnes politisch aktiv

Programmtipp: ‚Stars gegen Trump‘ mit allen Meinungen und Sagern der Stars am 14. 11. um 23.40 Uhr auf ZDF!

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