Es wird kälter: Rory McCann und John Bradley über die 7. Staffel von ‚Game of Thrones‘

„Der Hund“ hat mit uns gesprochen!

„Der Hund“ hat mit uns gesprochen!

Ohne Spoiler: Sandor Clegane, auch „Der Hund“ genannt, und Samwell Tarly sprachen mit TV-MEDIA über die 7. Staffel von ‚Game of Thrones‘ und wie es mit ihren Charakteren weitergeht.

TV-MEDIA: Wird die siebte Staffel noch düsterer als die letzte?
Rory McCann: Düsterer? Etwas braut sich zusammen. Und es wird kälter. Ich darf nur so viel verraten: Meine Hände schmerzen von all dem Töten. Oder war das viele Holzhacken schuld daran? Ich kann mich nicht erinnern (lacht).

TV-MEDIA: Ihr Charakter Sandor Clegane, auch „Der Hund“ genannt, musste einiges einstecken in den letzten Folgen.
Rory McCann: Ich bin zwei Monate lang gehumpelt. Aber am meisten tat mir meine Schulter weh. Ich hab wohl einfach zu viele Schneebälle während der Drehpausen in Island geworfen. Aber dafür darf ich wohl kein Mitleid erwarten.

TV-MEDIA: John, ich habe gelesen, dass es Ihr Wunsch war, dass Ihr Charakter Sam nach Hause zurückkehrt, also nach Horn Hill. Warum wollten Sie das?
John Bradley: Ich wollte wissen, wie sehr Sam all die Entwicklungen, die er durchgemacht hat, verändert haben. Er hat dazugelernt und sich weiterentwickelt. Als Sam in der ersten Staffel in Castle Black angekommen ist, war er nur der Schatten eines Mannes. Mittlerweile hat er so viele Gefahren und Hindernisse überwunden, dass er zu einem Mann geworden ist. Er hat die Liebe gefunden, ist gewissermaßen Vater geworden – all diese Dinge hielt er anfangs für völlig unmöglich.

John Bradley ist Sam

TV-MEDIA: Die Konfrontation mit seinem Vater war dennoch schwierig.
John Bradley: Am Ende des Tages war es eine Mischung aus Sieg und Niederlage. Aber Sam hat beschlossen, seinem Vater durch einen symbolischen Akt, das Stehlen des Schwertes, zu zeigen, dass er keine Kontrolle mehr über ihn hat. Sam hat sich genommen, was ihm zusteht.

TV-MEDIA: Wie lautete die verrückteste Fan-Theorie, die Sie im Internet über ‚Game of Thrones’ gelesen haben?
Rory McCann: Ich lese so etwas nicht.

TV-MEDIA: Einige Leute glauben, dass „Der Hund“ am Ende ein Held sein wird.
Rory McCann: Wirklich? Das glauben sie? Neeeein!
John Bradley: Mit den Fan-Theorien ist das so eine Sache. Entweder du liegst falsch und machst dich vor deinen Freunden lächerlich. Oder du hast Recht und spoilerst alles. Man kann nicht gewinnen. Aber es ist nett, dass sich so viele Leute Gedanken über die Serie machen. Einige schreiben sogar Fan-Fiction und überlegen sich ihr eigenes Ende.
Rory McCann: Im Ernst? Einer von den Kerlen soll mir eine Spin-off-Show schreiben.

TV-MEDIA: Worum sollte sich Ihre Spin-off-Show drehen?
Rory McCann: Hm, ich würde gerne wieder gemeinsam mit Arya unterwegs sein, wenn ich ganz ehrlich sein darf. Es hat Spaß gemacht, mit Maisie (Williams) zu arbeiten. Es war ein kleiner Roadtrip. ‚Unterwegs in Westeros mit Arya‘, so etwas in der Art.
John Bradley: Ich könnte mir so etwas wie die BBC-Serie ‚The Trip‘ vorstellen – aber mit Sam und Gilly in den Hauptrollen. Wir würden Restaurants in Westeros testen – kinderfreundliche Restaurants. Und Sam würde sich beschweren, weil er keinen Kindersessel finden kann.

Rory McCann und Maisie Williams (Arya)

TV-MEDIA: Rory, Sie haben erwähnt, dass Sie sich beim Dreh an der Schulter verletzt haben. Sie sind vor längerer Zeit einmal beim Klettern böse abgestürzt.
Rory McCamm: Ja, früher bin ich regelmäßig Solo-Klettern gegangen. Das würde ich nicht weiterempfehlen, denn irgendwann kommt der Moment, in dem man herausfindet, dass man auf einmal nicht mehr weiter kann. Der Sturz war schlimm, aber ich habe ihn überlebt und daraus etwas gelernt.

