Neuer Serienhit 'Ex' mit Michael Niavarani: Ein Mann und seine drei Verflossenen

Michael Niavarani ist Beziehungsneurotiker Phillip zwischen 3 Frauen: Ina-Alice Kopp, Nina Hartmann und Sabine Mayer.

Niavarani dreht auf: Der Lieblingskabarettist der Österreicher (3 Romys!) schlägt sich ab Freitag mit 3 Expartnerinnen durchs TV-Leben. Wir trafen den Star zum Interview.

TV-MEDIA: Ex? Was ist das?
Niavarani: Es ist eine Fernsehserie. Ich nenne sie „romantische Komödie“, bei der es um Trennung, Schmerz, Verlassen, Verlassenwerden, um den Beziehungswahnsinn geht. Ich glaube, dass das ein großes Thema ist, weil wir in einer Zeit leben, in der ungefähr die Hälfte der erwachsenen Menschen in der sechsten oder siebenten ­Beziehung leben. Wie auch ich.

TV-MEDIA: Aus einem optimistischen oder pessimistischen Blickwinkel?
Niavarani: Jedenfalls aus einem männlichen. Es ist eine Serie – und ich warne öffentlich! –, die nichts ist für glückliche Paare. Wenn man happy zusammen ist, dann sollte man sich’s vielleicht nicht anschauen, weil man sich nach der zweiten Folge trennen könnte.

TV-MEDIA: Also eher pessimistisch?
Niavarani: Der Titel „Eine romantische Komödie“ ist ja geflunkert. Weil eine Komödie hat immer ein Happy End. In der romantischen Komödie geht’s ja ­eigentlich dar­um, ob sie sich kriegen oder nicht. Bei Ex geht es nicht darum, ob sie sich kriegen, sondern wann sie sich trennen! Ich warne vor allem Frauen, die mit einem Mann glücklich sind: Sonst kommen die vielleicht drauf, dass er doch nicht einmal pro Woche Tennis spielen geht. Und die Serie würde erklären, wo er stattdessen ist.

TV-MEDIA: Sie haben das Buch geschrieben, Regie geführt und die Hauptrolle gespielt. Wie viel ist Nia selbst, wie viel autobiografisch?
Niavarani: Es ist natürlich alles völlig autobiografisch, weil ich alles selber erfunden habe. Ich könnte nie eine Fernsehserie schreiben über Außerirdische, die vom Mars kommen und jetzt in Österreich leben – weil ich nichts so Konstruiertes erfinden kann. Ich habe einiges, was in Ex vorkommt, natürlich erlebt; hätte ich das, wie’s am Bildschirm vorkommt, allerdings genau so erlebt, wäre ich nicht mehr am Leben. Dann hätte man mich wahrscheinlich schon erschossen, oder ich hätte mich selber umgebracht.

TV-MEDIA: Ihre Lebensgefährtin, Nina Hartmann, spielt auch in Ex. Ist das gefährlich, wenn man eine solche mitunter böse Beziehungskomödie gemeinsam dreht?
Niavarani: Generell ist es gefährlich für eine Beziehung, wenn man 18 Stunden am Tag arbeitet. Es ist aber nicht schädlicher für eine Liebesbeziehung, Ex zu drehen, als, sagen wir, Jurassic Park für seine Beziehung zum Hund. Auch wenn er bissig ist.

TV-MEDIA: Warum haben Sie sich diese Arbeit überhaupt angetan?
Niavarani: Es kommt schon alles aus dem Bedürfnis, nicht dauernd zu jammern, sondern zu sagen: Ich mach das jetzt einfach! Und: Fernsehen traut sich halt generell sehr wenig. Jetzt denke ich: Es muss doch möglich sein, dass man eine Beziehungskomödie macht, die über die anderen Beziehungskomödien hinausgeht. Das will wohl auch der Kabarettist in mir: dass das alles ein bisserl böser wird. Dass man sagt: Ja, Männer sind so! Ja, Männer denken die ganze Zeit an Sex! Ja, der hat die verlassen, weil die andere besser ist im Bett!.

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