Surfen, Streamen und Telefonieren: Was Sie über Roaming wissen müssen

Nur weil man auf Urlaub ist, muss man nicht auf Netflix verzichten

Nur weil man auf Urlaub ist, muss man nicht auf Netflix verzichten

Bin dann mal weg! Die EU hat endlich die Roaming-Gebühren gekippt. Die Handy- bzw. Tablet-Nutzung (Stichwort: Netflix & Co) im EU-Ausland kostet jetzt so viel wie daheim. Doch es gibt Ausnahmen. 10 Fragen, 10 Antworten

Seit 15. Juni 2017 ist Roaming, wie wir es bisher kannten, abgeschafft .Dabei gilt es jedoch, einige „Aber“ zu beachten. Damit sich nach dem nächsten Urlaub keine unliebsamen Kosten auf Ihrer Handyrechnung finden, sollten Sie Folgendes wissen:

1) Was ist Roaming?

Roaming (engl. "roam" - dt. wandern, streunen) bedeutet, dass man sein Handy außerhalb seines Heimnetzes verwendet.

2) Wo ist der Unterschied zur Auslandstelefonie?

Wenn man aus dem Heimnetz eine ausländische Telefonnummer anruft oder an diese SMS verschickt, gilt dies nicht als Roaming (man befindet sich ja nicht in einem fremden Netz). Hier gibt es nach wie vor teils äußerst hohe Gebühren.

3) Was kostet Roaming wo?

Die Roamingkosten hängen stark davon ab, in welchem (Urlaubs-)Land man sich aufhält. Mobilfunkanbieter unterteilen die Welt in Zonen mit unterschiedlichen Preisen. Die EU ist die erste Zone, zu der je nach Anbieter noch weitere Länder hinzukommen (z. B. Norwegen, Liechtenstein und Island). Länder, die nicht in dieser EU-Zone sind, weisen meist höhere Roamingkosten auf. Faustregel: Je weiter das Land von Österreich entfernt ist, desto teurer das Roaming. Die Kosten können massiv variieren, eine Minute Telefonie kann mehrere Euro kosten, ein Megabyte Datenvolumen bis zu 200 Euro.

4) Wie verhält es sich auf Fähren, Schiffen und in Flugzeugen?

Auf Fähren, Kreuzfahrtschiffen, in Flugzeugen oder Satellitenverbindungen ist Vorsicht geboten, da es hier sehr teuer werden kann - auch wenn man geografisch betrachtet in der EU ist.

5) Was kostet das Roaming jetzt innerhalb der EU?

Seit 15. Juni 2017 kostet die Handynutzung im EU-Ausland prinzipiell so viel wie in Österreich, vorausgesetzt, man zeigt kein "untypisches Roamingverhalten" (siehe dazu Punkt 10). Von Tarifen mit inkludierten Einheiten (für Sprache, SMS oder Datenvolumen) werden die genutzten Einheiten - wie in Österreich - abgezogen. Für Telefonie und SMS gilt das unbegrenzt, auch bei einer Flatrate.

Beim Datenvolumen dürfen die Provider eine Grenze setzen. Die ist abhängig von der Höhe der Grundgebühr. Zur Berechnung der Höhe seines Datenvolumens, welches man im EU-Ausland verbrauchen kann, gibt es eine Formel. Diese Formel zur Berechnung der verfügbaren Gigabyte-Menge lautet:

Monatliche Grundgebühr (netto, also ohne Umsatzsteuer) dividiert durch das Datenvolumen (welches man laut Vertrag hat)

Ergibt diese Division einen Betrag, der größer als 7,7 ist, kann man sein gesamtes Datenvolumen in der EU-Zone nutzen.

Liegt der Wert darunter, darf der Mobilfunkanbieter ein Datenlimit ansetzen. Dieses wiederum berechnet sich folgendermaßen:

Netto-Grundgebühr dividiert durch 7,7 mal 2

Was hinter der Zahl 7,7 steckt, ist leicht erklärt: 7,7 Euro sind der maximale Preis pro Gigabyte, den ein Mobilfunkbetreiber in einem Land von einem anderen Betreiber in einem anderen EU-Land verlangen darf. Man spricht hier auch vom sogenannten Vorleistungspreis.

Praktischerweise haben die meisten Mobilfunkanbieter auf ihren Online-Portalen zum Start der neuen Roaming-Regeln jede Menge Informationen (z. B. eine Liste der Länder, in denen sie gilt, oder Berechnungshilfen zum Datenvolumen) veröffentlicht.

6) Was kostet es, wenn ich mehr verbrauche?

Wenn man mehr telefoniert oder SMS schreibt, als im Tarif inkludiert ist, zahlt man auch im EU-Ausland nur das, was man in Österreich zahlen würde.

7) Ich habe einen Tarif ohne inkludierte Einheiten

Wenn man keine Freieinheiten hat, wird für gewöhnlich nach Verbrauch abgerechnet. Innerhalb der EU-Zone kostet das pro Minute und SMS so viel wie daheim (der Empfang von Telefonaten und SMS ist kostenlos). Diese Regel gilt auch für Datenvolumen: Pro MB gilt der Preis, den man im Inland zahlt. Das gilt aber nur bis zum jeweiligen Limit. Wenn mehr Datenvolumen verbraucht wird, kann der Preis pro Megabyte auf bis zu 24 Cent steigen.

8) Ich habe einen Tarif ohne Roaming

Bei einigen Tarifen sperren die Mobilfunkanbieter die Möglichkeit, den Tarif im Ausland zu nutzen. Bei dieser Roamingsperre wird entweder nur das Surfen oder aber auch Telefonie und SMS verboten. Einen Tarif, der nicht roamingfähig ist, kann man ausschließlich in Österreich verwenden.

9) Gibt es die 60-Euro-Grenze noch?

Ja. Um vor unliebsamen Kosten zu schützen, ist es üblich, dass Mobilfunkanbieter die SIM-Karte einschränken, wenn das Roaming zu hohe Kosten verursacht. Dann geht im Ausland das Surfen, Telefonieren oder SMSen nicht mehr. Diese Grenze liegt üblicherweise bei 60 Euro. Meistens ist sie schon durch den Anbieter aktiviert - prüfen kann man das im Online-Kundenportal (oder via Telefon-Hotline) des Providers.

10) Was ist untypisches Roamingverhalten?

Die EU will verhindern, dass Europäer ihre heimischen Anbieter verlassen und nur noch in dem EU-Land einen Vertrag abschließen, wo die Tarife am günstigsten sind. Anbieter dürfen daher Gebühren verrechnen, wenn sie davon ausgehen, dass ein Kunde ein ungewöhnliches Roamingverhalten aufweist: Etwa, wenn man sich hauptsächlich (oder nur) im EU-Ausland befindet, wenn die SIM-Karte vor allem für Roaming verwendet wird oder wenn ein Kunde mehrere Tarife abschließt, um die zwei vorherigen Regeln zu umgehen.

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