TV-MEDIA: Bis dahin hatten Sie ganz unterschiedliche Jobs und haben sich irgendwie durchgeschlagen. War das der Moment, in dem Sie beschlossen haben, dass die Schauspielerei für Sie das Richtige ist?
Rory McCann: Nein, es hat einfach klick gemacht. Ich habe nie eine Schauspielschule besucht. Eines Tages war ich als Kletterführer mit einer Regisseurin in den Bergen unterwegs. Ich habe ihr einige Geschichten übers Klettern erzählt und sie hat mich sechs Monate später angerufen – ich war gerade dabei, einen Baum in Glasgow zu fällen – und gemeint, sie hätte eine Rolle für mich. Ich dachte zuerst: „Was für ein Unsinn! Ich bin kein Schauspieler“. Aber sie hat mich überzeugt, es zu probieren. Das war mein erster Schauspieljob.

TV-MEDIA: Viele Wrestling-Fans im Internet würden sich wünschen, dass Sie Wrestler würden. Sie schauen angeblich dem „Undertaker“ sehr ähnlich.
Rory McCann: Wrestling? Ich bin zu alt für Wrestling. Das geht sich nicht aus.

TV-MEDIA: John, Sie waren ein großer Wrestling-Fan.
John Bradley: Ich habe das früher gerne geschaut.

TV-MEDIA: Hätte Rory das Potenzial für einen guten Wrestler?
John Bradley: Er wäre toll, weil Wrestler einerseits physisch stark sein müssen, gleichzeitig aber auch gute Schauspieler. Rory wäre beides.
Rory McCann: Meine Antwort ist Nein.

TV-MEDIA: Rory, Sie sind auch Musiker. Kommen Sie denn überhaupt zum Üben?
Rory McCann: Ja, ich mache jeden Abend Musik. Mein Haus ist voll mit Instrumenten. Man kommt fast nicht an ihnen vorbei, so voll ist es.

TV-MEDIA: Sie spielen viele verschiedene Instrumente?
Rory McCann: Stimmt, aber keines gut.

TV-MEDIA: Das klingt nach Potenzial für eine eigene ‚GOT‘-Band.
Rory McCann: Wir haben dieses Jahr eine Band gegründet. Ihr Name ist The Brotherhood without Banjos (lacht). Es war großartig. Einige der Schauspieler haben Musikinstrumente mitgebracht und wir haben gejammt.

So stellt man sich eine ‚Game of Thrones‘-Boyband vor

So stellt man sich eine ‚Game of Thrones‘-Boyband vor

TV-MEDIA: Wird es Konzerte geben?
Rory McCann: Nein, aber es könnte sein, dass wir bei einer Drehparty oder bei einer Premiere auftreten – einfach nur zum Spaß. Ich musste mich schon in Sevilla des Öfteren als Straßenmusiker verdingen, um mir mein Abendessen zu verdienen (lacht). Ich bin mittlerweile also daran gewöhnt.

TV-MEDIA: Können Sie zu Hause noch unerkannt auf die Straße gehen?
Rory McCann: Nein, ich bin leider von der Statur her einfach zu groß. Man erkennt mich sofort. Die Leute auf der Straße schreien mir zu: „Hey, da ist der Hund!“ Ich erkläre ihnen dann ganz freundlich, dass sie sich verpissen sollen, und marschiere weiter. Ich verstehe, dass sie verrückt nach der Show sind. Aber manchmal ist es ein bisschen anstrengend.
John Bradley: Ich lebe in Manchester. Das Schöne an Manchester ist, dass sich dort jeder wie ein Superstar fühlt. Also sprechen mich nur Leute an, die Fans der Show sind. Und da wir nicht so berühmt sind wie die Hauptcharaktere, sind die Fan-Reaktionen daran angepasst. Kein nervöses Gekreische, eher liebevolle, interessante Gespräche.
Rory McCann: Ich glaube, keiner meiner Freunde hat die Show je gesehen. Sie leben in einer anderen Welt.

TV-MEDIA: Sie führten stets das Leben eines Nomaden und blieben nie lange an einem Ort. Hat sich das mittlerweile geändert?
Rory McCann: Nein, mein Boot ist wieder hergerichtet und bereit zum nächsten Turn. Ich kann es gar nicht erwarten, wieder loszusegeln.

TV-MEDIA: Stimmt es, dass man tatsächlich nach Westeros segeln kann?
Rory McCann: Ja. George R. R. Martin (der Autor der Serie) ist ein großer Schottland-Fan und hat schottische Namen in seinen Romanen verwendet. Es gibt ein Westeros in Schottland, nur schreibt man es Wester Ross. Lustigerweise hatte ich mein Boot dort viele Jahre eingewintert. Ich war erst letzten Monat mit einem Freund in Wester Ross. Es ist schön. Ich könnte mir vorstellen, dort einmal ein Haus zu kaufen. Eigentlich wollte ich mir eine Insel in der Gegend zulegen, aber die sind leider zu teuer.

Wester Ross in den schottischen Highlands

Wester Ross in den schottischen Highlands

TV-MEDIA: Segeln Sie gerne in Großbritannien?
Rory McCann: Ja, im Moment vor allem an der Westküste. Ich hoffe aber, dass ich es heuer bis zu den Färöer-Inseln rauf schaffe. Ich habe mein Holzboot den ganzen Winter auf Vordermann gebracht. Jetzt wird es Zeit, in den Norden zu segeln.

TV-MEDIA: Haben Sie eine Lieblingslocation in ‚Game of Thrones‘?
Rory McCann: Mein Lieblingsdrehort ist Island – irgendwo oben in den Bergen. Ich habe dort einmal ein Jahr gelebt.
John Bradley: Ich liebe Island auch. Wir haben am nordöstlichen Ende eines Gletschers gedreht – quasi in unberührter Wildnis. Es war ein Privileg. Dazu kam, dass ich mit meinen besten Freunden dort sein durfte, meiner Set-Familie. Und das Ganze nennt sich dann auch noch Arbeit. Ich habe einen tollen Job.
Rory McCann: Es ist nicht ganz so toll, wenn du beim Drehen eine Gesichtsprothese trägst und der Schweiß unter deiner Maske zu frieren beginnt (lacht).

TV-MEDIA: Haben Sie eine Lieblingsszene, wenn Sie auf alle Staffeln zurückblicken?
Rory McCann: Der Kampf mit Brienne hat mir unglaublich Spaß gemacht. Ich liebe Gwen (Christie – sie spielt Brienne in der Serie). Wir hatten so viel Spaß, und noch dazu haben wir die Szene in Island gedreht. Die perfekte Kombination.

Lieblingsszene in Island

TV-MEDIA: Wie sollte ‚Game of Thrones‘ enden?
Rory McCann: Egal, Hauptsache nicht so wie ‚Die Sopranos‘. Ich hab die Serie gerade zu Ende geschaut und dachte nach dem Finale nur: „Lieber Gott, bitte lass ‚Game of Thrones‘ bloß nicht so unspektakulär enden.“ Wir brauchen einen Boom-Effekt am Schluss.
John Bradley: Das ist das Problem mit ‚Game of Thrones‘. Das Ende muss so gut sein, dass das Publikum das Gefühl hat, die Reise hat sich all die Jahre gelohnt. Zugleich brauchen wir aber auch eine echte Überraschung. Ein gutes Ende zu finden ist unglaublich schwierig.
Rory McCann: Mittlerweile müssten sie es schon geschrieben haben, nicht wahr?
John Bradley: Das stimmt.
Rory McCann: Ich habe versucht, aus unseren Showrunnern David (Benioff) und Dan (Weiss) die Wahrheit rauszupressen. Ich hab sie auf die Mauer gezerrt und geschrien: „Wie geht es aus? Wie geht es aus?“ Aber sie blieben stumm.
John Bradley: : Ich bin froh, dass ich das Ende nicht kenne. Ich bin ganz schlecht im Bewahren von Geheimnissen. Ich hasse das.

Lügen ist anstrengend!

Lügen ist anstrengend!

TV-MEDIA: Sie wären wohl kein besonders guter „Littlefinger“, John?
John Bradley: Stimmt. Ich bin ein miserabler Lügner. Mein Motto lautet: „Lüge so wenig wie nur möglich.“ Lügen ist anstrengend.

Interview mit Sophie Turner (Sansa Stark)

Hier kommen Sie zum Interview mit Sophie Turner

Top Storys
Ungewöhnliche Klingonen, viel Weiblichkeit und zwei Raumschiffe: ‚Star Trek: Discovery‘ bringt die ‚Star Trek‘-Franchise dorthin, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist

Star Trek: Discovery

Die Meinungen der Stars und Fans nach der Premiere

Top Storys
Jonathan Frakes als Commander William T. Riker in ‚Star Trek: The Next Generation‘

‚Star Trek Discovery‘: Jonathan Frakes verrät Spoiler!

Die bei Fans beliebte „Spiegel-Episode“ kehrt zurück

Top Storys
‚The Walking Dead‘ ist die Fortsetzung von ‚Breaking Bad‘

‚The Walking Dead‘ ist die Fortsetzung von ‚Breaking Bad‘

Irre Fan-Theorie zeigt die Parallelen der beiden Hit-Serien auf

Top Storys
‚Grey’s Anatomy‘: Patrick Dempsey kehrt für TV-Spot als McDreamy zurück!

‚Grey’s Anatomy‘: Patrick Dempsey kehrt für TV-Spot als McDreamy zurück!

Auch Addison Montgomery ist mit von der Partie

Top Storys
Tagespresse aktuell

Tagespresse aktuell

Funktioniert die Online-Satire auch im Fernsehen?

Top Storys
‚Scrubs‘-Star Zach Braff wird zum Werbeträger für Potenzprobleme

‚Scrubs‘-Star Zach Braff wird zum Werbeträger für Potenzprobleme

Auch andere Promis wissen nichts von ihrem „Glück“